Angehört: Motörhead Phönes

Wer mich ein bisschen kennt weiß, dass ich musikalisch eher in die Richtung Schwermetall in allen Facetten tendiere. Während der IFA bekam ich dann den Tipp, dass es von Krusell einen Stand geben soll, speziell für Metal Fans. Die Marke Krusell an sich kannte ich bislang nur von Handytaschen, Schutzhüllen und Notebooksleeves, daher war ich etwas überrascht, dass es dort nun auch etwas für die Metal-Fans unter uns gibt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und so bin natürlich mal dort eingefallen.

Das besondere? Krusell hat in Zusammenarbeit mit der Band Motörhead eigene Kopfhörer entwickelt, speziell abgestimmt auf die Schwermetaller unter den Musikfans. Optisch sowie klanglich ist alles auf Gitarrenlastige Musik ausgelegt. Der Clou? Die Kabel sind speziell ummanteln, damit sie sich nicht in den Haaren verfangen.
Die Namen sind allesamt bekannte Titel von Motörhead und natürlich ist optisch alles voll auf Rock getrimmt.

Insgesamt gibt es 4 Modelle, teils auch in verschiedenen Konfigurationen.

Fangen wir bei den kleinsten Vertretern an,  den In-Ears.
Hier gibt es zum einen den „Overkill“ und zum zweiten den „Trigger„. Geformt sind sie wie eine Pistolenkugel, das Gehäuse besteht komplett aus Metall.
In Form und Klang sind beide identisch, der Unterschied liegt nur darin, dass im „Overkill“ eine Kabelfernbedienung und sogar ein Mikrofon integriert ist. Damit lassen sich Titel wechseln, Vor- und Zurückspulen und dank Mikro eben auch telefonieren, Gespräche annehmen usw.

Die beiden kleinen gibt es in den Farben Schwarz, Silber und Gold.
Technische Daten? Klar, gibts auch:

Treiberdurchmesser 9mm
Schalldruckpegel 96dB
Frequenzgang 20 – 20.000 Hz
Nennimpedanz 16 Ohm
Kabellänge 1m

Der nächstgrößere Vertreter ist der Ohraufliegende „Bomber“.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und einigen Metall-Elementen und kommt fast komplett in schwarz daher.
Das Modell hat immer ein Mikrofon an Board und den s.g. „Cotrolizer“ – eben eine Kabelfernbedienung mit der man das Smartphone oder den MP3-Player steuern kann.


Die Technischen Daten dazu:

Bauweise Dynamisch, Geschlossen
Treiberdurchmesser 30mm, Neodym
Schalldruckpegel 99dB
Frequenzgang 20 – 20.000 Hz
Nennimpedanz 24 Ohm
Kabellänge 1.1 m, gerade, Einseitig geführt
Gewicht 187g

Und nun zum Ohrumschließenden Iron Fist.

Auch hier sind schwarzer Kunststoff und Metall vorherrschend.


Eine Besonderheit gegenüber dem „Bomber“ ist, dass das Kabel hier nur gesteckt ist. Wer schon mal vor dem Problem des Kabelbruchs bei den teuren Lieblings-Kopfhörern stand weiß, wie praktisch es ist das Kabel einfach austauschen zu können.

Die Technischen Daten:

Bauweise: Dynamisch, Geschlossen
Treiberdurchmesser: 40mm, Neodym
Schalldruckpegel: 102 dB
Frequenzgang: 10-20.000 Hz
Nennimpedanz: 68 Ohm
Kabellänge: 1m und zusätzliches 2,5m Kabel, gerade, einseitig geführt
Gewicht: 244g

Neben den Kopfhörern gibt es auch noch eine ganze Zubehörreihe für euer Smartphone, damit es Stilecht in Ledertaschen mit Motörhead Logo transportiert werden kann:

Den Bomber und den Iron Fist konnte ich heute bereits probehören und ich muss sagen, dass die Abstimmung wirklich sehr gelungen ist.
Ich bin eigentlich ein Freund von Linearen, klangneutralen Kopfhörern, was aber auch daran lag, dass die meisten extra abgestimmten Kopfhörer z.B. auf HipHop abzielen.
Bei den Motörhead Phönes wurde hingegen besonderen Wert auf die tiefen Mitten und einen klaren, runden Bass gelegt. Das macht sich bei Rock, Heavy Metal und ähnlichem sehr positiv bemerkbar.

Auch die Verarbeitung und Wertigkeit hat mir auf den ersten Blick gut gefallen. Nichts klappert, wackelt oder knarzt.
Ob Sie wirklich Headbang Approved sind wie die Band sagt wird sich wohl erst in einem ausgiebigen Test zeigen 😉

Leider hat der Motörizer, das größte Modell, im IFA Lineup gefehlt, aber ich bin mir sicher, dass wir den auch bald noch zu Gesicht bekommen werden.

Die Kopfhörer sollen ab Oktober im Deutschen Handel verfügbar sein.
Die bislang bekannten Preise sind sehr moderat, von 49,99 Euro für die „kleinen“ Trigger geht es rauf auf bis zu ca. 130 Euro für den großen Motörizer. Wenn man sich da andere „Genrekopfhörer“ anguckt ist das denke ich ein guter Preis.

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2 Antworten auf Angehört: Motörhead Phönes

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