Notebook-Flunder 900X3A von Samsung

Heute trudelte das Samsung 900X3A bei mir ein. Das 900X3A hatte ich bereits schon auf der CES in Las Vegas in der Hand und damals war ich auf den ersten Blick ganz angetan.

Damals habe ich es als MacBook Air-Konkurrenten gesehen, nun liegen beide Geräte im direkten Vergleich auf meinem Schreibtisch. Natürlich zählt nicht nur die Verarbeitung und die Ausstattung, auch das Feeling, das bei der Nutzung solcher Geräte aufkommt.

Obwohl ich ein MacBook Air habe, bin ich kein blind kaufender Apple Fanboy, es wird die Technik gekauft, die ich für meinem Job brauche und die mir am besten gefällt. Doch fangen wir mal mit der schnöden Ausstattung des Samsung 900X3A an.

Die Ausstattung:

Prozessor: Intel® CoreTM i5-2520UM (1,40 GHz  -TurboBoost bis 2,30 GHz)
Betriebssystem: Windows® 7 Professional (64 bit)
Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3
Display: 33,78 cm (13,3 Zoll) SuperBright© LED-Backlight(400 nit), 1366×768 matt
Festplatte: 128 GB Solid State Drive
Grafikprozessor: interne Grafik (Intel HD 3000)
Wireless LAN: 802.11b/g/n
LAN: 10/100/1000 Mbit/s
Bluetooth: Bluetooth 3.0 + HS
Ein-/Ausgänge
– Kartenleser (Micro SD)
– 1 x USB 2.0 (einschl. USB mit Aufladefunktion)
– 1 x USB 3.0
– 1 x Kopfhörer-Ausgang
– 1 x Mikrofon-Eingang
– 1 x Integriertes Mikrofon
– 1 x HDMI-Port
– 1 x LAN PortMultimedia
– Webcam
Akkulaufzeit: 6 Lithium-Polymer-Akku – bis zu 7 h
Lautsprecher: Stereo (2 x 1,5 Watt)
Maße (B/T/H): 328.5 x 227 x 15.9 ~ 16.3mm
Gewicht:1,31 kg (einschl. 6-Zellen-Akku)

Der subjektive Eindruck der Verarbeitung

Das Samsung 900X3A ist aus Duraluminium. Dieses verleiht dem Notebook nicht nur einen wertigen Eindruck, es wirkt einfach stabiler als der ganze Plastikkram, den man sonst an jeder Ecke bekommt. Trotz allem kann man auch mit etwas Druck den Boden oder den Deckel biegen. Hätte etwas fester sein dürfen (müssen?). Obwohl das Gerät matt ist, zeichnen sich ratz fatz Fingerabdrücke ab. Kleinigkeit? Manche Menschen mögen das einfach nicht.

Das Display.

Es ist matt, kommt mit einer Auflösung von 1366×768 daher und bietet mit angegebenen 400 nit eine sehr gute Helligkeit. Wie das im Vergleich zum MacBook Air aussieht, könnt ihr hier sehen:

Die Bauform

Folgendes las ich in einer Review eines Magazins:

„Gerade einmal 1,63 Zentimeter misst das Samsung 900X3A an der dicksten Stelle und übertrifft den König der Flachmänner namens MacBook Air damit um einen knappen Millimeter.“

Es soll also an der dicksten Stelle dünner sein als das MacBook Air von Apple (welches übrigens 1,7 cm hoch ist). Ich weiss nicht, ob die extra dicke Noppenfüße unter das MacBook Air geklebt haben, aber die Fakten sehen anders aus – denn oben zitierter Text liest sich nur gut, wenn man die anderen Tatsachen nicht nennt.

Das folgende Bild zeigt die Rückseite des MacBooks an der Frontseite des Samsung:

Hier sieht man Front gegen Front:

Hier einmal Rücken gegen Front:

Wir sehen also, dass das Samsung in der vollen Länge gleichbleibend dick ist, während das MacBook Air nach vorne immer dünner wird. Von daher finde ich den Vergleich „ist dünner als…“ nicht wirklich passend.

