Acer Swift 3 mit Intel Core i7: Allrounder für viele Fälle
  • Display
  • CPU/Grafik
  • RAM/Speicher
  • 16,1'' Full HD
  • Core i7-11370H/Iris Xe
  • 16 GB/1 TB

Acer Swift 3 mit Intel Core i7: Allrounder für viele Fälle

Auf ein Neues. Nach einem kleinen 14“ Swift 3 hat nun ein Modell mit 16,1“-Display den Weg auf meinen Schreibtisch gefunden. Diesmal mit einem Core i7 statt des Core i5 bei der 14“-Version? Wie schlägt sich also das große Modell im Vergleich zum kleineren Bruder?

Die Swift-Reihe umfasst extrem schlanke Notebooks mit Displaygrößen zwischen 14 und 16“. Eines der kleineren Notebooks mit 14“ Display haben wir kürzlich getestet und es hat einen ziemlich guten Eindruck hinterlassen. Die Messlatte liegt also hoch.

Das jetzige Testgerät hat ein 16,1“-Display und einen Intel Core i7. Bei den großen Notebooks hast du die Wahl zwischen einem Core i5 oder einem Core i7 – jeweils der 11. Generation. Der RAM liegt bei den meisten Modellen bei 16 GB und die SSD ist mindestens 512 GB groß. Die genauen technischen Daten meines Gerätes findest du wie immer in der ausklappbaren Tabelle.

Technische Daten: Acer Swift 3 (SF316-51-72YJ)
Display 16,1″, 16:9, IPS, matt
100% sRGB
Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
Prozessor Intel® Core™ i7-11370H (11. Generation)
4 Kerne/8 Threads
3,00 GHz (Bis zu 4,80 GHz Turbo-Boost)
Cache 12 MB
Grafik Intel Xe Graphics
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR4X
keine Erweiterung möglich
Festplatte 1000 GB NVMe-SSD
Konnektivität WiFi 6 (802.11ax)
Bluetooth 5.1
Anschlüsse 2 x USB 3.2 Gen 1 Typ-A
1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C (Thunderbolt 4)
1x HDMI
1x Kombi-Klinkenanschluss
Akku 4 Zellen Li-Ion-Akku mit 56 Wh
4 Zellen
bis zu 11,5 Stunden Laufzeit
65 Watt Netzteil
Eingabegeräte beleuchtete Tastatur
Touchpad
Fingerprintreader
Sound Audiosystem mit zwei Lautsprechern
Kamera 720p Webcam
Betriebssystem Windows 11 Home
Abmessungen 367,8 x 236,1 x 15,90 mm (B x T x H)
Gewicht 1,7 kg
Preis 920 Euro*
Zum Shop: Acer Swift 3

Design & Verarbeitung

Acer muss jetzt ganz tapfer sein. Statt einer ausufernden Lobpreisung gibt es schlicht ein: Ein Swift ist ein Swift ist ein Swift. Heißt in kurz: Vollständiger Aluminium-body, zurückhaltendes und minimalistisches Design, hervorragende Verarbeitung.

Die einzigen Kunststoffteile sind die Displayrahmen und die sind angenehm zurückhaltend und schlicht. Sie sind vergleichsweise schwergängig. Ich finde es angenehm, weil dadurch das Display immer in der gewünschten Position bleibt und nicht hin- und her wackelt. Der Preis dafür ist, dass du es nicht mit einem Finger aufklappen musst. Der Body hebt sich jedes Mal mit an. Beim Öffnen des Displays wird das Notebook ein Stück weit angehoben. Das erleichtert einerseits das Schreiben und sorgt andererseits für eine bessere Kühlung.

Die Tastatur sitzt in einer kleinen Vertiefung. Im Gegensatz zur 14“-Version gibt es einen Nummernblock. Bis auf zwei Pfeiltasten besitzen alle Tasten Normalgröße. Die Tasten besitzen einen guten Druckpunkt und auch längere Texte sind überhaupt kein Problem. Es ist ein sehr angenehmes Tippen.

Die Tastaturbeleuchtung des Swift 3 hat nur eine Helligkeitsstufe

Das Touchpad ist angenehm groß und reagiert präzise auf Eingaben. Es gibt auch am Rand keine Deadzone, so dass du die volle Fläche nutzen kannst. Touchpads gehören nicht zu meinen Favoriten, ich nutze lieber eine Maus. Aber in diesem Fall dauerte es tatsächlich doch länger, bis ich eine Maus angeschlossen hatte.

