8. Generation Intel Core i Prozessoren: Das müsst ihr zum Upgrade wissen

      8. Generation Intel Core i Prozessoren: Das müsst ihr zum Upgrade wissen

      Intel hat kürzlich die 8. Generation der Core i Prozessoren vorgestellt. Parallel dazu gibt es auch den neuen Z370 Chipsatz, der das Chaos rund um die Sockel 1151 Chipsätze nun komplett macht. Was ihr bei einem Upgrade beachten müsst, haben wir euch zusammengefasst.

      Verfügbare Chipsätze

      Derzeit gibt es drei verschiedene Chipsatzfamilien. Die älteste im Bunde ist die 100 Familie rund um H110, B150, H170 und Z170. Vorgestellt wurden diese im Rahmen der 6. Generation Intel Core i Prozessoren.

      Zur 7. Generation gab es ebenfalls eine neue Chipsatzfamilie, die x200 Serie. Auch hier gibt es eine Reihe von Chipsätzen: B250, H270 und Z270.

      Die 8. Generation bringt nun wiederum einen eigenen Chipsatz mit, bislang vorgestellt wurde der Z370 Chipsatz – dass noch günstigere und abgespeckte B und H Versionen folgen ist aber sehr wahrscheinlich.

      Kompatibilität

      Hier wird es schon schwieriger, denn nicht jeder Core i Prozessor mit Sockel 1151 Kompatibilität ist auch mit jedem Sockel 1151 Mainboard kompatibel.

      Wollt ihr also auch innerhalb des gleichen Sockels upgraden, wird meist ein neues Mainboard fällig.

      Intel Core i der 6. Generation: Zusammen mit der 6. Generation Core i wurde auch ein neuer Chipsatz vorgestellt – die Intel Series 100 Chipset Family. Den Einstieg markierte der H110 Chipsatz, während der High-End User und Overclocker eher zum Z170 griff. Kompatibel war die 6. Generation erstmal nur mit der 100er Chipsatz-Serie. Der Z170 Chipsatz als maximale Ausbaustufe bot bis zu 20 PCIe Lanes, 10 USB 3.0 Ports und 6 SATA Ports. Der Chipsatz war ein kompletter Neuanfang, daher gab es auch einen neuen Sockel und es musste zwingend alles ersetzt werden, wenn man hier einsteigen wollte.

      Intel Core i der 7. Generation: Eine neue CPU-Generation brachte auch eine neu Chipsatz Generation mit: Die Intel 200 Series Chipset Family. Vorteile gegenüber der 100er Chipsatz-Familie waren vor allem der Intel Optane Support und mehr verfügbare PCIe Lanes – 24 statt der bisherigen 20. Auch mehr HSIO Lanes waren mit dem Z270 Chipsatz verfügbar.

      Die Kompatibilität zwischen der 6. und 7. Generation hat allerdings für einige Probleme gesorgt: Zwar sind sowohl 6. als auch 7. Generation jeweils mit der 100er und 200er Chipsatz-Serie kompatibel, die 100er Serie benötigt allerdings zwingend ein BIOS-Update, um mit den neuen CPUs der 7. Generation zurecht zu kommen. Man kam also nicht drumherum, erstmal eine CPU der 6. Generation für das Update zu verbauen.

      Darüber hinaus gab es Einschränkungen bei den Overclocking-Optionen, nicht alle Möglichkeiten der 7. Generation können mit einem Z170 Mainboard genutzt werden. Andersherum gab es dagegen keine Probleme, da der neuere Chipsatz voll abwärtskompatibel ist.

      Intel Core i der 8. Generation: Die neueste Iteration der Intel Core i Prozessoren setzt natürlich auch wieder auf einen neuen Chipsatz. Anders als bei beiden vorherigen Generationen gibt es allerdings keinerlei Abwärtskompatibilität, trotz des gleichen Sockels. Wer also ein Upgrade plant, muss zwangsläufig sowohl Board als auch CPU ersetzen.

      Allerdings: Ein reines Chipsatz-Upgrade würde ohne die neuen Coffee Lake CPUs auch kaum eine Verbesserung bringen. Einzig die Bluetooth und WiFi Integration (nativer WiFi AC R2 und Bluetooth 5 Support) wurde verbessert und es sind nun bis zu sechs USB 3.1 Gen. 2 Ports möglich. Die maximalen 24 PCIe Lanes und 6 SATA Ports bleiben bestehen.

      RAM Kompatibilität

      Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Alle Chipsätze sind sich beim RAM einig, sodass ihr diesen weiter verwenden könnt. Allerdings bietet die 300er Familie einen besseren Support für DDR4-2666 – wer bislang DDR4-2400 oder 2133 einsetzt, könnte mit einem RAM Upgrade also auch noch ein bisschen mehr Leistung aus dem System kitzeln. Intel Systeme sind üblicherweise aber nicht besonders abhängig vom RAM-Takt, allzu sehr sollte sich das RAM-Upgrade also nicht bemerkbar machen.

      Der gleichbleibende Sockel hat noch einen Vorteil: Der bestehende CPU-Kühler kann auch nach einem Upgrade weiter verwendet werden, sofern er genügend Kühlleistung bietet.

      Tl;dr

      Die Core i Prozessoren der 6. und 7. Generation sind sich recht ähnlich und können sowohl mit der 100 Chipset Series als auch der 200 Series betrieben werden – eventuell ist ein Chipsatz-Update nötig.

      Core i Prozessoren der 8. Generation nutzen zwar weiterhin den Sockel 1151, sind aber zu keinem anderen Chipsatz kompatibel, als der neuen 300 Series.

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