Acer Iconia A700-Test: Quad-Core und Full-HD zum günstigen Preis

Als Acer die Spezifikationen und den Verkaufspreis von unter 500 Euro des Iconia A700 veröffentlicht hat, ging ein „raunen“ durch die Reihen. Einige sagten, dass dieser Preis nur durch eine schlechte Qualität machbar wäre. Ob das wirklich so ist, wollen in diesem kleinen Test klären.

Fangen wir mit technischen Spezifikationen an: Angetrieben wird das Acer Iconia Tab von einem Tegra 3 Quad-Core-Prozessor, der mit 1,3 GHz taktet. Integriert ist ein NVIDIA GeForce Grafikprozessor und 1 GB Arbeitsspeicher. Es stehen 32 GB Speicher zur Verfügung. Ein Micro-SD-Slot zur Speichererweiterung ist integriert. Als Besonderheit verfügt das Iconia A700 über ein IPS-Display mit 25,6 cm (10,1 Zoll) Bildschirmdiagonalen und Full-HD-Auflösung. Außerdem steht auch noch ein Mini-HDMI-Port zur Verfügung, damit Inhalte am TV wiedergegeben werden können. Hinten steht eine Kamera mit Autofokus zur Verfügung, die Fotos mit 5 Megapixel schießt. Eine Front-Kamera für Videotelefonie mit 1,3 Megapixel ist ebenfalls vorhanden. Als Betriebssystem kommt Android 4.0.4. zum Einsatz.

Verarbeitung: Die Rückseite des Iconia A700 ist vollständig aus Plastik, fühlt sich aber nicht billig an. Auch die Knöpfe (Einschalt-, Lauter- & Leiserknopf) sind besser verarbeitet, als ich es noch vom ersten Acer Tablet kenne. Es gibt für mich daher, angesichts des Preises, nichts an der Verarbeitung auszusetzen.

Die Performace: Als Tablet auf den Markt kam, gab es einige Beschwerden, dass alles ruckelig wäre. Ich kann euch gleich mal beruhigen: Dies ist definitiv nicht der Fall. Es gibt einige vorinstallierte Apps wie 7 digital oder Aupeo, wo es wirklich sehr übel ruckelt und die Performance nicht akzeptabel ist, aber diese Apps bilden eine Ausnahme. Es scheint so, als sei dies ein Problem dieser Apps zu sein und nicht, dass der Tegra3-Chipsatz zu Schwach für die FullHD-Auflösung wäre. Die andere Frage ist natürlich, warum Acer diese Apps mit dem Iconia A700 ausliefert. Die Android-Oberfläche, Browser, Google Maps etc. laufen wie es zu erwarten ist, flüssig. Bei 3D-Spielen hingegen merkt man schon, dass die Grafikkarte im Tegra3-Chipsatz unter Umständen nicht für die Auflösung von 1920×1080 Pixeln ausgelegt ist. In dem Rennspiel Real Racing beispielsweise läuft das Spiel nicht ganz flüssig, aber es ruckelt auch nicht sehr stark. Es ist also noch mit kleinen Einschränkungen trotzdem noch spielbar. Was ich auch nicht verschweigen will: Das Tablet wird beim Spielen auf der Rückseite an einem kleinen Bereich relativ warm. Mich stört es nicht, da ich es bereits von meinem iPad 3 kenne 🙂

Das sagt übrigens der Quandrant Standard Benchmark:

Die Kamera auf der Rückseite nimmt wie bereits oben erwähnt Fotos mit 5 Megapixel auf. Man kann auf dem unbearbeiteten Testfoto einen Rotstich in der Mitte des Bildes erkennen. Das ist unschön, aber sicherlich kein Weltuntergang bei einem Tablet. Ich persönlich nutze die Kamera an meinem Tablet eigentlich nie.

Mein Fazit: Das Acer Iconia A700 bietet für den Preis von 479 Euro recht viel und hat nur sehr wenige Schwächen. Im Internet zu surfen und überhaupt allgemein Texte zu lesen und Bilder anzuschauen macht, dank der wirklichen guten Auflösung, extrem viel Spaß. Auch wenn es von der Pixeldichte nicht ganz an das iPad 3 ran kommt, so sieht trotzdem alles sehr scharf aus. Mich persönlich stören Tablets mit Displays, auf denen man die Pixel einzeln nachzählen kann, weil sie halt so gut sichtbar sind. Ich würde es uneingeschränkt jemandem Empfehlen, der hauptsächlich auf dem Tablet surft/liest und wenig Spielen möchte.

P.S.Für alle, die mehr vom Tablet sehen wollen, haben ein Unboxing- & Hands On-Video bei Youtube zum Iconia A700 eingestellt.

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Über Cihan Boz

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3 Kommentare auf "Acer Iconia A700-Test: Quad-Core und Full-HD zum günstigen Preis"

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Gast

@Cihan Es wäre zum lesen des Blogs hilfreich wenn in Posts z.B. nach einem Bild und der Einleitung ein weiter-lesen Link gesetzt würde so muss man wenn man nach älteren Posts schaut nicht immer alle neueren komplett durch-scrollen.

Mfg. Georg S.

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Webmaster

Hi Georg,

da hast du natürlich recht 🙂
Ich hab das mal angepasst, werden wir in Zukunft auch wieder drauf achten dass das „read more“ gesetzt wird.

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Gast
@ Cihan: Ich bin gegen eine solche Lösung, da ich keine gekürzten Feeds mag. Mein Feedreader, FeedDemon, besitzt die Option die Artikel nur angerissen anzuzeigen. Wenn ich dann auf den Anreiser klicke, wird der gesamte Artikel sichtbar. Die meisten Feedreader sollten eine solche „optische Kürzung“ unterstützen. Es ist ja der Sinn von RSS-Feeds nur „rohen Inhalt“ auszuliefern. Wie dieser Inhalt nun aufbereitet wird, entscheidet man im Feedreader. Es macht also keinen Sinn alle Leute mit einem gekürzten Feed zu ärgern, nur weil ein paar Leute die Einstellung in ihrem Feedreader nicht finden. Zum Artikel: Gibt es ein „kleine“ Variante von… Read more »
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