Das Touchpad besitzt eine gute Größe

Vor der Tastatur sitzt der Fingerprintreader, der einen guten Job macht. Der Finger wird zuverlässig erkannt und das Swift 3 ist zügig entsperrt. Falls du ein Fan der Gesichtserkennung über Windows Hello bist, musst du damit leben, dass das nicht möglich ist. Die Webcam verfügt nicht über einen Infrarot-Sensor.

Über die Kamera gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Sie taugt bei gutem Licht für Videocalls. Mehr nicht. Aber das ist gefühlt bei allen Notebooks so. Es wäre schön, wenn die Hersteller hier einmal bessere Cams entwickeln und verbauten.


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Anschlüsse

Anschlussseitig legt dir Acer hier keine Steine in den Weg. Es gibt genügend Anschlüsse, damit du nach Herzenslust Peripherie anschließen kannst.

Es gibt auf der einen Seite einen USB-C-Anschluss mit Thunderbolt 4, einen HDMI-Port und einen USB-A-Anschluss. Dazu noch der Stromanschluss. Auf der rechten Seite befinden sich ein weiterer USB-A-Anschluss und der 3,5mm Klinkenstecker.

Die beiden USB-A-Ports unterstützten den Standard 3.2 Gen 1. Sie übertragen also maximal mit 5 GB/s Daten. Thunderbolt 4 hingegen bietet dir 40 GB/s. Den Thunderbolt-Anschluss kannst du auch zum Laden nutzen.

Es ist also alles vorhanden, was man so braucht. Wirklich alles? Nicht ganz. Mir ganz persönlich fehlt ein 4in1-Kartenleser. Platz genug gibt es für ihn. Schade, dass Acer auf ihn verzichtet.
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Display

Das Display des Acer Swift 3 mit Core i7 löst mit Full HD auf und misst 16,1“ (40,8 cm) in der Diagonale. Da Acer hier auf angenehm schmale Displayränder setzt, ist das Gehäuse nicht größer als ein klassisches 15,6“ Notebook. Mit knapp 137 PPI werden diene Inhalte schön scharf dargestellt.

Vorteilhaft ist, dass es ein mattes Display ist. Störende Reflexionen gibt es also nur einem sehr geringen Maße. Damit kannst du in fast allen Umgebungen arbeiten. Direkte Sonneneinstrahlung solltest du allerdings vermeiden. Denn dort kommt das Swift 3 nicht immer gegen an.

Über die maximale Helligkeit schweigt sich Acer im Datenblatt leider aus. Da ich im Moment gerade keinen Spyder zur Hand habe, um es zu kalibrieren, muss ich hier leider mit Schätzwerten arbeiten. Die Helligkeit dürfte zwischen 250 und 300 nits liegen. Es lässt sich auch in hellen Innenräumen problemlos damit arbeiten. Ein gelegentliches Arbeiten an der frischen Luft ist ebenfalls kein Problem. Einzig bei direkter Mittagssonne konnte das Acer-Notebook das Umgebungslicht nicht überstrahlen und die Inhalte waren nur sehr schwer zu erkennen.

Die Farbraumabdeckung wird von Acer mit 100% sRGB angegeben. Dieser Farbraum ist der für den Alltag im Netz relevante. Damit kannst du dir sicher sein, dass die Farben auch so aussehen, wie du sie bei dir auf dem Swift 3 siehst. Bei den allermeisten Office-Notebooks liegt die Abdeckung bei komplexeren Farbräumen niedriger als im sRGB-Farbraum. Der für kreative Arbeiten wichtige AdobeRGB-Farbraum dürfte in diesem Fall mit 70-75% abgedeckt werden. Gleiches dürfte auf den für Filme relevanten Farbraum DCI-P3 zutreffen. Damit qualifiziert sich das Swift 3 auch für semiprofessionelle Bild- oder Videobearbeitung. Bist du auf haargenaue Farben angewiesen, dann solltest du dir allerdings ein geeignetes Display zulegen. Ein paar Empfehlungen haben wir dir in unserem Kaufberater zusammengestellt.

Insgesamt ist es ein typisches Office-Display. Für die tägliche Arbeit und auch für Netflix- oder Mediathek-Sessions reicht es vollkommen aus.

