Sony VAIO Pro 13 im Kurztest

Das Sony VAIO Pro 13 Ultrabook hatten wir euch pünktlich zum Release ja bereits kurz vorgestellt. Jetzt ist endlich unser Testgerät eingetroffen, sodass wir es uns mal etwas genauer ansehen konnten.

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Wir haben uns natürlich für die teuerste Version mit Touch-Display, Core i7-4500U und 256GB SSD entschieden – wenn schon, denn schon 😉

Erstmal zum Lieferumfang. Mit dabei sind natürlich das Ultrabook, Netzteil, diverse Unterlagen und ein HDMI auf VGA-Adapter. Bei diesem Modell ist zusätzlich noch ein mini WiFi-Access Point enthalten, der per USB am Netzteil angesteckt werden kann. Dadurch hat man, auch wenn nur ein LAN-Anschluss zur Verfügung steht, immer sein eigenes WLAN dabei. Ist der Adapter nicht angesteckt, kann der USB Anschluss am Netzteil z.B. zum Aufladen des Smartphones genutzt werden – der Anschluss liefert 5V bei 1A.
Erwähnte ich schon das NFC? Nein? Es hat NFC, integriert im Touchpad.

Bevor der lange Text beginnt, hier erstmal mein erster Eindruck in Videoform:

Die Optik:

Design ist natürlich Geschmackssache, ich finde es aber durchaus gelungen. Schwarz, kantig, flach – perfekt. Das VAIO Logo ist ins Cover eingelassen und wirkt dadurch auch sehr hochwertig.

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Verarbeitung:

Auch hier gibt’s wenig zu meckern. Die Spaltmaße sind einheitlich, nicht klappert oder wackelt, was man bei dem Preis aber auch erwarten darf.
Die Baseunit und auch das Display geben bei etwas stärkerem punktuellem Druck zwar etwas nach, aber alles noch im normalen Bereich und vor allem auch besser als der Durchschnitt.  Verwinden lässt sich nur die Baseunit, wenn man sie an den äußeren Kanten etwas rauer anfasst. Das ist in sofern aber nicht schlecht, dass dadurch z.B. bei Stößen oder Stürzen noch Energie abgefangen werden kann, was bei sehr steifen Chassis nicht der Fall ist. Das Display ist übrigens so stabil, dass man das ganze Geräte problemlos auch am Display halten kann.

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Eingabegeräte und Display:

Fangen wir beim Display an. Verbaut ist ein 13,3″ FullHD-„Triluminos“-Display, das besonders durch seine Farben und Kontrast punkten will. Das klappt auch, denn die Farben sind sehr knackig, das schwarz ist wirklich schwarz und der Kontrast wirkt sehr hoch. Mangels Messgeräten können wir aber leider keine exakten Messwerte angeben. Die Helligkeit ist ausreichend, es könnte beim Einsatz in der Sonne aber durchaus heller leuchten, damit man auch problemlos Texte erkennen kann. Die normale Nutzung ist aber kein Problem, auch bei direkter Sonneneinstrahlung.

Die Tastatur ist gut, aber nicht herausragend. Der Druckpunkt ist angenehm knackig und gut spürbar. Allerdings „klappert“ die Tastatur sobald man etwas kräftiger tippt. Wobei klappern nicht ganz passt – es ist mehr das typische Geräusch, wenn Kunststoff auf Kunststoff trifft. Beim integrierten Touchpad gibt es soweit nichts zu meckern. Es reagiert gut auf Eingaben und ist dabei auch präzise. Die Integrierten Tasten gefallen mir nicht so, das ist aber eher eine persönliche Sache 😉
Nettes Gimmick: Das komplette Gerät hebt sich bei einem Öffnungswinkel über ca. 60 Grad hinten ein Stück an, wodurch die Tastatur leicht angekippt wird. Schreiben wird dadurch direkt ein ganzes Stück angenehmer.

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Performance/Leistung:

Ultrabooks sind ja generell nicht als Performance-Monster konzipiert, daher spare ich mir an dieser Stelle die synthetischen Benchmarks. Wichtig ist, dass die üblichen Aufgaben eines Ultrabooks – also vornehmlich Office, Internet – flüssig laufen und das ganze bei guter Akkulaufzeit. Das passt hier auf jeden Fall, der Core i7 hat genug Leistung für den alltäglichen Bedarf und mit der HD4400 sind sogar kleinere Spielchen möglich. Auch die SSD braucht sich mit über 900 MB/s Lesen und 400MB/s Schreiben nicht zu verstecken.
Längere Wartezeiten gibt es also nicht, auch aufwändigere Programme starten sehr schnell. Die Bootzeit liegt übrigens bei – festhalten – rund 5 Sekunden. Wenn es vollkommen ausgeschaltet war. Aus dem Standby heraus dauert es keine Sekunde. Bevor das Display in der gewünschten Position ist, ist Windows 8 schon komplett da und wartet auf Eingaben.

