NBB II Würfel – der Test

Vor nicht langer Zeit haben wir euch unsere NBB-Würfel vorgestellt. Für den NBB II Würfel gibt es bereits den ersten Test, den unser Tester Hannes (bei uns im Bereich Quality & Community Management tätig) zum Besten gegeben hat. Viel Spaß beim Lesen!

Unsere neuen NBB II Würfel Mini-PCs hatten wir euch ja vor kurzem schon hier vorgestellt. Da von euch und auch von mir selbst Zweifel bezüglich der Kühlung und der Lautstärke aufkamen, haben wir uns natürlich mal einen PC ins Büro geholt und für euch auf Herz und Nieren getestet – und mal ehrlich, wer will nicht gern während der Arbeitszeit BF3 zocken? ;)

Wir haben natürlich direkt den stärksten Boliden getestet, um die Kühlung, Lautstärke etc. in dem kleinen Case einschätzen zu können.

Vorab mal ein kleiner Größenvergleich:

Fangen wir mal mit dem Gehäuse und der Verarbeitung an:

Das Gehäuse ist recht schlicht aber dennoch schön, insbesondere durch die gebürstete Alu-Front. Die Verarbeitung ist durchgehend sehr gut. Einziger minimaler Kritikpunkt ist die Rückseite, die bei leichtem Druck ein Stück weit nachgibt, da das Material dort sehr dünn ist. Aber das lässt sich verschmerzen.

Bis auf den Power-Knopf und 2x USB verstecken sich alle Anschlüsse auf der Rückseite. Auch der Reset-Knopf ist dort zu finden, damit er die Optik nicht stört. Hinten findet man zudem einen Schalter, der erstmal allgemeine Ratlosigkeit ausgelöst hat. Die Lösung ist denkbar einfach – damit lässt sich der verbaute 200mm Gehäuselüfter zwischen 800 und 1800rpm umschalten.

Alle Lüfter, also der 200mm oben und der Netzteillüfter unten sind mit Staubfiltern versehen, somit sollte der PC nicht allzu schnell verstauben. Nur die Grafikkarte selbst wird zum Staubfänger, da hier kein Filter montiert ist.

Das Netzteil ist übrigens vorne, direkt hinter der Frontabdeckung platziert. Alle Kabel wie das Netzkabel werden im Gehäuseinnern von der Rückseite zum Netzteil durchgeführt.

Was mir ebenfalls gut gefällt und für eine ordentliche Lüftung der Grafikkarte sorgt: Die Lüfter der Karte sitzen direkt am Linken Lochgitter des Gehäuses. Damit kann sich die Karte problemlos Frischluft von außen ziehen. Einziger Nachteil: dadurch gibt es keinen richtigen Airflow und die warme Luft sammelt sich um die Karte herum. Durch die offene Bauweise des Gehäuses aber weniger schlimm. Man muss nur darauf achten, dass an der linken Gehäuseseite genug Freiraum ist, damit die Karte Luft ziehen kann. Das sollte bei der Wahl des Standorts unbedingt beachtet werden.

Die Kabel im Innern sind gut geordnet und fixiert, sodass sich keines in die Lüfter verirren kann o.ä. Es sind auch keine Spuren vom Einbau zu sehen – weder Kratzer, noch Fingerabdrücke oder sonst etwas. Bei genauerer Betrachtung des Gehäuses sieht man auch warum: Der obere Gehäuselüfter, Festplatten- und Laufwerkstray lassen sich demontieren, sodass man auch in dem kleinen Gehäuse problemlos Um- und Einbauten vornehmen kann.

Die restlichen Komponenten wie CPU und North-/Southbridge werden von dem oben schon erwähnten 200mm Gehäuselüfter mit ausreichend Frischluft versorgt – dazu aber bei den Benchmarks mehr.

Benchmarks/Spieleleistung:

Wie eingangs erwähnt konnte ich meine Arbeitszeit mit Battlefield 3-Spielen etwas versüßen.

Natürlich sah ich mich dazu gezwungen, erstmal sämtliche Settings auf Ultra zu schrauben und die Auflösung auf 1920 x 1080 zu setzen. Wenn schon, denn schon. Ich dachte mir zuerst “das läuft eh nicht flüssig auf Ultra”. Falsch gedacht: Im Kampagnenmodus bin ich auf durchschnittlich 50 FPS gekommen, zeitweise lagen die FPS sogar bei über 70. Nun gut, Stadtmap, geringe Sichtweite, meist hat man eh ne Wand vor Augen.