Unter der Haube

Hier zahlt man es Apple in der Tat heim. Während das MacBook AIR (noch) mit einem Core 2 Duo ausgerüstet ist, werkelt im Samsung ein stromsparender Intel Core i5 zweiter Generation, der standardmäßig mit 1,4 GHz taktet, im TurboBoost-Modus allerdings bis 2,3 GHz taktet. Apple bietet in der kleinsten MB Air-Variante 1,86 GHz Normalleistung an, dazu 2 GB RAM.

Standardmäßig kommen beim Samsung 4 GB RAM zum Einsatz. Als Festplatte dient ein Flashspeicher mit 128 GB Kapazität. Windows 7 ist in der 64Bit-Variante installiert.  Der Akku ist, wie beim MacBook Air auch, fest verbaut. Des Weiteren kommt kein optisches Laufwerk daher. Software kann und muss via Netzwerk, USB oder Speicherkarte installiert werden. Während Apple übrigens einen USB-Stick zum Installieren des Betriebssystems beilegt, kommt das Samsung mit einer DVD im Lieferumfang in euer Haus. Im Installationsfalle muss man entweder das Festplatten-Image wiederherstellen oder zu einem externen Gerät greifen. Schade fand ich auch, dass keine herkömmliche SD-Karte (nur micro-SD) in das Gerät passt.

Die Tastatur

Die Tasten sitzen gut, erst bei richtigem Druck gibt die Tastatur nach unten nach. Das Tippen geht sehr angenehm von der Hand. Die Tastatur ist übrigens beleuchtet, dies kann über die Funktionstasten de- bzw. aktiviert werden, wie WLAN übrigens auch. Um die Tastatur herum befindet sich ein glänzender Kunststoff, der leider das Gesamtbild trübt. Passt einfach nicht zum hochwertigen Gesamteindruck des Geräts.

Das Touchpad ist hervorragend. Sehr edel verarbeitet, das spürt man einfach. Gesten und Co gehen locker von der Hand.

Die Software

Über Windows 7 muss ich sicherlich keine Worte mehr verlieren. Samsung liefert ein Control Center mit, welches nützliche Tools bereit stellt. So kann das Gerät in einen Silent Mode versetzt werden oder die automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit geregelt werden. Für manche vielleicht interessant: der USB-Port kann aktiv geschaltet werden, sodass Geräte wie angeschlossene Telefone (usw.) auch geladen werden, wenn das Notebook im Standby oder komplett aus ist.

Leistung

Ich will ehrlich sein. Wir sprechen hier von einem Business-Notebook. Es hat Stärken in Gewicht, Design und Dicke bei guter Ausstattung, kann aber nicht im Rennen gegen Spiele- oder Videoschnitt-Boliden mithalten. Ältere Spiele sind zwar möglich, Videoschnitt auch – aber dann muss man halt mit Wartezeit rechnen. Bei Videoschnitt und Gaming ist „Finger weg“ angesagt, für Web, Office und alle anderen Business-Geschichten ist das Gerät aber bestens gerüstet, was sicherlich auch an der verbauten SSD liegt. Die Akkuleistung liegt nach diversen Tests bei ca. 5,5 Std. bei Surfen via WLAN oder dem Schauen einer DVD. Unter Volldampf hält der Akku ca. 2,5 Std.

Erstes Fazit?

Ja, das Samsung 900X3A wird sich den Vergleich mit dem MacBook Air immer anhören müssen. Gerade beim Preis von momentan 1599 Euro. Für diesen Preis bekommt man ein Notebook mit guter Business-Ausstattung in Symbiose mit Leistung, Design, Bauform und Leichtigkeit. Die Tastatur und das Touchpad wissen zu begeistern, ebenso wie das matte und vor allem helle Display. Da kann man auch mal draußen arbeiten. USB 3.0 ist auch mit an Bord – wie auch Bluetooth 3.0 – dies findet man im Apple’schen Book nicht. Mir ist zurzeit kein Notebook bekannt, welches diese Leistungseckdaten noch aufweist (in dieser Bauform). Es wäre für mich einfach, das Gerät zu verteufeln: aber eines muss man definitiv sagen (gilt auch für das MacBook Air): so lange es keine Mitbewerber gibt, die es definitiv besser machen, ist man König in seiner Klasse und Vorreiter – und das beweist Samsung mit dem 900X3A.