Emissionen/Lüfter:

Bisher fast nur positives, oder? Dann kommen wir mal zur Achillesferse der Ultrabooks, den Emissionen. Im Namen der Wissenschaft haben wir das VAIO Pro natürlich auch etwas gequält, die Folterwerkzeuge waren Prime95 und Furmark. Überwacht wurde das ganze von HWInfo.
Aber erstmal zu den normalen Emissionen ohne Volllast. Hier bleibt das VAIO angenehm ruhig und der Lüfter ist maximal ein leises rauschen im Hintergrund. Ab und an dreht er auch mal etwas hoch, allerdings hat Sony für diese leichten Schwankungen schon ein BIOS-Update angekündigt, das bald erscheinen soll und die Lüfterregelung optimiert.

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Akku nach rund 1,5 Stunden Stresstest

Jetzt aber ans eingemachte: Prime95 und Furmark im Parallelbetrieb. Dabei fiel direkt auf, dass das Throttling der Intel-CPUs sich bei Haswell genauso fortsetzt, wie bei seinen Vorgängern. Bereits nach rund 2 Minuten im Turbo Modus wurde der Takt reduziert. Zuerst kurz auf die 1,8 GHz Basistakt der i7-4500U, nach weiteren zwei Minuten ging es aber ganz tief in den Keller auf 800 MHz pro Kern, also nur rund der Hälfte des Standard-Takts. Die Temperaturen lagen dabei konstant bei etwa 63°C, es wäre also noch Luft nach oben. Warum die CPU oder das BIOS so schnell limitiert? Keine Ahnung. Der Lüfter röhrt jedenfalls mit knapp 7800RPM und macht entsprechend Krach. Durch die Umdrehungen entsteht dabei auch zwangsläufig ein hochfrequentes Pfeifen, das sehr schnell nervt und gerade bei empfindlichen Nutzern schnell aufs Gemüt schlagen kann. Ob diese Punkte durch das BIOS-Update ausgemerzt werden bleibt abzuwarten.

Allerdings muss natürlich ganz klar erwähnt sein, dass dieser Test ein Extremfall ist. Dass sowohl CPU als auch GPU längere Zeit parallel auf 100% Last laufen ist im praktischen Einsatz nahezu nie der Fall. Warum dann der Test? Weil man auch mal an die physischen Grenzen des Geräts gehen muss 🙂

Das Gehäuse blieb beim Test erstaunlich kühl, zumindest was die Oberseite betrifft. Tastatur, Handballenauflage und Touchpad erwärmten sich nur minimal, wenn überhaupt. Die Unterseite hingegen ist im Bereich des Lüfters aber deutlich erwärmt. Einen Schoßbetrieb bei hoher Auslastung würde ich daher nicht empfehlen.

Aber für die Couchsurfer eine gute Nachricht: Die Frischluft zieht das VAIO durch einen Spalt zwischen Display und Baseunit, es kann also bedenkenlos aufs Sofa oder auf den Schoß gelegt werden, ohne dass die Lüftung blockiert wird.

Akkulaufzeit:

Hier wird es schwierig mit den Messungen. Jeder nutzt das Gerät anders, dadurch entstehen auch immer unterschiedliche Laufzeiten.
Fangen wir mal bei sehr hoher Belastung an. Um den Akku etwas zu stressen habe ich den Stresstest einfach ohne Netzstrom weiter laufen lassen – also Energieprofil Höchstleistung, CPU und Grafik auf 100% Auslastung, maximale Displayhelligkeit. Der Akku hält damit knapp über 2 Stunden durch! Das ist wirklich nicht übel, verglichen mit anderen Geräten. Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon hat bei dem gleichen Test nach rund 1 Stunde 30 Minuten schlapp gemacht.

Bei normaler Nutzung, also Surfen via WLAN, etwas Office hier und da und ggf. mal Musik dazu kamen wir problemlos auf 8 Stunden Laufzeit. Auch das ein durchaus respektabler Wert.

Mein Fazit:

Im Ganzen gesehen ein gelungenes Gerät, das sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Die Haptik ist klasse, es ist extrem leicht, super Akkulaufzeit und ein erstklassiges Display – was will man mehr von einem mobilen Arbeitsgerät?

Klar – es gibt auch Nachteile, beispielsweise die hohe Lautstärke sowie das Throttling unter Last sind zwei große Negativpunkte, die allerdings nicht allein Sony zuzuschreiben sind, sondern auch Intel – das Thema Trottling zieht sich wie ein roter Faden durch die mobilen Core i Generationen. Auch das Display könnte etwas weniger spiegeln – die hohe maximale Helligkeit relativiert den Punkt aber auch etwas.

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5 Kommentare auf "Sony VAIO Pro 13 im Kurztest"

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Gast
test

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vaioZ User

Gibt es Erfahrungen zu der Performance mit Photohop CC ? Oder sogar Adobe Premiere? Suche einen Nachfolger für mein Vaio Z

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AP

Ich bekomme Montag mein Pro 13, soll auch ein Vaio Z (Z31WN) ersetzen. Am Abend kann ich dann berichten, wie es sich mit Photoshop CS6 schlägt.

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vaioZ User

@AP Und? wie schlägt sich dein Pro13? Haste schon Erfahrungen zum teilen?

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Daniel

Hey könnt ihr bitte nochmal Angaben zu den Lüftergeräuschen machen??
Bin kurz vorm Kauf … der hängt allerdings stark vom Lüfter ab!!
Danke!!

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