Gastbeitrag: Acer Aspire S7 Ultrabook Testbericht

Im Rahmen unserer Acer Aspire S7 Verlosung warteten drei Ultrabooks auf einen neuen Besitzer, dieser uns im Gegenzug ein Testbeitrag schicken muss. Der erste Test ist da: Christian Witte

Testbericht Acer Aspire S7-191-73514G25ass 11,6

Dank notebooksbilliger.de konnten wir ein brandaktuelles Premium-Ultrabook einem Test unterziehen, das Acer Aspire S7 in der 11,6 Zoll-Variante musste sich dabei auf Herz und Nieren untersuchen lassen.

Acer stellt seit vielen Jahren Notebooks her, privat hatte ich vor einigen Jahren bereits ein Multimedia-Notebook mit BluRay-Laufwerk und ordentlich Power unter der Haube. So kraftvoll dieses war, so schnell war auch dessen Akku leer und so schwer war es auch. Ebenso war die Verarbeitung nicht zu vergleichen mit den teuren Apple MacBooks etwa.

Die Ultrabooks sind nun aber praktisch die perfekte Mischung zwischen Tablet, Netbook und Notebook. Sie sind leicht, leistungsstark genug für die meisten Aufgaben, sollen idealerweise noch über eine lange Akkulaufzeit und hohe Konstruktionsqualität verfügen. Klar ist auch, dass Ultrabooks in der Regel nicht gerade günstig sind. Vom Design her erinnern inzwischen viele Ultrabooks an die leichten und hochwertigen MacBooks von Apple. Nicht ohne Grund werden wir daher das Acer Aspire S7 hin und wieder mit dem aktuellen Einsteiger-Modell von Apple, dem MacBook Air in der 13“-Variante vergleichen. Preislich liegt das Apple-Modell gar unter dem Acer Aspire S7, welches für knapp 1500€ den Besitzer wechselt. Ein stolzer Preis für ein 11,6“ Ultrabook, ob dieser auch gerechtfertigt ist, klären wir in unserem folgenden Bericht.

Verpackung, Design und Lieferumfang

Was uns direkt positiv aufgefallen ist, ist die Verpackung des Aspire S7, für einige mag das natürlich belanglos sein, aber der erste Eindruck ist dennoch wichtig für einige von uns. In schlichtem weiß und Silber kommt der Karton des Ultrabooks daher. Diverse schwarze Fächer verstecken die recht reichhaltigen Inhalte des Kartons. Das Netzteil von Lite-On mit 65W kommt in weiß daher und fällt angenehm schmal und klein aus, wie üblich ist ein separates Kabel für den Anschluss an das Netzteil und die Steckdose natürlich mit dabei. Das Ultrabook selbst ist sicher in der Verpackung verwahrt und wird von einfachem Plastik, wie man es von Apple Produkten und Smartphones und Tablets gewohnt ist, noch zusätzlich geschützt. Ein paar kleine Beipackzettel sind ebenso dabei und helfen euch bei den ersten Schritten, die vollständige Anleitung liegt digital auf dem Ultrabook vor.

Lobenswert fällt in jedem Fall das mitgelieferte Zubehör aus, so gibt es diverse Adapter für die Anschlüsse des Ultrabooks, eine kabellose kleine Maus samt Batterie und eine schicke silberne Tasche. Diese muss man bei anderen Herstellern meist für 20-50€ erst zusätzlich erwerben. Damit nicht genug, findet man auch noch einen externen Zusatzakku im Karton, dieser lässt sich mit wenigen Schritten an der Rückseite des Ultrabooks anbringen und sorgt so für eine verlängerte Batterielaufzeit. Der Akku kommt übrigens ebenfalls in weiß daher. Das Ultrabook selbst ist aus hochwertigem Aluminium, dies gilt zumindest für die obere Seite und somit das Display und auch die Tastatur, die Unterseite selbst ist allerdings in weißem Plastik gehalten. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn man entweder komplett auf weiß gesetzt hätte, wie etwa beim größeren 13“-Modell oder aber komplett ein Unibody-Design aus Aluminium angewendet hätte. Diese Trennung der Materialien fällt zwar nicht auf den ersten Blick auf, ist aber am Ende dennoch unschön und kostet dem ansonsten sehr gut verarbeiteten Gerät einige Schönheitspunkte.

