Acer Nitro RX321QUPbmiiphx: Kein Schnick-Schnack

      Acer Nitro RX321QUPbmiiphx: Kein Schnick-Schnack

      Der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx ist ein Gaming-Monitor, der mich anspricht: Minimalistisches Design, 31,5 Zoll im 16:9-Format und ordentliche Hardware. Der ideale Monitor zum Arbeiten, PC- und auch Konsolen-Gaming. Doch kann er wirklich in allen Bereichen überzeugen?

      Die meisten aktuellen Gaming-Monitore sind entweder 27 Zoll mit einer Full-HD-Auflösung oder gebogene Ultraweit-Monitore mit einer 4K-Auflösung. Während die erste Kategorie ideal für E-Sport ist und meist mit rasend schnellen Bildwiederholraten auftrumpft, ist die zweite Kategorie für die meisten PC-Gamer die bessere Wahl. Leider kommen die aktuellen Konsolen von Microsoft und Sony nicht wirklich mit dem Ultraweit-Format klar.

      Hier kommt der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx ins Spiel: Er bietet mit 31,5 Zoll viel Fläche, das Display ist flach, gut und im 16:9-Format, hat ausreichend schnelle 170 Hz und eine Auflösung von 1440p. Damit kann er wunderbar als PC-Monitor verwendet werden, aber auch Konsolen kommen damit prima klar. Dazu kommen tolle Gaming-Features, wie AMD FreeSync Premium oder 1ms Reaktionszeit in einem unauffälligen Design. Abgesehen vom kryptischen Namen macht der Monitor auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

      Wenn ihr übrigens im Internet nach dem Acer Nitro RX321Q… sucht und ihn nicht direkt findet: Er läuft bei Acer unter der Nitro-RX1-Serie und ist dort die 31,5-Zoll-Variante.

      Technische Daten: Acer Nitro RX321QUPbmiiphx
      Panel 31,5 Zoll (80 cm) entspiegelt IPS-Panel im 16:9-Format
      Auflösung 2560 x 1440 Pixel, QHD-Auflösung
      Blickwinkel 178° horizontal / 178° vertikal
      Aktualisierungsrate 165Hz (170Hz OC)
      Reaktionszeit 1ms (GtG), keine Angabe zu MPRT
      Kontrast 1.000:1 (statisch)
      Helligkeit 400,00 cd/m² (Nits)
      Farbtiefe 8bit
      Farbraumabdeckung 99% sRGB, keine Angabe zu Adobe RGB und DCI-P3
      Ergonomie Neigung: -5° bis +35°
      Schwenkbarkeit: 180° links/rechts
      Höhenverstellung: 0 – 15 cm
      Energieeffizienzklasse
      (Von A bis G)
      G
      Videoanschlüsse 2 x HDMI 2.0 (144Hz @ 2.560×1.440)
      1 x DisplayPort 1.4 (170Hz @ 2.560×1.440)
      Sonstige Anschlüsse 1 x Strom
      1 x Vorrichtung für Kensington-Schloss
      1 x 3,5mm-Klinke
      Besonderheiten VESA 100×100
      Blaulicht-Filter
      Flimmerfrei
      Lautsprecher 2 x 3 Watt
      HDR10
      AMD FreeSync Premium
      Adaptive Sync
      Visual Response Boost (VRB)
      Abmessungen (B x H x T) 71,2 x 49,3 x 26,8 cm (mit Standfuß)
      Gewicht 7,04 kg (mit Standfuß)
      Preis 399,00 €*
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      Lieferumfang & Montage

      Im großen Paket steckt alles Nötige, um den Monitor gleich zu verwenden: Der Monitor, ein VESA-Standfuß, ein Stromkabel, ein DisplayPort- und ein HDMI-Kabel, sowie der typische Papierkram.

      Bei der Montage war ich etwas überrascht, da so gut wie alle aktuellen Monitore einen eigenen und leichten Standfuß-Mechanismus besitzen. Acer setzt hier auf einen Standfuß mit VESA-Standard und vier Schrauben. Das ist schön zu sehen, da es den Monitor entschlackt und viele Nutzer*innen für so einen großen Monitor sowieso einen VESA-Schwenkwarm benutzen. Ansonsten lief der Aufbau schnell und einfach ab.

