Apple stellt MacBook Pro mit Retina-Display vor

Gestern startete Apples Entwicklerkonferenz WWDC und es wurde soviel Neues produziert, dass ich gezwungen bin, dieses der besseren Übersicht halber in einzelne Artikel zu verpacken. Anfangen möchte ich mit dem Highlight des Abends – jedenfalls ist es das für viele meiner technisch interessierten Kollegen.

Das MacBook Pro mit Retina-Display ist eine völlig neue Produktkategorie bei Apple. Neues Design und vor allem ein neues Display. Was macht das MacBook Pro mit Retina-Display besonders? Was kostet es und was schlummert in Sachen Hardware unter der schicken Haube?

Fangen wir mal mit den generellen Infos an, denn auch beim MacBook Pro mit Retina-Display gibt es verschiedene Variationen, die sich in Prozessor und Speicher unterscheiden. Das Display hat eine Diagonale von 15,4 Zoll, dabei bietet man eine native Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln an, dies entspricht 220 ppi.

Als Vergleich: das normale MacBook Pro mit 1280 x 800 kommt auf 113,49 ppi, das MacBook Air mit 1440 x 900 auf 127,68 ppi. Das ist wirklich klasse, sofern man Anwendungen nutzt, die dies unterstützen, denn auch wie beim hochauflösenden neuen iPad müssen Apps angepasst sein, sonst kann es unscharf aussehen. Apple hat sich zu diesem Zweck vorauseilend Adobe mit Photoshop & Co ins Boot geholt, des Weiteren findet Spiele-Blockbuster Diablo 3 auch in einer Retina-Variante Platz.

Zwei Grafikchips kann man nutzen, einmal Intels eigene Lösung auf Basis der Ivy Bridge (Inel HD 4000) und zudem noch für Spiele und Co die mit 1 GB DDR5 ausgerüstete NVIDIA GeForce GT 650M.

Festplattenspeicher? Natürlich SSDs, hier bekommt man Größen von 256 GB, 512 GB und 768 GB.

Arbeitsspeicher? 8 GB 1600 MHz DDR3L Arbeitsspeicher (On-Board), aufrüstbar bis 16 GB.

Abmessungen und Gewicht? Höhe: 1,8 cm, Tiefe: 24,71 cm, Breite 35,89 cm und das Ganze bei einem Gewicht von 2,02 Kilo.

Was findet man noch vor, zum Beispiel an Anschlüssen? Hier hat Apple nachgelegt und sich dem Markt angepasst. So findet man zwei Thunderbolt-Anschlüsse, zwei USB 3.0-Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss, dazu einen Köpfhörer-Anschluss und einen SDCX-Kartenleser vor. Was? Kein Gigabit-LAN oder Firewire? Diese Möglichkeiten realisiert Apple in Zukunft via Adapter, so wird man Thunderbolt auf Gigabit Ethernet-Adapter und Thunderbolt auf FireWire-Adapter optional kaufen können. Drahtlose Kommunikation ist übrigens auch vorhanden, hier greift man auf Bluetooth 4.0 und WLAN nach Standard 802.11n zurück. Neben dem Kopfhöreranschluss findet man auch zwei Mikrofone vor.

Die Akku-Laufzeit soll nach Angaben von Apple bis zu 7 Stunden betragen und einen Stand-by von 30 Tagen bieten. Zu diesem Zweck hat man dem MacBook Pro mit Retina-Display einen 95 Wattstunden starken Litium Polymer-Akku mitgegeben.

Preise? Die Standardkonfiguration geht bei 2279 Euro los:

  • 2,3 GHz Quad-Core Intel Core i7
  • Turbo Boost bis zu 3,3 GHz
  • 8 GB 1600 MHz Arbeitsspeicher
  • 256 GB Flash-Speicher1
  • Intel HD Graphics 4000
  • NVIDIA GeForce GT 650M mit 1 GB GDDR5 Arbeitsspeicher

Die größere Variante liegt dann schon bei 2899 Euro:

  • 2,6 GHz Quad-Core Intel Core i7
  • Turbo Boost bis zu 3,6 GHz
  • 8 GB 1600 MHz Arbeitsspeicher
  • 512 GB Flash-Speicher1
  • Intel HD Graphics 4000
  • NVIDIA GeForce GT 650M mit 1 GB GDDR5 Arbeitsspeicher

Setzt man noch auf eine SSD von 768 GB und nimmt einen größeren Prozessor nebst RAM, dann kommt  man auf die Summe von 3849 Euro.