Anschlüsse, Display und Tastatur

Das Acer Aspire S7 kommt mit 2 USB 3.0 Anschlüssen daher, die natürlich auch Abwärtskompatibel sind. Der Taster zum An- und Ausschalten befindet sich an der linken Seite des Ultrabooks, was nicht immer ideal ist, da man hier beim Transport auch hin und wieder mal aus Versehen diesen Knopf erwischt. Grundsätzlich geht das Aspire S7 aber automatisch an, sobald man das Display aufklappt. Der 3. Anschluss der linken Seite ist schlussendlich noch für das Netzteil. Die rechte Seite beherbergt den 2. USB 3.0 Anschluss, einen Micro SD-Slot und einen Multifunktionsanschluss, z.B. für eure Kopfhörer. Auf der Rückseite ist neben den Ein- und Auslässen für die Lüftung auch der Micro-HDMI-Anschluss anzutreffen. Die weiße Unterseite beherbergt dann noch ein paar zusätzliche Lüftungsgitter, sowie die beiden Lautsprecher.

Ein echter Blickfang ist das Ultrabook von Acer in jedem Fall, nachdem ihr es zum ersten mal aufklappt und ihr in kürzester Zeit das Display in all seiner Pracht bestaunen könnt. Das Hochglanz IPS-Display hinterlässt einen wirklich tadellosen und farblich brillanten Eindruck. Das verbaute Display kann man hier wirklich kaum genug loben und es zählt definitiv zu dem Besten was man in einem Notebook oder Ultrabook antreffen kann. Dabei ist es egal ob ihr frontal oder auch stark seitlich versetzt auf das Display schaut, die Schärfe und Farben bleiben praktisch vollständig erhalten. Was eine wirkliche Seltenheit ist, hier kommt auch das Display das MacBook Air und die Display diverserer Konkurrenten nicht mit.

Ebenfalls lobenswert, wie man es vom MacBook her kennt, die hintergrundbeleuchtete Tastatur, je nach Umgebungslicht passt sich die Helligkeit an und ihr könnt stets problemlos Eingaben über die Tastatur vornehmen. Auch das Touchpad hinterlässt einen guten Eindruck, entgegen vielen anderen Modellen kommt das Touchpad im Aspire S7 in einer rechteckigen Form statt einer quadratischen daher. Somit steht euch etwas mehr Platz zur Verfügung. Der Bereich zur Handballenauflege fällt noch gerade so ausreichend groß aus, die Tastatur sitzt leider relativ niedrig und der Bereich oberhalb bleibt frei, wahrscheinlich aufgrund der verbauten Kühler. Während nämlich der untere Bereich des Ultrabooks kühl bleibt, wird der obere Bereich durchaus sehr warm. Eher unschönes haben wir zur Tastatur zu sagen, es lässt sich zwar ordentlich darauf tippen, die teils sehr eng verbauten Tasten sorgten aber hin und wieder dafür, dass wir die falsche Taste oder zwei Tasten fälschlicherweise erwischt hatten.  Auch sind die Tasten zum Teil dreifach belegt, dies gilt für die erste Tastenreihe mit Q, W, E, R, etc. Dies sorgt natürlich auch für eine höhere Fehleranfälligkeit bei der Eingabe.