      Im Karton kommt wenig Plastik, aber einiges an Styropor zum Einsatz. Das ist nicht schlimm. Andere Hersteller zeigen aber, dass es inzwischen auch umweltfreundlicher geht. Acer gibt 2 Jahre Einsende-/Rücksendeservice auf das Gerät. Mehr dazu könnt ihr auf der offiziellen Webseite lesen.

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      Design & Verarbeitung

      Das Design ist erfreulich minimalistisch und schnell erklärt: Das Panel ist von schmalen Rändern umgeben, nur das etwas dickere Kinn mit „acer“-Schriftzug sticht heraus. Dadurch wirken eigentlich große 31,5-Zoll recht kompakt.

      Auf der Rückseite befindet sich ein großer „acer“-Schriftzug und ein dickerer Bereich, wo der Großteil der Technik verbaut ist. Darüber befinden sich Lüftungsschlitze. Ganz rechts auf der Rückseite sitzt ein kleiner Joystick zur Steuerung des Monitors. Rechts an der Unterseite ist eine kleine LED zur Anzeige, ob der Monitor angeschaltet ist.

      Der gesamte Monitor besteht aus mattschwarzem Plastik mit Metall-Elementen. So ist der Hals des Standfußes, die seitlichen Rahmen des Displays und einige andere Elemente aus robusten Metall. Durch die Lackierung wirkt aber alles einheitlich. Da es keine aufdringlichen Farb- oder RGB-Elemente gibt, fügt sich der Gaming-Monitor in so ziemlich jede Umgebung ein.

      Der beschwerte Standfuß leistet einen guten Dienst. Selbst bei hitzigen Gaming-Sessions wackelt der Bildschirm auf meinem Tisch kaum. Der Monitor lässt sich um 15 cm höhenverstellen, kann von -5 bis +35 Grad geneigt werden und bietet eine Schwenkbarkeit von 180 Grad. Für die meisten Situationen an einem Arbeitstisch ist das mehr als ausreichend. Wer mehr Freiheit haben will, kann einen VESA-Arm montieren.

      An der Verarbeitung lässt sich nichts aussetzen: Der Monitor ist solide verarbeitet, wirkt robust, nichts knarzt und es gibt keine scharfen Kanten.

      Der einzige Kritikpunkt ist das Fehlen einer Kabelführung, die viele Gaming-Monitore bieten. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, welchen man mittels Kabelbinder ebenso in den Griff bekommt.

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      Anschlüsse

      Der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx bietet alle nötigen Anschlüsse: Es gibt zweimal HDMI 2.0, einmal DisplayPort 1.4, eine Vorrichtung für ein Kensington-Schloss, sowie eine 3,5mm-Klinke und einen Stromanschluss. Ein USB-Hub, wie ihn andere Gaming-Monitore anbieten, ist nicht vorhanden. Der fehlt aber im Alltag kaum und würde den schlanken Monitor nur weiter aufblähen.

      Wichtig für PC-Gamer: Wer die vollen 170Hz bei 1.440p genießen will, muss den DisplayPort-Anschluss verwenden. HDMI ist auf 144Hz bei 1.440p begrenzt.

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      Display

      Egal wie gut das Design oder die Verarbeitung ist, auf das Panel kommt es an. Es ist das Herzstück des Monitors: Laut dem Datenblatt bietet das 31,5 Zoll große IPS-Display eine Reaktionszeit von 1ms (GtG), eine maximale Helligkeit von 400 Nits, 8-Bit-Farbtiefe und eine Farbraumabdeckung von 99 Prozent sRGB. Die Aktualisierungsrate des Displays geht hoch bis 165Hz und kann auf 170Hz übertaktet werden. Als statischer Kontrast wird 1.000:1 genannt.

      Zuerst möchte ich euch meine persönliche Erfahrung nennen und danach gehe ich auf die Ergebnisse meiner Spyder5-Messung ein.

      Persönliche Erfahrung

      Auf dem Acer Nitro RX321QUPbmiiphx wurde dieses Review erfasst, mehrere Serien geschaut und ein wenig gespielt. Das Bild ist scharf und die Farben werden ordentlich dargestellt. Da ich ein Notebook und eine Xbox Series S zum Testen verwendet habe, war ich auf 144Hz begrenzt.

