3D-Drucker mit Smartphone-Unterstützung für 99 Dollar

OLO_3D_Printer
3D-Drucker werden besser und erschwinglicher, sind aber immer noch eine Investition. Für Aufsehen sorgt derzeit das Projekt OLO: Der 3D-Drucker soll nur 100 Dollar kosten und setzt ein Smartphone voraus. Ab September will der Hersteller der schon jetzt megaerfolgreichen Kickstarter-Kampagne den OLO auf die Reise schicken.

OLO_PrintFür den 780 g schweren 3D-Drucker nutzt OLO das Licht von Smartphone-Displays, um speziellen Kunststoff zu härten. Die Größe der Objekte beträgt bis zu 76 mm x 128 mm x 52 mm, die maximale Bildschirmgröße des verwendeten Smartphones beträgt 5,8 Zoll. Der Hersteller verspricht eine Auflösung von 0,036 mm in der Höhe und 0,042 mm in der Fläche. Beim Betriebssystem zeigt sich der Hersteller flexibel und will Android, iOS und Windows Phone unterstützen. In der App wählt man ein selbst erstelltes oder bereits fertiges 3D-Modell aus. Für den Druck legt man das Smartphone auf den Tisch, packt den 3D-Drucker oben drauf und füllt das Gefäß mit Flüssigkeit, den Daylight Resins. Die soll es in verschiedenen Farben und Härtegeraden geben. Wie bei Druckern üblich, sind die Kosten für das Material erheblich: 100 ml schlagen mit 99 Dollar zu Buche.

Betrieben wird das Kästchen mit vier AA-Batterien, der Druckvorgang soll geräuschlos sein. Mal unterwegs auf die Schnelle etwas Ausdrucken, das kann man sich allerdings trotzdem meist abschminken, denn der Druckvorgang kann mehrere Stunden dauern: Der OLO druckt in rund 45 Minuten einen Zentimeter in die Höhe. In der Zwischenzeit sollte das Smartphone auch nicht vibrieren oder Mitteillungen einblenden: Das Smartphone muss im Airplane-Modus sein und am Netzteil hängen. Man wird also doch eher auf ein älteres Zweit-Smartphone zurückgreifen wollen.

Das Kickstarter-Ziel von 80.000 Dollar hat das Projekt schon nach rund einer halben Stunde erreicht. Aufsehen erregte bereits die Präsentation des Gerätes letztes Jahr auf der Maker Faire in New York, wo der OLO einen Innovations-Award gewann.

Das könnte dich auch interessieren:

avatar

Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Smartphone abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf 3D-Drucker mit Smartphone-Unterstützung für 99 Dollar

  1. avatar KD sagt:

    Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz um das Drucken von 3D Modellen auch nicht industriellen Kunden zu ermöglichen! 🙂

    Momentan erscheint mir das Ganze aber noch etwas zu aufwendig in der Handhabung und für ein einfaches Ausprobieren wahrscheinlich auch zu teuer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.