Das Display haben wir bereits gelobt, doch eine weitere Besonderheit erwartet euch, denn das IPS-Panel hat mehrere Positionen an denen das Scharnier praktisch ein wenig einrastet. Somit bleibt das Display sehr stabil auf seiner Position sitzen. Dies ist daher wichtig, da das Display auch Touchfähig ist, was für das vorinstallierte Windows 8 in der 64 Bit-Variante natürlich absolut grandios ist und die Bedienung enorm erleichtert. Sämtliche Touchgesten gehen reibungslos von der Hand und ihr müsst euch keine Sorgen darüber machen, eventuell zu fest auf das Display zu drücken. Die Touch-Bedienung von Windows 8 funktioniert einwandfrei und stellt ein enormes Plus in der Bedienbarkeit dar. Übrigens lässt sich das Display auf Wunsch sogar bis zu 180 Grad öffnen.

Die Power im Innenleben

Das Herz des Acer Aspire S7 Ultrabooks ist ein Intel Core i7 der 3. Generation mit 2x 1.9 GHz und Turboboost von bis zu 3.0 GHz. Verbaut ist außerdem ein RAM-Modul (DDR 3) mit 4 GB, eine Erweiterung ist übrigens nicht ohne weiteres möglich, dafür muss das vorhandene Modul ausgetauscht werden. Überhaupt lässt sich das Gehäuse nicht ohne weiteres öffnen, die geschlossene Architektur erinnert hier stark an die neuesten MacBook-Modelle. Das 29cm große Display ist voll Touchfähig und kommt mit einer Full HD-Auflösung von 1920×1080 Pixeln daher. Der Grafikchip ist ein Intel HD 4000. Dieser reicht für einfache Spiele aus, anspruchsvolle Games mit höheren Detailstufen könnt ihr so aber nicht erleben. Das Ultrabook richtet sich daher klar an Anwender im Alltag die Mobil sein müssen und nicht an stationäre Gamer, was natürlich auch nahe liegt.

Eine Webcam mit 1.3 Megapixel und ein Mikro sind natürlich ebenfalls Teil der Ausstattung, genauso wie Bluetooth 4.0. Als Betriebssystem ist Windows 8 in der 64-Bit-Version vorinstalliert. Die 11,6“-Variante kommt übrigens auf gerade einmal knapp über 1kg an Gewicht und ist somit ein echtes Federgewicht.SSD-Power und LüftersystemFür das nötige Tempo sorgt auch die verbaute SSD mit einer Kapazität von 256 GB. Somit ist das Ultrabook in kürzester Zeit einsatzbereit, arbeitet stets flüsterleise und blitzschnell. Flüsterleise müssen wir an dieser Stelle allerdings bereits einschränken. Das Lüftersystem wird zwar von Acer groß beworben, allerdings wird das Ultrabook nach ca. 20-30 Min in einem Raum mit rund 20 Grad aber bereits durchaus recht warm und die Lüfter drehen merklich auf. Dies passiert auch im normalen Arbeitsalltag, sprich wenn ihr einfach nur in Windows 8 unterwegs seid, im Internet surft oder andere kleinere Tasks erledigt. Die Geräusche sind zwar nicht sehr störend, die Lüfter sind aber dennoch deutlich wahrnehmbar von euch und auch möglichen anderen Leuten im Raum. Wer also beim Aspire S7 auf ein flüsterleises Ultrabook gehofft hat, wird sicher enttäuscht sein. Im Vergleich bleibt etwa das MacBook Air in der 13“ Variante auch nach Stunden noch absolut unhörbar leise, so lange ihr dort nicht etwa leistungshungrige Programme oder Spiele startet natürlich. Alles in allem waren wir von der Geräusch- und Wärmeentwicklung aber durchaus enttäuscht, besonders nachdem Acer diese mit großen Worten beworben hatte.Ein optisches Laufwerk ist übrigens nicht verbaut, für alle die daran eventuell noch interessiert sind.

