Angetippt: Cherry Stream 3.0 – Neuauflage eines echten Arbeitstiers

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Die CHERRY Stream Serie ist der Dauerbrenner bei Cherry und gilt als Arbeitstier. Kaum ein Büro ohne eine CHERRY Stream Tastatur. Daher ist es nur logisch, dass CHERRY diese Serie auch regelmäßig erneuert und weiter an den Details feilt. Mit der CHERRY Stream 3.0 habe ich mir die neueste Version vorgenommen.

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Die CHERRY Stream 3.0 zielt wie ihre Vorgänger aufs Büro ab und kommt entsprechend spartanisch ausgestattet daher. Keine Beleuchtung, keine Makrotasten – lediglich 6 Medientasten für lauter, leiser, Ton aus, nächster und vorheriger Titel sowie Play/Pause sind vorhanden. Die restliche Tastatur ist im Standardlayout gehalten. Dennoch steckt mehr dahinter, denn die Stream 3.0 soll ja als Arbeitstier dienen, was die Übersicht der Highlights deutlich macht:

  • Dauerhaft abriebfeste Laserbeschriftung der Tastenkappen
  • Für Dauereinsatz konzipiert – über 20 Mio. Betätigungen je Taste
  • Spill resistant – unempfindlich gegen Spritzwasser
  • Plug & Play für einfache Inbetriebnahme ohne Software-Installation
  • Ultraflaches, ergonomisches Top-Design für ermüdungsfreies Arbeiten
  • Ultra silent. Flüsteranschlag für besonders geräuscharmes Schreiben.
  • 6 HotKeys zur komfortablen Steuerung der Lautstärke und der wichtigsten Funktionen für den Mediaplayer
  • Standard-Tastatur-Layout (inklusive Cursor- und Nummern-Block)
  • Blaue Status-LEDs
  • GS-Zulassung
  • Ausgezeichnet mit dem Blauen Engel

Was nach dem Auspacken auch auffällt ist die Beschichtung von Tasten und Gehäuse. Der Kunststoff ist mit einer rutschfesten Beschichtung überzogen, die das Tippen angenehmer machen soll. Auch wirkt sie dadurch sehr wertig, da sie nicht den üblichen Hochglanz-Plastik-Look hat. Das vergleichsweise hohe Gewicht unterstreicht die Wertigkeit noch einmal. Schade ist nur, dass das Kabel fest mit der Tastatur verbunden ist. Die Verarbeitung der Tastatur wirkt nämlich, als würde sie das Kabel locker überleben.

Zum Lieferumfang ist nicht viel zu sagen: Tastatur, Bedienungsanleitung und Sicherheitshinweise – das war’s.

Das Layout ist ganz klassisch und bedarf keiner großen Worte. Keine Doppelbelegungen, keine Funktionstasten für irgendwelche Sonderfunktionen – die Medientasten mal ausgenommen. Die Status-LED sitzen auch wie gewohnt oben rechts und zeigen in blau an, ob Numlock, Capslock oder ‚rollen‘ aktiv sind. Die Multimediatasten liegen oben mittig und sind damit einfach zu erreichen. Schön wäre eine spürbare Markierung der Tasten, damit man sie auch blind findet.

Laut CHERRY sind die Tasten laserbeschriftet, wodurch die Buchstaben auch dauerhaft abriebfest sein sollen. Dass die Beschriftung nicht einfach nur aufgemalt ist, spürt man beim Drüberfahren mit dem Finger. Wie lange die Beschriftung am Ende wirklich hält, lässt sich in so einem Test aber natürlich schwer beurteilen. Gemessen am Vorgänger CHERRY Stream XT, die von mehreren Kollegen genutzt wird, hält die Laserbeschriftung auch starke Belastung problemlos über mehrere Jahre aus.