Tja, liebe Kreativen, die viel mit (Bewegt-)Bildern machen? Ist das neue MacBook Pro mit Retina-Display etwas für euch? Falls hier Käufer des Gerätes mitlesen: was ist eure Intention?

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11 Kommentare auf "Apple stellt MacBook Pro mit Retina-Display vor"

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Matthias

Schon ein Spitzengerät. Aber gerade im professionellen Bereich (auch im nicht-kreativem) könnte ich nicht auf einen DVD-Brenner verzichten. 4 GB SD Cards sind einfach noch zu teuer und nicht weit genug verbreitet.

Privat brenne ich vielleicht zweimal im Monat eine Scheibe, da schon eher.

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Thomas'

SSDs? Auf der Produktseite steht Flash-Memory. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, weiss ich nicht. Jedenfalls haben die MBA auch Flash anstatt SSD, die MBP haben SSDs.

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Tex

Das ist genau die Produktkategorie, die ich bevorzuge. Flach aber dennoch funktional. Schade, dass die anderen Hersteller Apple hinterrennen. Ein solches Gerät mit Windows und ich wäre dabei 🙂 Ok, vielleicht nicht ganz so teuer…

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hanswurst

Die Größte Frechheit dieser Erde für so eine Hardwarekonfiguration 3900€ zu verlangen. Denen gehört mal die Fresse ordentlich eingetreten!

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Originaltom

@Hanswurst: Sag mal geht’s noch? Klar ist die Hardware (zu) teuer, aber dein zweiter Satz geht gar nicht. 50% weniger fänd ich angemessen, aber es muß ja nicht immer das Spitzenmodell sein…

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Paule K.

Herr je, wohl zuviel Doom3 jespielt, wat? Muss man doch nich gleich die Fresse polieren. Und 800 x 600 auf dem Netbook tun’s doch ooch – mit Linux, statt what ever. Und wenn de nich zu den neureichen Yuppies jehörts… na um so besser, freu Dich! So abjehobene Schicki-micki-Teile broocht ooch nur, wer nüscht anderet inne Hose hat. Wie sacht man? „Jedem Tierchen sein Plessierchen.“

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Philoepp

Das mit der Auflösung nervt einfach irgendwan, wo ist der Vorteil wenn man jede Website vergrößern muss, um den Text lesen zu können. Apple war früher mal okey, jetzt nicht mehr. Allein das weglassen von Ethernet ist ein Witz, aber Thunderbold is ja eh viel besser.. setzt sich auch durch, wenn der Meter 60€ kostet..

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Peer

Die neuen MacBooks Pro sind schon echt schick und das Display reizt mich sehr. Aber die Preise sind schon heftig.

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Die neuen MacBooks (ohne Retina-Displays)

[…] on this topic.Powered by WP Greet Box WordPress PluginNachdem ich heute morgen hier schon das neue MacBook mit dem Retina-Display vorstellte, bin ich noch etwas schuldig. Denn es wurde nicht nur das eine MacBook enthüllt  […]

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Phil

Ich finde das Gerät einfach nur spitze.
Ich wollte mir erst ein Imac kaufen aber leider hat das ja kein Update bekommen.
Da ich auch Video- und Bildbearbeitung mache und Programmiere, ist die Auflösung ein sehr großer Vorteil
Und bis August wird es sicherlich noch ein gang kleines bisschen Günstiger, hinzu kommt noch der Edu-Rabatt und schon ist man wieder bei 1950 Euro.

Gruß Phil

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uschi

@Philoepp: Du weisst schon wie viel Platz ein Ethernet Port braucht? Bei der Gehäusehöhe ist das nicht mehr drin. Außerdem glaube mir, potenzielle Käufer dieses Books brauchen keinen Ethernet Anschluss, da sie entweder mobil (Wlan) im Netz sind oder es an ihrem Arbeitsplatz an ein Thunderbolt Display andocken, welches den Ethernet Anschluss hat. Und für Reisen (z. B. Hotels ohne Wlan) gibts dann den entsprechenden Adapter für 30 Öcken. Nur weil du es dir nicht leisten kannst, ist Thunderbolt längst nicht schlecht.