Auslaufmodell Netbook

Kleine und vor allem mobile Rechner waren Ende 2007 sehr gefragt, als Asus das erste Netbook auf den Markt brachte. Innerhalb von 2 Jahren stieg das Wachstum so an, dass Netbooks knapp zehn Prozent des Gesamt-PC Marktes ausmachten. Sie waren günstig, klein und hatten auf Grund der Atom Prozessoren eine recht lange Akkulaufzeit.

Nachdem sich Samsung und Dell bereits 2011 aus dem Netbook Markt zurückgezogen hatten, kündigten nun auch Acer, ASUS und MSI ihren Rückzug an. Es gibt einige Gründe, die gegen Netbooks sprechen. Zum einem ist es der Preis. Es gibt immer bessere Notebooks mit deutlich mehr Rechenleistung, die nicht wirklich viel größer sind als Netbooks und gleich viel oder weniger kosten. So zum Beispiel Notebooks Thinkpad X-Serie von Lenovo. Das Thinkpad X121e gibt es beispielsweise schon ab 299 Euro bei uns. Es ist ein vollwertiges Notebook und das bei einer Größe von 11,6 Zoll.

Wem 11,6 Zoll zu klein sind, der bekommt auch schon vollwertige 15 Zoll große Notebooks für unter 300 Euro. Beispielsweise das HP 635 A1E52EA oder das Fujitsu LIFEBOOK AH530, dank Cashback, sogar effektiv aktuell für nur 239 Euro zu haben.

Tablets und Ultrabooks, also ebenfalls kleine und leichte Geräte, werden so zur Alternative. Mit Windows 8 wird sich dieser Trend fortsetzen, denn dann kommt der Touchscreen und der Kunde wünscht sich ein flüssig laufendes Betriebssystem, das er mit den Fingern per Touchscreen steuern kann. Aktuelle Android-Tablets gibt es ebenso für geringes Geld und die Alternativen auf Windows 8 Basis stehen in den Startlöchern.

Zusätzlich ist auch der Bedarf an teilweise winzigen Geräten nicht mehr so vorhanden. Das kleinste Netbook hatte eine Größe von 7-Zoll. Heutzutage hat ein Smartphone mindestens 4-Zoll und eine höhere Rechenleistung als einige Intel Atom Modelle. Unterwegs im Internet surfen wird per Smartphone oder Tablet erledigt, um dann doch etwas intensiver zu arbeiten greift der Nutzer zu Notebooks, Ultrabooks oder Tablet-Hybriden mit Tastatur.

Liebes Netbook, es war schön mit Dir, doch die Technik entwickelt sich stetig weiter und du wirst nicht mehr gebraucht.

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12 Kommentare auf "Auslaufmodell Netbook"

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Michael

In Zeiten von Tablet´s brauch man doch keine Netbook´s mehr. Da dann auf das lahme Windows zu warten und debuggen muss nicht wirklich sein. Wenn man wirklich ein kleines Notebook braucht, nimmt man einfach ein entsprechend performantes Subnotebook …

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Tobias
Ich selbst besitze seit 1,5 Jahren ein Eee PC 1015pn 10 Zoll in der 2GB Ram Version mit Windows 7 HP und einem Atom Dual Core. Damit bin ich eigentlich recht zufrieden, ab und zu ruckelt es mal bei hochauflösenden Flash Videos, aber dank der Nvidia Ion Grafik lässt sich darauf auch noch Half Life 2 spielen. Zum Einsatz kommt er überwiegend in der Uni. Ein Tablet kann meiner Meinung nach in den nächsten paar Jahren keinen vollwertigen Laptop/Netbook ersetzen. Dafür sind sie endweder zu restriktiv (Apple) oder es stimmt einfach nicht das Angebot an Apps. Programme, die in naturwissenschaftlichen… Read more »
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nicolas

Die Kombination von langer Akkulaufzeit, sehr niedrigem Preis, der Mobilität durch das geringe Gewicht und einer richtigen Tastatur mit einem Desktop Betriebssystem erfüllt kein anderes Gerät als das klassische Netbook. Ich besitze das gleiche Netbook wie Tobias und bin gerade wegen der Flexibilität die mir das Netbook bietet super zufrieden. Erst wenn Windows 8 Tablets mit Tastatur-Deckel in einer ähnlichen Preiskategorie landen, hat das Netbook wirklich keinen Sinn mehr!