      Dennoch reicht das bereits locker aus, um alles herrlich flüssig wirken zu lassen. Selbst bei dunklen Hintergründen oder Filmszenen, habe ich kein Screen-Bleeding erkennen können. Rein aus der persönlichen Erfahrung hat sich der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx gut geschlagen.

      Ergebnisse der Spyder-Messung

      Natürlich habe ich den Monitor auch mit einem professionellen Spyder-Messgerät getestet. Die sRGB-Abdeckung beträgt 100 Prozent, AdobeRGB wird mit 80 Prozent und DCI-P3 mit 87 Prozent abgedeckt. Das sind für einen Gaming-Monitor ordentliche Werte, die sich auch für semi-professionelle Bild- und Videobearbeitung eignen. Der gemessene Kontrast liegt mit 950:1 knapp unter den offiziellen Angaben.

      Das Thema Helligkeit braucht ein paar Anmerkungen: In den Monitor-Einstellungen gibt es neben dem Helligkeits-Regler noch eine Option „max. Helligkeit“. Die damit gemessene maximale Helligkeit ist 341,3 Nits in der Mitte des Bildschirms und nimmt zum Rand deutlich ab. Ohne diese Option bewegt sich die maximale Helligkeit eher bei 270-280 Nits. Für mich ist eine Helligkeit ab 300 Nits als „gut“ zu bewerten. Je höher die maximale Helligkeit, umso besser.

      Acer gibt eine Helligkeit von 400 Nits an und der Monitor beherrscht HDR. Es ist durchaus möglich, dass er die 400 Nits kurzzeitig bei HDR-Inhalten erreichen kann. Der von uns verwendete Spyder kann keine maximale HDR-Helligkeit messen. Mit einem guten Wert von 341,3 Nits reicht die Helligkeit vollkommen aus und ist sogar bei direkter Sonnenbestrahlung gut lesbar.

      Der Monitor verfügt über mehrere vordefinierte Farbtemperaturen und einen manuellen Modus. Ich persönlich habe aber die meiste Zeit die Voreinstellung „Normal“ mit einer Temperatur von 8600K genutzt. Die meisten Voreinstellungen liegen auf der kühleren Seite und wirken damit leicht bläulich. Als Standard-Farbtemperatur gilt ein Wert von 6500K. Wer mit dem Monitor Bild- und Videobearbeitung machen will, sollte sich ein wenig mit den manuellen Einstellungen beschäftigen. Dann ist ein ordentlicher Weißpunkt möglich.

      Die Farbtreue ist vorbildlich und liegt im Minimum bei 0,11 und im Mittelwert bei 0,75. Hier gilt, je kleiner der Wert umso besser. Nur ein bestimmter Blauton schlägt leider aus der Reihe, das ist aber nicht ungewöhnlich. Mit einer nachträglichen Kalibrierung konnte ich die Ergebnisse des Monitors nicht verbessern. Er ist also im Auslieferungszustand bereits ideal eingestellt.

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      Monitor-Menü (OSD)

      Der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx bedient sich über einen kleinen Joystick an der rechten Rückseite. Es gibt keine weiteren Tasten. Der Monitor wird damit ebenfalls an- und ausgeschaltet. Die Bedienung ist intuitiv und einfach.

      Ein Druck auf den Joystick öffnet ein kleines Menü mit den wichtigsten Kurzeinstellungen. Dort gelangt man zum großen Menü (OSD), kann einen der vorgefertigten Modi auswählen, die Helligkeit anpassen und den Eingang wechseln.

      Das große Einstellungs-Menü wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Es besteht aus folgenden Reitern und Untermenüs:

      • Bild: Helligkeit, Kontrast, Schwarzverst. Blaulicht, ACM, HDR, Superscharf, Max. Helligkeit
      • Farbe: Gamma, Farbtemperatur, Modi, Farbraum, Grauskala-Modus, 6-Achs.-Farbton, 6-Achs.-Sättigung
      • Audio: Lautstärke, Stumm
      • Spiel: Over Drive, FreeSync Premium, akt.-Freq.-Nr. VRB, Zielpunkt
      • OSD: Sprache, ODS-Dauer, Transparenz, OSD-Sperre
      • System: Eingang, Auto-Quelle, DP-Format, Bildformate, PIP/PBP, Schnelltastenzuweisung, DDC/CI, HDMI-Schwarzp. Schnellstartmodi
      • Info: Hauptquelle, Auflösung, H/V Frequenz, Modus, Seriennummer, Alle Einst. rücksetzen.