Die guten und weniger guten Zeiten des Akku

Der Akku kommt mit knapp 4000 mAh daher und hält einige Stunden lang durch, wer allerdings hofft das das Ultrabook 7 Stunden oder gar 10+ durchhält, der sollte davon zumindest teilweise Abstand nehmen. Durch den zusätzlichen Akku könnt ihr zwar auf etwa 7 Stunden oder etwas mehr kommen, aber somit müsstet ihr bereits einen zusätzlichen Akku mit euch herumtragen und diesen auch noch stets geladen bereit halten. Wünschenswert wäre hier also in jedem Fall ein leistungsstärkerer und bereits fest verbauter Akku im Ultrabook gewesen.

Bedienung dank Touch-Display ein Traum

Die Bedienung im Alltag von Windows 8 in der neuen Oberfläche ist dank des Touch-Display wirklich traumhaft. Das Display reagiert präzise auf Eingaben mit dem Finger, auch Wischgesten sind kein Problem. Wer Programme schließen will wischt etwa von oben langsam nach unten und beendet somit das offene Programm. Mit einer Geste von links nach rechts wechselt man zwischen offenen Programmen und noch viele weitere einfache Gesten runden die gelungene Bedienung ab. Die klassische Desktop-Oberfläche hingegen lässt sich mit dem Touchscreen eher schlecht als recht bedienen, da die Oberfläche und Icons sehr klein auf dem 11,6“ Display und der Full HD-Auflösung daher kommen. Die Kombination aus Windows 8, Tastatur und Touchscreen ist aber in jedem Fall eine sehr gelungene Wahl gewesen.

Fazit:

Acer hat mit dem brandneuen Aspire S7 Ultrabook vieles richtig gemacht. Da wären das grandiose Display, das größtenteils gelungene Design, das federleichte Gewicht, die Touchfunktionalität des IPS-Panels, die beleuchtete Tastatur, die blitzschnelle SSD und einiges mehr. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die das ansonsten sehr runde Paket ein wenig trüben. Zum einen besteht nur die Oberseite aus Aluminium, die Unterseite ist aus weißem Plastik. Die Lüftung ist durchaus hörbar und das schon bei alltäglichen Aufgaben, der Akku macht bereits nach rund 3-4 Stunden schlapp, da hilft der zusätzliche enthaltene externe Akku, der die Laufzeit praktisch verdoppelt auch nur eingeschränkt weiter. Auch die Tastatur ist nicht ideal, was aber kein gewaltiger Minuspunkt für die Meisten sein dürfte.

Klar ist, dass Acer ein hochwertiges Ultrabook mit einer Menge Leistung und vielen sehr guten Eigenschaften abgeliefert hat. Mit knapp 1500€ hat das Acer Aspire S7 mit dem Intel i7 Prozessor aber auch seinen Preis, vor allem wenn man bedenkt, dass man auch hochwertige Geräte aus dem Hause Apple für weniger bekommen kann. Wäre das Ultrabook im Preisbereich von 1200€ angesiedelt wäre es noch einmal eine Stufe interessanter, bei 1500€ würden wir uns zumindest wünschen, das die Akkulaufzeit deutlich länger ausfällt.

Autor: Christian Witte

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Über Oliver Sührig

Ich bin Social-Media-Manager bei notebooksbilliger.de und privat ein großer Technik-Freak. Egal ob Heimkino, Foto, Computer oder Hausautomatisation: Neue Technik muss Spaß machen. Nebenbei findet ihr mich in Berlin, im Web und bei Sonnenschein auch gerne am Meer.
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3 Antworten auf Gastbeitrag: Acer Aspire S7 Ultrabook Testbericht

  1. avatar flohtux sagt:

    Ein sehr gelungener Testbericht – sehr gut beschrieben, wie das Gerät so ist.
    Für mich wäre das Ultrabook wohl nichts, so richtig kann ich mir nicht vorstellen, den Touchscreen wirklich zu benutzen und zudem brauche ich nen guten Akku, dass ich mich nicht ständig über nen leeren Akku ärgere.

  2. Da kann man ja richtig neidisch werden.

  3. Pingback: Acer Aspire S7 Pro: Ultrabook für den Business-Einsatz vorgestellt » notebooksbilliger.de Blog

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