Also direkt mal den Multiplayer auf Wake Island mit 64 Spielern getestet. Erstes Fazit: ich bin verdammt schlecht :D. Aber der Würfel hat mich nicht im Stich gelassen. Durchgehend 40-50FPS. Also immer im grünen Bereich und absolut flüssig. Da war ich echt platt.

Zur Erinnerung: Die Settings waren immer noch auf Ultra bei Full-HD Auflösung.
Für Spiele also absolut brauchbar, mir würde pauschal erstmal kein Spiel einfallen, das ähnliche Anforderungen wie BF3 stellt. Also sollte damit so ziemlich jeder Titel flüssig laufen.

Ich habe natürlich auch an die Freunde der synthetischen Benchmarks gedacht. Aus Zeitmangel war aber nur 3D Mark als Test drin, das Komplettergebnis seht ihr hier:

Und für diejenigen, dies es interessiert noch der Windows 7 Leistungsindex:

Lautstärke und Wärmeentwicklung:

Die wohl wichtigste Frage für die meisten interessierten: ist der PC auch Wohnzimmertauglich als Multimediarechner?

Fangen wir mit dem Idle-Betrieb an. Solang auf der Grafikkarte keine Last liegt ist der PC erstaunlich leise wenn, man die Komponenten bedenkt.

Aus ca. 50 cm Entfernung ist er hörbar, aber nicht störend. Es ist ein sonores, niederfrequentes rauschen der Lüfter und Festplatte. Also keine hochfrequenten Töne, auf die ja viele (mich eingeschlossen) recht empfindlich sind.

Angenommen der PC steht auf 2m Entfernung im HiFi Rack, dürfte er nicht mehr wahrnehmbar sein – zumindest habe ich ihn auf diese Entfernung nur bei absolut ruhiger Umgebung nur noch sehr leise wahrgenommen. Die Temperaturen sind ebenso in einem super Bereich:

GPU: 37°C
CPU: 31°C
MB  : 25°C

Jetzt aber mal Butter bei die Fische und Prime zusammen mit Furmark angeworfen – also 100% Last auf CPU, GPU und RAM. Man merkt sofort, dass sich der Geräuschpegel deutlich erhöht, was hauptsächlich auf die Grafikkarte zurück zu führen ist. Wir haben hier leider kein echtes Messgerät, daher musste eine Android App herhalten. Die Ergebnisse der Lautstärkemessung sind also eher ein Anhaltspunkt.

Direkt am Gehäuse gemessen schwankt der Pegel bei knapp 65-70db, was schon recht laut ist. Auf 50cm Entfernung (mein Sitzabstand beim Test) waren es immer noch deutlich hörbare 50-55db.

Die Temperaturen sind natürlich auch entsprechend hoch geschossen.
Ergebnis nach ca. 40min Burn-In Test:

GPU: 80°C

CPU: 90°C
MB: ~50°C

Für die Hardware also noch im unbedenklichen Bereich, wobei die CPU schon an der Obergrenze knabbert, bevor die Bremse greift und runtergetaktet wird. Aber: da war ja noch dieser ominöse Schalter an der Rückseite. Also den 200mm Lüfter mal von 800 auf 1800rpm geschaltet und siehe da: nach nur 5 Minuten sahen die Temperaturen so aus:

GPU: 80°C

CPU: 70°C
MB: ~40°C

Die Festplatte blieb während allen Tests auf ca. 30-40°C – absolut unbedenklich.

Das waren jetzt natürlich extreme Anforderungen, die im normalen Betrieb kaum jemand erreichen wird.

Bei Battlefield 3 sahen die Temperaturen daher schon wieder anders aus: Nach knapp 30min Spielen lag die Grafikkarte bei 70°C, die CPU bei 50°C und der Mainboardsensor spuckt einen super Wert von 30°C aus – der 200mm Lüfter lief dabei immer auf 800rpm.

Mein Fazit:

Absolut geniale Kiste! Am/im Gehäuse klappert und wackelt nichts, alle Komponenten sind sauber verarbeitet und die Leistung kann sich für die Größe definitiv sehen lassen.
Wünschen würde ich mir für die Leistung noch eine SSD zur Unterstützung – mal gucken was sich da noch machen lässt. So ist momentan der einzige Flaschenhals die HDD.
Wenn jetzt noch das nötige Kleingeld da wäre, würde bald so ein kleiner Kampfzwerg unter bzw. auf meinem Schreibtisch stehen.

Für Multimedia-Fans, die nach einem PC für den gemütlichen Filmeabend und ein gelegentliches Spielchen suchen würde ich aber eher die kleinste Version mit Core i3 empfehlen. Die wird sicher noch etwas leiser ausfallen und ist damit noch Wohnzimmertauglicher.

