Fazit zum gestrigen Apple-Event

So, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, will ich noch kurz meine Gedanken zum gestrigen Event zusammenfassen: Apple hat neben dem neuen Mac Pro neue iPads und Macbooks vorgestellt. Das Design des Mac Pro hatten wir ja bereits im Sommer beim WWDC gesehen und deshalb gab es keine großen Überraschungen. Es sieht jedenfalls sehr ungewöhnlich für einen PC aus. Böse Zungen behaupten, Apple hätte das Design von einem japanischem Büro-Mülleimer geklaut :)

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Wie dem auch sei, das Mac Pro dürfte sowieso nur für Profis interessant sein, die extrem viel Leistung brauchen. Ob man im Büro unter dem Tisch so eine ungewöhlich aussehende Kiste braucht, will ich auch mal dahin gestellt lassen. Ein normales PC-Design hätte es auch getan. Bei den Macbook Pros hat sich nicht viel geändert. Sie sind paar Millimeter dünner geworden, haben ein Prozessor-Update bekommen. Das beste ist aber immer noch, dass Apple die Preise bei diesen Modellen um jeweils 200 Euro gesenkt hat. So gibt es das 13″ Macbook Pro Retina ab 1299 Euro, die Version mit 15″ ab 1999 Euro. Die Macbook Pros ohne Retina scheint Apple auslaufen lassen zu wollen. Jedenfalls gab es in dieser Richtung gestern keine neuen Produkte. Finde ich auch ganz gut so, die dicken und schweren Geräte braucht man eigentlich nicht mehr. Die 13″ Retina Version wiegt ca. 500g weniger. Hört sich nicht viel an, ist aber deutlich spürbar, wenn man beide Geräte in der Hand bzw. in der Notebook-Tasche hält. Das neue 13″ Macbook Pro Retina ist übrigens jetzt nur noch 1 mm dicker, als das Macbook Air an der dicksten Stelle. Wenn das so weitergeht, löst es in wenigen Jahren vermutlich auch das Macbook Air ab.

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Mit den iPads konnte Apple mich nicht überraschen. Das Design stand wegen zahlreicher Leaks eigentlich schon fest. Nur mit neuen Namen “iPad Air” hat man doch etwas überrascht. Warum das nötig war, ist mir nicht so ganz klar. Ich hätte es einfach belassen, wie es war. Ich bin auch etwas enttäuscht darüber, dass das iPad Air keinen Fingerabdrucksensor hat. Es gibt einige Gerüchte, dass Apple darauf verzichtet hat, damit mehr Sensoren für das iPhone 5s zur Verfügung stehen. Positiv überrascht bin ich allerdings vom iPad mini mit Retina Display. Persönlich hatte ich nicht damit gerechnet. Das Retina-Display macht einen größeren Akku nötig, weshalb das iPad mini Retina auch jetzt 0,3mm dicker und ca. 30g schwerer ist. Das iPad mini mit Retina kostet 60 Euro mehr als sein Vorgänger zur Markteinführung vor einem Jahr. Der Preisanstieg ist aber aus meiner Sicht gerechtfertigt, denn das iPad mini bietet im Prinzip genau das, was das große iPad Air auch bietet. Nur halt im 7,9 Zoll-Format.

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Die größte Überraschung gelang Apple meiner Meinung nach mit der Ankündigung, dass die neue Mac OS X 10.9 Version kostenlos zur Verfügung steht und selbst auf Macs aus dem Jahr 2007 lauffähig sein soll. Das Update ist seit gestern Abend im Mac App Store verfügbar ist. Aber nicht nur Mavericks gibt es kostenlos, sondern stellt Apple auch die ganzen Produktivätsapps aus dem eigenen Hause ab sofort kostenlos zur Verfügung. Allerdings nur, wenn man sich ein neues iOS-Device oder einen neuen Mac kauft, um nicht die ganzen Kunden zu verärgern, die noch Geld auf den Tisch für diese Apps gelegt haben. Die Frage ist, welche Strategie Apple damit verfolgt? Sie können es sich im Gegensatz zu Microsoft leisten die Software kostenlos anzubieten, da Apple eh hauptsächlich an dem Verkauf der Hardware verdient. Am plausibelsten erscheint mir da noch, dass Apple damit sein Ökosystem an sich stärken will. Ich glaube, das ist ihnen mit diesem Strategiewechsel auch gelungen.

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P.S. Wer die gesamte Keynote in knapp fünf Minuten zusammengefasst sehen will: Hier lang.

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Über Cihan Boz

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3 Antworten auf Fazit zum gestrigen Apple-Event

  1. avatar Daniel sagt:

    Hey,

    ich finde es richtig Klasse, dass die neue Mac OS X 10.9 Version für alle kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Da man als Jugendlicher meistens nicht so viel Kleingeld hat und die Apple Produkte ja auch nicht grad preiswert sind, ist das mal ein “netter” Zug von Apple! :)
    VG

  2. avatar fth sagt:

    Über Design kann man immer Streiten, wenn man sich aber auf der apple-Website die technischen Daten des MacPros ansieht, dann ist das Ding nur 25 cm hoch und hat einen Durchmesser von 16,7 cm. Das ist für meinen Geschmack weder ein Mistkübel, auch wenn die Form vl. danach aussieht, noch würde ich das kleine Ding unter den Schreibtisch stellen … Abgesehen davon, dass er mit all seinen Anschlüssen wohl auch dafür konzipiert scheint am Schreibtisch zu stehen … und dafür sieht er doch recht interessant aus … finde ich.

    Dass das OS x ab jetzt dann kostenlos ist, freut mich auch, obwohl man auch hier den Hintergedanken eindeutig erkennen kann.

  3. avatar Cihan Boz sagt:

    Ja, da hast du recht, darüber kann sich wirklich streiten. Ich würde es definitiv nicht auf den Tisch stellen :D Welchen Hintergedanken erkennst du denn? Den gleichen wie ich? :)

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