10 Dinge, die Apple auf der Keynote nicht vorstellen wird

Apple_TeaserAm 9. September ab 19 Uhr hiesiger Zeit stellt Apple neue iPhone-Modelle vor. So viel steht fest. Das Blog-Team spitzt schon Lauscher, Finger und Augäpfel, um zeitnah über die wichtigsten Neuigkeiten berichten. Während die Gerüchteküche noch über iPad Pro und Apple TV spekuliert, haben wir uns Gedanken gemacht, was Apple morgen alles nicht vorstellen wird.

1. Mac Pro

Eigentlich steht ein neuer Mac Pro auf dem Plan: Das jetzige Modell stellte Apple bereits im Juni 2013 vor und lieferte es fast ein halbes Jahr später aus. An der Ausstattung des Mac Pro hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert, am Preis sehr wohl: Durch die Währungsumrechnung ist er sogar noch etwas teurer geworden. Trotzdem muss man sich noch etwas gedulden. Da Intel neue Workstation-Prozessoren frühestens im vierten Quartal ausliefern wird, steht wohl erst dann ein Update des Edel-Macs an.

2. iPad Pro mit USB-Typ-C-Port

Während die Gerüchteküche sich einig ist, dass Apple morgen ein iPad Pro vorstellen wird, bleibt es wohl beim Lightning-Anschluss und es bekommt keine USB-Typ-C-Buchse. An Wechselakku und microSD-Kartenleser glaubt aus gutem Grund eh niemand. Der Apple-Linie folgt ja inzwischen zum Verdruss etlicher Anwender auch Samsung, das seinen Top-Modellen keinen Wechselakku und Kartenleser mehr gönnt.

3. Eine runde Apple Watch

Runde Uhren-Displays wohin man schaut: Motorola hatte vorgelegt, LG, Samsung und Huawei zogen nach und haben inzwischen ebenfalls Smartwatch-Modelle mit rundem Display im Programm. Apple könnte nächstes Jahr eine überarbeitete Apple Watch vorstellen, vielleicht sogar noch später. Eventuell begnügt sich der Hersteller bis zum nächsten großen Update lediglich mit neuen Designs. Die (wenigen) Käufer der 18.000-Euro-Watch-Edition wird es freuen, wenn ihr Modell nicht schon nach einem Jahr veraltet ist.

4. iPod classic Reloaded

Manche Produkte behandelt der Hersteller stiefmütterlich, wie zuletzt den iPod classic. Er blieb jahrelang unverändert im Angebot, bevor er dieses Jahr endgültig auf das Abstellgleis geschoben wurde. Das ist schade, denn nach wie vor gibt es eine Fan-Gemeinde für den Musikplayer, der Apples Erfolg im Massenmarkt erst begründete. Aber „Times they are a changing“, sang der von Steve Jobs geliebte Bob Dylan. Der iPod classic kehrt nicht mehr zurück. Friede seiner Platine!

5. Mac Desktop

Kein neuer Mac Pro, aber neue iMacs stehen auf dem Speiseplan der Apple-Nascher. Die neuen Intel-Skylake-Prozessoren sind schließlich bereits auf dem Markt. Das 21,5-Zoll-Modell wartet zudem noch auf einen hochauflösenden Bildschirm. Den Mac mini wird Apple wohl vernachlässigen, obwohl der kleinste Apple-Rechner gut einen Turbo-Boost vertragen könnte: Der Vorgänger brachte noch einen kernigen Quad-Core-Prozessor mit, das aktuelle Modell muss mit einem Dual Core auskommen. Abgesehen von iMac und Mac mini wünschen sich etliche Apple-Anwender seit Jahren einen monitorlosen Mac zwischen Mac Pro und Mac mini, der sich gut erweitern lässt. Also einen ganz normalen Desktop-Rechner. Den wird es auch morgen nicht geben. Eher friert die Hölle zu.

6. Apple TV mit 4K

Die Vorstellung eines Apple TV morgen gilt als gesetzt. Die bisherigen Berichte sind sich aber auch einig, dass es zwar Siri zur Sprachsteuerung mitbringen wird, aber kein 4K. Warum nicht? Man will ja noch einen Pfeil im Köcher für die nächste Generation haben. Dabei würde sich die 4K-Ausgabe allein schon deshalb anbieten, wenn das neue iPhone tatsächlich Videos in UHD aufnehmen kann.

7. Apple-Fernseher

Die Veröffentlichung von Steve Jobs Biografie befeuerte Gerüchte, dass Apple ein eigenes TV herausbringen wolle. Schließlich wird Jobs zitiert, dass er das TV-Problem geknackt habe. In der letzten Zeit sind diese Gerüchte allerdings nahezu ganz verstummt, ein eigenes Automobil scheint da schon wahrscheinlicher. Das wird morgen aber ebenso wenig zu sehen sein.

8. Virtual Reality

Apple arbeitet an Virtual-Reality-Systemen, wie einige Patentanträge gezeigt haben. Aber der Hype aus den letzten Jahren flaut im Moment etwas ab, obwohl die großen Systeme erst nächstes Jahr auf den Markt kommen. Still und heimlich scheint Samsung das VR-Thema bereits auf Sparflamme zu kochen: Gab es die Gear VR als Entwicklersystem noch für das Galaxy Note 4 sowie Galaxy S6, haben die Koreaner noch kein Modell für die neuen Phablets Galaxy Note 5 und Galaxy S6 edge+ vorgestellt. Von Apple ist hinsichtlich VR oder Augmented Reality (noch?) nichts zu erwarten.

9. Cinema Display

Ja, wo bleiben sie denn? Ein Nachfolger des Thunderbolt-Displays ist längst überfällig. Morgen wird es aber wohl wieder nichts, denn welchen Standard soll Apple unterstützen? USB-Type-C? Das hat bisher nur das MacBook mit Retina Display im Angebot. Es ist aber gut möglich, dass Apple in den nächsten MacBook-Air-Modellen auf Thunderbolt zugunsten von USB-Type-C verzichtet und der nächste Apple-Monitor auf die Schnittstelle setzt. Das Display-Panel an sich steht eigentlich schon fest: der 5K-Bildschirm, den Apple im iMac verbaut.

10. Ein begeisternder Tim Cook

Tim Cook wirkt auf Keynotes nach wie vor etwas steif auf der Bühne, das wird sich auch dieses Mal nicht ändern. Was ihm erneut nicht gelingen wird: Begeisterung für die neuen Produkte auszulösen. Letztlich sind Apples Keynotes ohne Steve Jobs eben doch nur schnöde Presseveranstaltungen. Die Kirche bleibt also auch morgen im Dorf.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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