Aber ihr wollt ja auch sicher meine ehrliche Meinung: würde ich das Samsung 900X3A gegen mein MacBook Air tauschen? Nein, würde ich nicht. Aber: wenn ich mein MacBook Air gegen ein Notebook in dieser Klasse eintauschen müsste, dann wäre es sicherlich das Samsung. Ich bin mal gespannt, ob der kleine 11″-Bruder auch in Deutschland erscheint – dieser wurde ja auch auf der CES vorgestellt.

Fragen? Fragen!

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12 Kommentare auf "Notebook-Flunder 900X3A von Samsung"

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[…] Notebook-Flunder 900X3A von Samsung hier gibts ein kleinen vergleich mit dem […]

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Stefan

warum würdest du das notebook nicht mit dem mba tauschen? (liegt es nur an der hardware oder auch am os?)

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Harley Davidson

Apple non-Apple Vergleiche sind bei Nutzern der Marke immer schwer.
Ich z.B. kaufe mir keine Apple Produkte mehr, weil ich auf freie Entwicklung wert lege. (Zubehörpolitik etc. sind ja ein ganz eigenes Thema)

In der (Sub?-)Notebook Klasse ist das Samsung schon ein geiles Gerät. Allerdings bekomme ich für einen Bruchteil des Preises ein noch mobileres Netbook. Wer die Leistung und das etwas größere Display wirklich braucht, der wird hier aber nichts falsch machen.

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Neue MacBook Air im Anmarsch?

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Torben

Mich interessiert auch warum du nicht tauschen würdest!
Und wie groß ist der Leistungsunterschied? (zum MBA)

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Patrick

Wird sich beim Preis aus Sicht von NBB noch was tun?

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Kehl05
Bin ebenfalls Apple Nutzer und kann es gerade in diesem Fall sehr gut verstehen, dass Carsten nicht tauschen würde! Die Frage ist immer, was braucht man? Ein i5 Prozessor gehört meiner Ansicht nicht dazu, auch nicht wenn er bedeutend besser ist als der Core 2 Duo im MBA. Aktuelle Spiele funktionieren eh nicht und für Videobearbeitung sind beide Prozessoren nur bedingt geeignet. Genau so wenig benötige ich USB 3.0, Bluetooth schon mal garnicht (zehrt nur am Akku) und für die paar mal wo ich einen HDMI Anschluss brauche langt auch ein Adapter. Rechnet man dann mal Gegen: 1399 für ein… Read more »
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nja
@Kehl05: Hast du das MacbookAir-Stockholmsyndrom? 😀 Fällt mir immer auf, dass man seine eigenen Geräte immer verteidigt und schön redet. i5 Prozessor? Warum nicht? Bluetooth? Zerrt also am Akku? Dann mach doch Bluetooth aus. Niemand zwingt dich dazu dein Bluetooth ständig anzumachen. HDMI Anschluss? Extra ein Adapter dafür kaufen? Fällt mir immer wieder auf, dass vor allem Apple User sich immer alles schön reden. Wenn man bei anderen Firmen guckt, regen sich dann alle auf warum, dass nicht mitintegriert wurde. Vlt sind ja die Apple Ingenieure nicht schlau genug – kann auch sein das es alles beabsichtigt ist um von… Read more »
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bumsmaus

^d’accord

Angenommen das Samsung würde im Preis noch deutlich fallen und beide wären gleich auf, würde ich definitiv zum Samsung greifen.
Bleibt zu hoffen, dass Samsung diese Reihe weiterführt und bald billigere und vielleicht sogar noch ausgereiftere Exemplare zu haben sind. Design und Specs gefallen mir jetzt schon weitaus besser, als die des Mac Airs.

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bender182

hat irgendwer ne seite gefunden wo jemand world of warcraft auf dem samsung testet? ich such was mobiles für die uni wo eben auch mal ne runde wow drauf läuft. bei youtube gibts mehrere videos wo zu sehen ist, dass wow beim 13zoll macbook air auf mittleren details wohl ganz gut läuft. jetzt wärs mal interessant zu wissen wie es da auf dem samsung aussieht..rein von den technischen daten der sparversion der hd3000 grafik müsste es schon schlechter aussehen oder?

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