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Alex

Habe auch ein netbook weil es einfach wenig gekostet und eine vernünftige akkulaufzeit hat. Das hier verlinkte Thinkpad ist natürlich eine Alternative aber ist mit 11,6 Zoll jetzt auch nicht weit von einem Netbook entfernt… falls meins mal nicht mehr funktioniert werde ich mir dann eben ein „Subnotebook“ holen, weils eh fast das gleiche ist 😀

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Steve

Ich hatte mir 2008 ein Netbook geholt, da gab es noch keine bezahlbaren Tablet Computer so weit mir mein Gedächtnis keinen Streich spielt. Benutzt hab ich es für Präsentationen und Projektmanagement, da man es sehr gut mit nehmen konnte.
Beamer anschließen und der Bildschirm ist kein Thema mehr. Es funktioniert sogar heute noch und ich benutz es ab und an zum surfen.

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Dario

Mein Netbook ist noch eines der „Ur-Netbooks“, das damals für ca 170 Euro angeboten wurde: der Asus EEE-PC 4G.
Das Ding hat einen Vorteil gegenüber allen Notebooks: Es passt flach auf den Boden eines Standard-Hotelsaves. Und das mit Tastatur und einem vollwertigen Linux-Betriebssystem. Das schafft kein Notebook, und auch kein Tablet.

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Jan

Also ich finde es schade das die nicht mehr so gut auf dem Markt zu finden sind. Aber es gibt ja auch alternativen und das ist auch gut so.

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Thalon

Inzwischen verstehe ich es, weil kleine und leichte Notebooks auch schon für günstiges Geld zu haben sind, wobei „unser“ Netbook doch fast ein halbes Kilo leichter ist als obiges (also ~30%) und noch weniger gekostet hat. Somit ist es für den Konsumenten noch etwas schade, aber der Bedarf dürfte auch nicht all zu hoch sein.
Ich kenne die Geräte in der Praxis eigentlich nur von Studenten.

Tablets werden dafür aber erst interessant wenn es Windows 8 Tablets unter 300€ inkl. Tastatur gibt.

Thalon

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Motorola RAZR i vorgestellt

[…] for updates on this topic.Powered by WP Greet Box WordPress PluginLetztens haben wir euch davon berichtet, wie immer mehr Hersteller von den Netbooks ablassen. Netbooks wurden mit einem Intel Atom […]

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goettin

Ich werd meinem netbook immer treuen bleiben. bei meinen anforderungen für uni und studium kann ein tablet nicht mithalten. besitze zwar auch ein tablet, aber bin bisher nicht begeistert. wie ein grosses unhandliches smartphone womit telefonieren nicht geht.

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Bernd
Ich habe mir zu diesem Thema auch seit einiger Zeit Gedanken gemacht, komme jedoch zu einer anderen Einschätzung. Der Begriff „Netbook“ stellt ja lediglich die durch Intel vorgegebenen Spezifikationen dar, welche erfüllt werden müssen, damit ein Modell den Namen „Netbook“ tragen darf (wird bei den Ultrabooks übrigens meistens gelockert, da die Auflagen noch kaum zu erfüllen sind). Genau dort liegt aber auch das Problem dieser Geräteklasse. Die Margen sind zu gering unter den gegebenen Restriktionen und dadurch verabschieden sich immer mehr Hersteller von diesem Konzept. Dies ändert aus meiner Sicht jedoch nichts an der Attraktivität des kleinen Formfaktors und der… Read more »
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Heike Friedrich

Hallo und liebe grüße aus Sachsen. Habe mir den Beitrag durchgelesen und finde ihn ganz gut.
Finde man kann auch heutzutage ein Netbook gut gebrauchen. Sie sind klein und leicht und man kann alles damit machen unterwegs. Natürlich ist ein Tablet auch sehr praktisch und das ganz ohne Tastatur, alles über Touch.
Am ende findet jeder das was er braucht, egal ob Netbook oder Tablet.

Gruß

Heike

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