      Das Einstellungs-Menü ist feingliedrig und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten. Obwohl einen die vielen Einstellungen vielleicht etwas abschrecken, lohnt sich die Beschäftigung damit. So kann der Monitor stark an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Kleiner Tipp: Die Funktion „Schwarzverstärkung“ hellt schwarze/dunkle Bereiche auf, gut für kompetitive Spiele.

      Ich persönlich habe das Standard-Profil gewählt und dann folgendes eingestellt: Helligkeit auf „96“, max. Helligkeit „Ein“, Schwarzverst. „5“, Gamma „2.2“ und Farbtemperatur auf „Normal“. AMD FreeSync Premium war jederzeit aktiviert, am PC aber auch an der Konsole. Damit konnte ich im Alltag eine Bildqualität erreichen, die mir am besten gefiel.

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      Sound

      Auf der Rückseite des Monitors befinden sich zwei Lautsprecher, die Acer mit 3 Watt Leistung angibt. Sie werden von Windows als Stereo-Lautsprecher erkannt und bieten einige Anpassungsmöglichkeiten.

      Die Lautsprecher klingen nach mittelmäßigen Notebook-Lautsprechern und zeigen ähnliche Klangmerkmale: Stimmen und klassische Musik werden gut wiedergegeben, die Mitten sind erkennbar, aber werden von den Höhen überschattet, Bass ist kaum vorhanden. Ab einer Lautstärke von etwa 70 Prozent tendieren sie dazu blechern zu klingen und zu übersteuern. Für ruhige Lieder, Podcasts, Serien mit vielen Gesprächen etc. reichen die Lautsprecher aus. Wer jedoch bassgewaltigen Metal hört oder actiongeladene Shooter mit vielen Explosionen spielt, ist hier fehl am Platz.

      Leider sind die Lautsprecher der schwächste Teil des Monitors. Natürlich lassen sich über den verbauten 3,5mm-Klinkenanschluss auch Kopfhörer oder externe Lautsprecher anschließen.

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      Fazit: Vielseitiger Gaming-Monitor

      Ich habe knapp zwei Wochen mit dem Acer Nitro RX321QUPbmiiphx verbracht. Damit habe ich diesen Test geschrieben, gesurft, Serien angesehen und viel Zeit in Darkest Dungeon verbracht. Ich habe auch kurz meine Xbox Series S daran angeschlossen und ein wenig Cyberpunk 2077 gespielt. Ich habe ihn also in diversen Kategorien ausprobiert.

      Er leistet sich keinen Patzer, bietet eine ordentliche Farbwiedergabe und viele Gaming-Funktionen. Dabei sieht er nicht wie ein typischer Gaming-Monitor aus: Kein nerviges RGB, kein aufgeblähtes Design und vor allem keine roten Akzent-Elemente. Der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx ist ein schlanker, minimalistischer Monitor zum Zocken. Durch sein 16:9-Format eignet er sich für den PC, aber auch für Konsolen. Diese können mit all den tollen Gaming-Widescreen-Monitoren nichts anfangen.

      Bei mir trifft der Monitor einen Nerv: Ein schicker Monitor an meinem Arbeitsplatz kann zum Arbeiten, PC-Gaming und für meine Konsolen verwendet werden. Ohne irgendwelche nennenswerten Nachteile in einer des Disziplin. Einzig und allein die Lautsprecher könnten besser sein, reichen aber für die meisten Sachen aus. Für alle anderen Fälle gibt es einen Klinkenanschluss für Headsets und externe Lautsprecher.

      Der Acer Nitro RX321QUPbmiiphx kostet offiziell 399 €*, ist aber hin und wieder um die 350 € in einigen Aktionen zu finden. Wer nicht unbedingt 31,5 Zoll braucht, kann auch zu einer der kleineren Varianten greifen und spart dabei noch etwas Geld.

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      Acer, Stand: 04.2022

      Veröffentlicht von Daniel

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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