3D Touch beim Apple iPhone 6s (Plus): So funktionieren Quick Actions, Peek und Pop

3D Touch beim iPhone 6sDie größte Neuerung beim Apple iPhone 6s und 6s Plus ist 3D Touch. Das Touch-Display erkennt drei unterschiedliche Druckstufen, sodass zwei weitere Bedienebenen für iOS 9 dazukommen. Wir zeigen euch, wie Apples dreidimensionale Eingabe funktioniert und wie ihr euer neues iPhone 6s (Plus) richtig drücken könnt.

3D Touch: drei Druckstufen

Im Gegensatz zur bisherigen Bedienung von iOS 9 über einfache und natürliche Gesten ist 3D Touch nicht besonders intuitiv, denn es ist nicht immer klar, in welchem Kontext 3D Touch überhaupt zur Verfügung steht und wann man mit welcher Stärke drücken muss, um eine bestimmte Funktion auszulösen. Neben dem herkömmlichen Tap stehen auf dem iPhone 6s und 6s Plus zwei weitere Druckstufen zur Verfügung, die sowohl auf dem Homescreen als auch innerhalb von Apps verschiedene Funktionen auslösen können.

Quick Actions

Auf dem Homescreen öffnet man Apps wie gehabt mit einem kurzen Tap. Unterstützt die App 3D Touch, so genügt ein stärkerer Fingerdruck auf das App Icon, um ein Kontextmenü mit Quick Actions zu öffnen. Die Taptic Engine des iPhone gibt dabei ein haptisches Feedback über ein kurzes Vibrieren. Die Funktionen im Kontextmenü ruft man mit einem einfachen Tap auf. So lassen sich beispielsweise bei der Fotos App schneller der Selfie- oder Video-Modus aufrufen, ohne in der App auf die Frontkamera umschalten zu müssen oder die Video-Funktion über den Slider aufzurufen. Bei der Karten App stehen Quick Actions beispielsweise für die sofortige Navigation nach Hause oder das Senden des eigenen Standortes zur Verfügung. In der Kalender App erstellt man über Quick Actions ein neues Ereignis und bei der Nachrichten App eine neue Mitteilung. Zumindest bei den letzten beiden Apps erreicht man die Funktionen jedoch einfacher mit zwei einfachen Taps, statt einem festen und einen einfachen Tap. Wann es sinnvoll ist, Quick Actions zu benutzen und wann nicht, hängt also von der jeweiligen App ab. Der Anwender muss erst mit der Zeit lernen, welche Quick Actions sich hinter welcher App verbergen.

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Peek und Pop

Innerhalb von Apps unterscheidet man bei 3D Touch zwischen Peek und Pop. Bei Peek drückt man mit gleicher Intensität wie bei den Quick Actions zu und lässt den Finger dann einfach ohne weiteren Druck auf der Position liegen. Auch hier gibt die Tactic Engine ein kurzes Vibrations-Feedback. Genutzt wird Peek, um beispielsweise Vorschaufenster für eine Mail, eine Konversation oder eine Webseite zu öffnen. Ungünstig dabei ist, dass der Finger den Inhalt bei einer Nachrichtenvorschau fast immer verdeckt und man ihn erst umständlich zur Seite bewegen muss, ohne ihn dabei vom Display abzuheben. Nimmt man den Finger vom Touchscreen, dann verschwindet das Vorschaufenster und man kann in die nächste Nachricht reinschauen. Drückt man dagegen in der Vorschau noch stärker auf Druckstufe Drei zu, dann löst man die Pop-Funktion aus und ruft den entsprechenden Inhalt auf. Ohne 3D Touch wäre das mit einem simplen Tap geschehen, allerdings hat man dabei nicht die Möglichkeit, zwischendurch eine Vorschau aufzurufen.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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