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Bei den Tasten setzt man auf klassische Rubberdome-Technik. Die Tasten haben auch keine extra „Scissor-Spring-Technik“ o.ä. verbaut. Dennoch ist das Schreibgefühl durchaus in Ordnung. Wer von einer mechanischen Tastatur kommt, wird sich erstmal umgewöhnen müssen. Einerseits ist die CHERRY Stream 3.0 sehr leise, andererseits ist das haptische Feedback natürlich ein anderes. Der Druckpunkt verläuft nicht linear, was bedeutet, dass man anfangs mehr Kraft benötigt, um die Taste auszulösen. Der restliche Tastenweg ist dann allerdings sehr leichtgängig, fast komplett ohne Widerstand. Dadurch erhält man aber ein recht gutes haptisches Feedback, denn nach Überwindung des Widerstands ist die Taste gedrückt – danach kann man sich gut richten. Große Tasten, wie die Leertaste, reagieren auch problemlos wenn man sie am äußeren Ende drückt.

Je nach Schreibgeschwindigkeit offenbart die CHERRY Stream 3.0 aber auch Schwächen: Sehr schnelle Tastenfolgen, beispielsweise wenn ich einen Buschstaben mehrfach benötige, „verschluckt“ die Tastatur teilweise. Das liegt daran, dass man die Taste erst in Ihre Ausgangsposition zurückspringen lassen muss, bevor sie erneut ausgelöst werden kann.

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Schön am Gesamtlayout: Die Tastatur ist sehr flach aufgebaut. Dadurch liegen die Hände auch ohne Handballenauflage immer in einem angenehmen Winkel auf.

Die Multimediatasten fühlen sich dagegen alles andere als Wertig an. Die Tasten fühlen sich gummiartig an und auch beim Drücken gibt es kaum Feedback.

Ansonsten sind die Tasten schön groß geraten, durch die Beschichtung rutscht man auch wie geplant nicht so leicht ab. Fehleingaben hatte ich dadurch nur selten. Die Eingewöhnungszeit war, obwohl ich normal auf eine mechanische Tastatur setze, nur sehr kurz – schon nach wenigen Minuten hatte ich mich daran gewöhnt.

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Fazit

Auch wenn ich durch Mechanische Tastaturen „verdorben“ bin, bin ich mit der Performance der CHEERY Stream 3.0 durchaus zufrieden. Gerade hinsichtlich des Preises von unter 30€ liefert sie eine solide Performance ab.

Das Haptische Feedback ist nach etwas Eingewöhnung gut, das Layout komplett Standard – was ja leider nicht mehr selbstverständlich ist – und die Verarbeitung wirkt hochwertig. Gerade Vielschreiber dürften sich mit der Stream 3.0 schnell anfreunden. Auch in Großraumbüros dürfte sie durch den sehr leisen Anschlag schnell freunde finden.

Erhältlich ist die CHERRY Stream 3.0 in Schwarz und Weiß/Grau für unter 30 Euro.

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10 Kommentare auf "Angetippt: Cherry Stream 3.0 – Neuauflage eines echten Arbeitstiers"

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Joachim Wölfel

schwarz, denn weiß wir so unansehlich..für Zuhause, denn da arbeite ich auch…wäre toll…

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Christian

Schwarz bitte. Für die Arbeit.

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Chris

Black is beautiful.

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Tobias

Schwarz für die Arbeit 😉

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Reiner

Schwarz für die Arbeit

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Peter Vollmer

Farben sind bei einem guten Gerät Nebensache. Ich würde sie in diesem Fall für zu Hause benutzen.

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Marcel

Ich bräucht bitte diese gesplittete vom ersten Bild comment image) da ich öfter daheim arbeite 😉

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Felix

Bitte in Schwarz, da hat der Gilb keine Chance!

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MArco

weiß-grau. Ist mal was anderes 😉

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Claus
Ihr schreibt das es schade wäre, das die Tastatur ein fest verbundenes Kabel hat. Gerade das finde ich sehr gut. Im Vergleich zur Cherry MX-Board 3.0 (mechanische Tastatur) bin ich mir sicher das das fest verbundene Kabel länger halten wird als diese idiotische MINI-USB Steckverbindung vom MX-Board 3.0. Ausßerdem nervt es extrem das der Stecker in der Mitte nach hinten rausgeführt wird. Das sowas bei Cherry durch die Produkt-Test kam ist mir ein Rätsel. Der Designer hat wohl geschlafen bei der Entwicklung… Die Stream 3.0 ist eine super Tastatur in ALLEN Belangen. Ja sogar das feste Kabel ist sehr gut… Read more »