Wer aber bei Filmen sowieso die 5.1 Anlage voll aufdreht und oft auch anspruchsvolle Games damit zocken will, kann bedenkenlos auch zum größten Kandidaten greifen. Das Verhältnis Leistung zu Lautstärke ist hier wirklich gut ausgefallen.

Eine Übersicht über unsere Würfel bekommt ihr hier

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9 Antworten auf NBB II Würfel – der Test

  1. avatar Patrick sagt:

    Tsts. Keine SSD verbaut? Dann sähe der Leistungsindex noch a wenig anständiger aus ;)

    netter Test zum netten Gehäuse. Wär nur nett zu wissen, ob es die auch solo, ohne Hardware zu kaufen gibt, denn wenn ich mir nen neuen PC zusammenstell, dann selbst – und nehm keinen Komplettrechner ;)

  2. avatar Nils sagt:

    Was mir bei dem Test eigentlich noch fehlt ist ein bisschen, was verbraucht der an Strom? Immerhin wird ja in immer mehr Bereichen heutzutage auf die Energieeffizienz geachtet.

  3. avatar sc4ry sagt:

    Stromverbrauch würde mich auch noch interessieren.

    Zudem frage ich mich noch, welche Version hat der HDMI-Anschluss? Zufällig schon 1.4?

  4. avatar Skyrim sagt:

    Hört sich soweit schonmal super an Nachteil denke ich ist viel Plastik verarbeitet und daher etwas billig denke ich. Ich bin bisher noch eher der Fan vom Shuttle SZ68R5 oder dem SX58H7 Pro mit ner SSD , 16 GB DDR3 / oder 8 GB DDR3 und ner GTX560 läuft hammer Stabil und sieht vom Desing her schöner aus und es können normal Große Laufwerke verarbeitet werden.

  5. Hört sich ja nicht verkehrt an, aber Test mit einer SSD und vor allem mit einer passiven Grafikkarte währe interessant.

  6. avatar Hannes sagt:

    Hi zusammen,

    den Stromverbrauch konte ich leider nicht messen mangels Messgerät.
    Aber übern Daumen gepeilt komm ich auf ca. 400W durch die Komponenten bei Volllast. Rechnet man dann noch die knapp 80% Effizienz des Netzteils mit ein kommt man auf ~ 500W die er unter voller Last ausm Netz zerrt. Ist schon ne Menge. Aber das sind auch die absoluten maximalwerte wenn alles auf 100% läuft. Im Normalbetrieb ists deutlich weniger.

    @Skyrim: bis auf die Lüfterabdeckungen und die Staubfilter ist fast kein Plastik am/im Gehäuse. Das große Stück Plastik oben ist nur der 200mm Lüfter. Und Lüfter sind ja an sich immer aus Kunststoff. Die Front ist aus massivem 10mm Alu, das restliche Gehäuse ebenfalls aus Alu. Hat schon nen Grund warum das Gehäuse allein bei knappen 180€ liegt ;)

    Für die interessierten, das Gehäuse ist das SilverStone Sugo SG08B USB 3.0 – findet ihr natürlich auch bei uns im Shop ;)

    Der HDMI Port unterstützt auch HDMI 1.4a.
    An anderen Konfigurationen wird schon gearbeitet. Ist natürlich immer sone Sache, da allein das Gehäuse schon recht teuer ist. Und wer stellt sich schon nen reinen Office PC hin, bei dem das Gehäuse mehr kostet, als ein normaler kompletter Office PC? :) Aber mal gucken was noch so an Configs kommt!

  7. avatar Harry sagt:

    Moin,

    @Hannnes:geiler Test ,und sag mal welches Netzteil genau (scheint ja auf jedenfall ein Markennetzteil zu sein) wird da eigentlich verbaut? Und habt ihr in den anderen Würfeln den gleichen Hersteller was die Netzteile angeht oder wechselt das?

    LG

  8. avatar Hannes sagt:

    Moin Harry,

    da musste ich selbst auch grad nochmal nachgucken ;)
    Es ist das Silverstone SST-ST60F-SG 600 verbaut, soweit ich weiß in allen Modellen.
    Also auf jeden Fall in Ordnung, auch wenns natürlich bessere gäbe..

  9. avatar Robert sagt:

    Hallo Hannes,

    kann man bei dem Würfel das DVD-Laufwerk ausbauen und dafür eine weitere Festplatte einsetzen?

    Gruß

    Robert

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