Abenteuer Sapphire Radeon HD 6790: Teil 1

Ich gehöre zu den glücklichen Ausgelosten, die eine der drei nagelneuen Grafikkarten testen darf, die der Notebooksbilliger-Blog zur Verfügung gestellt hat! Bislang war ich eher stille Mitleserin, aber der Aufruf hatte etwas in mir bewirkt. Eigentlich war nämlich bei mir auf der Hardware-Seite Ruhe eingekehrt, was Notwendigkeiten und Begehrlichkeiten eines Updates angeht.

Aber der Reihe nach, ich stelle mich erstmal vor. Ich heiße Claudia, bin 44 Jahre alt und besitze seit 20 Jahren PCs. Schon von Anfang an hatten Games für mich eine besondere Bedeutung. Die ersten Spiele auf meinem PC dürften Prince of Persia und Lemmings gewesen sein, später brachten die Lucasarts Adventures wie Monkey Island oder Indiana Jones oder meine geliebten Gabriel Knight Episoden mein Herz zum pochen, und etwa 1997 zogen dann auch 3D-lastige Shooter bei mir ein, nachdem ich meine erste Voodoo-Karte unterm Weihnachtsbaum vorgefunden hatte. Seitdem zog die Hardwareupdate-Spirale unvermeidlich an. Fast jedes zweite neu erschienene Spiel schrie nach mehr Prozessortakt, Arbeitsspeicher, Pixelshadern – aber Ihr kennt das ja.

Nicht, dass man jedem Wunsch nachgeben müsste. Bei aller Technikbegeisterung steht für mich ein gewisses Preis-Leistungs-Gefüge im Mittelpunkt von Kaufentscheidungen. Ich stelle für mich den Anspruch, mein System modular zu halten, so dass ich durch Austausch oder Ergänzung einzelner Komponenten wieder Schwung in die Kiste bringen kann. Auch hatte ich früher pi mal Daumen für die meisten Komponenten eine (über-)Lebensdauer (bei mir) von 2 Jahren als Minimum angesetzt, während in den letzten Jahren Hardwareupdates nicht mehr ganz so schnell notwendig schienen. Und vor kurzem war ich tatsächlich noch mit der Konfiguration meines Rechners hochzufrieden.

Das ist übrigens meine derzeitige Konfiguration:

AMD Athlon(tm) 7750 Dual-Core Processor
ASRock A780FullHD
4GB RAM
XFX GeForce 275 GTX AHDA
Soundblaster X-Fi Xtreme Gamer
DVD-Brenner Asus DRW-24B3LT
Netzteil Be quiet Straight Power 500 W
4 Festplatten (Hitachi und Samsung) Samsung SyncMaster P2450H
Coolermaster Scout
Windows 7 Home Premium64 bit

Insofern fragte ich mich nach dem Lesen des Aufrufs zum Test: habe ich mit einer neuen Grafikkarte, die nur untere Mittelklasse ist, überhaupt Vorteile gegenüber meiner alten, die seinerzeit schon etwas ehrgeiziger eingestuft war. Auf der anderen Seite schreitet die Technik ja voran, und in punkto Stromverbrauch und Temperatur war ich mit der GTX 475 schon unzufrieden.

Ich stellte für mich mal die Spezifikationen einander gegenüber:

Shadermodell und DirectX sind bei der Radeon eine Version weiter. Die Fertigung ist kleiner, damit sollte eine Ersparnis im Stromverbrauch einhergehen, die sich dann auch tatsächlich in den Spezifikationen niederschlägt. Über die Leistung , z.B. FPS, geben diese Werte mir noch keine Auskunft.

Doch zunächst stand der Einbau an, der sich einfach bewerkstelligen liess. Mein Case ist sowieso umbaufreundlich und schnell geöffnet, nur bei den Karten setze ich statt der serienmässigen Einschübe doch auf Schrauben – gerade bei den modernen Grafikkarten, die ja einiges an Gewicht auf die Waage bringen. Gegenüber der GeForce, die wegen ihrer Länge seinerzeit so manchen Enthusiasten beim Einbau zur Ernüchterung kommen liess, ist die Radeon rund drei Zentimeter kürzer und stieß in meinem Gehäuse nicht auf Hindernisse. Passende Stromanschlüsse stellte mein Netzteil zur Verfügung, und der Monitor fand über eine DVI-Buchse Anschluss, so dass keiner der beiliegenden Adapter zum Einsatz kam. Leider ist die Seite, die nach dem Einbau dem Betrachter zugewandt ist, unverziert – meine alte GeForce sah da doch etwas schnittiger aus. Dafür aber lässt ein breiter Spalt den Einblick auf die Eingeweide zu, die kupfernen Heatpipes sehen schon recht martialisch aus.

Einen ersten Hinweis auf die Leistungsvergleiche sollte mir die Leistungsbewertung von Windows geben. Der Index für die Grafikkartenleistung stieg nach dem Umbau von 6,9 auf 7,5 – Windows wollte hier also durchaus eine Verbesserung bemerken. Nur – wer verlässt sich schon auf Windows?

Einen gründlicheren Vergleich sollte mir ein Benchmark geben. Da die GeForce nur DirectX 10 beherrscht, wäre ein DirectX11-lastiger Benchmark nicht sinnvoll gewesen, ich entschied mich also für 3DMark Vantage – ich hatte sogar eine Lizenz für die Advanced Edition. Hier das Ergebnis für die Performance-Einstellung, links die Geforce, rechts die Radeon. Die FPS-Werte liegen recht nah beieinander, wobei die Radeon leicht besser abschneidet.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den High-Einstellungen:

Erst bei den Extreme-Einstellungen kann die Geforce gegenüber der Radeon einen hauchzarten Vorsprung erkämpfen:

Ein etwas enttäuschendes Bild, denn natürlich möchte ich auf meinem 24-Zoll-Monitor in hoher Auflösung spielen (entsprechend dem Extreme-Benchmark bei 1920 x 1200 und hohen Qualitätseinstellungen).

Wie sich die Grafikkarte denn dann in der Praxis macht, werde ich im zweiten Teil schildern. Bis jetzt hat sie sich im Parcours Metro 2033 und Witcher 2 gestellt und – so viel sei jetzt schon verraten – sie macht sich gar nicht übel.

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5 Kommentare auf "Abenteuer Sapphire Radeon HD 6790: Teil 1"

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Hallo,

Sehr schoener blog über die 6790 😉

LG

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Gast

Mich würde interessieren, wie du den Samsung SyncMaster P2450H auf eine Auflösung von 1920×1200 gebracht hast.

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Gast

Ich habe den Samsung nicht drauf gebracht, 3 DMark Vantage in der Voreinstellung „Extreme“ läuft in dieser Auflösung ab (die dann nicht ganz bildschirmfüllend ist). Mein Monitor läuft unter 1900 x 1080. Ich habe nur etwas lasch formuliert, ich meinte höchste Auflösung bei hohen Qualitätseinstellungen.

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Gast

Saubere Arbeit!! Ich lese mir jetzt noch deine anderen Beiträge durch aber du hast diese Graka echt verdient!!

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