Software

Das Betriebssystem ist Windows 11. Dazu kommt noch etwas vorinstallierte Software. Hier sind Dropbox und Norton besonders hervorzuheben. Besonderes letzteres versucht dich wie gehabt mit großen Bannern zum Kauf der Vollversion zu überreden. Falls du das nicht möchtest, kannst du auch den Windows Defender nehmen. Der ist kostenlos und macht seine Sache in aller Regel gut.

Das Acer Care Center ist hingegen gehört zur nützlichen Software. Darüber kannst du dein System aktuell halten und im Fall der Fälle einen schnellen Kontakt zum Acer-Support herstellen.

Falls du die Programme nicht benötigst, kannst du sie restlos deinstallieren. Im Auslieferungszustand sind auf der SSD übrigens noch 912 GB frei.
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Leistung

Office-Aufgaben bringen den Intel Core i7-11370H nicht aus der Ruhe. Auch die gepflegte Eskalation in Excel interessiert ihn nicht sonderlich. Hier überzeugt das Swift 3 voll und ganz. Die SSD ist fix genug, dass deine Daten schnell geladen sind und mit den 16 GB RAM kommst du im Office-Alltag nur selten an die Grenzen des Notebooks.

Etwas anders sieht die Sache bei kreativen Tasks aus. Hier bremst dann die integrierte Intel Iris Xe-Grafik das System aus. In unseren Benchmarks sortiert sich das Acer Swift 3 bei diesen Tasks im vorderen Mittelfeld ein. Heißt im Klartext: Das Arbeiten an sich ist kein Problem. Aber du musst einfach mehr Zeit einplanen, wenn du komplexe Effekte anwendest, die normalerweise nach einem Grafikbeschleuniger verlangen. Die One-Klick-Bildbearbeitung für Social Media ist allerdings kein Problem. Und auch bei einfachem Videoschnitt wirst du wenig Hindernisse haben.

Falls du gelegentlich zocken möchtest, kannst du das problemlos mit anspruchsloseren Games auf niedrigen und mit etwas Glück sogar mittlerer Detailstufe machen. Die integrierte Xe-Grafik ist allerdings nicht dafür ausgelegt, dass sie dir hohe FPS-Zahlen bei vielen Details liefert.

Akku

Die 11,5 Stunden, die Acer im Datenblatt angibt, halte ich für ziemlich optimistisch. Sie lassen sich erreichen, keine Frage. Die Frage ist, ob man dann noch mit dem Notebook arbeiten kann.

Also habe ich wie bei allen anderen Notebooks meine normalen Arbeitstage an ihm verbracht. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich jede Menge Browsertabs habe, fröhlich zwischen Excel, Word und Outlook hin- und her springe, Photoshop und Lightroom nutze und natürlich auch reichlich Videocalls habe. Die Displayhelligkeit habe ich auf 80% gestellt. Das sind etwa 200 nits und das ist zum Arbeiten eine brauchbare Helligkeit.

Sobald du Photoshop und Co. anwirfst, kannst du zuschauen, wie sich die Akku-Anzeige leert. 25-30% gönnen sich die Programme pro Stunde. Nach maximal vier Stunden ist also in dieser Hinsicht Schluss. Bei der normalen Office-Nutzung inklusive Videocalls lag der Verbrauch bei etwa 20% pro Stunde. Wenn ich hingegen lediglich in Office gearbeitet habe, verbrauchte das Swift 3 um die 15% Ladung pro Stunde. Damit wäre dann nach etwas mehr als sechseinhalb Stunden Schluss.

Wenn du die Helligkeit auf 50% oder sogar nur 40% herunterschraubst, dann ist ein Arbeitstag sicherlich machbar. Ob du dann aber wirklich produktiv bist, sei einmal dahingestellt. Denn das Display ist dann schon arg dunkel. Von daher empfehle ich dir bei absehbaren längeren Arbeiten unterwegs immer das Netzteil mitzunehmen. Das ist erfreulicherweise klein und leicht genug, dass man es problemlos in jedem Rucksack unterbringen kann.

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Emissionen

Im normalen Alltag ist das Acer Swift 3 ein leises Gerät. Die Lüfter springen hin und wieder an und haben die Temperaturen im Gerät gut im Griff. Das Notebook wird an keiner Stelle nennenswert warm.

Unter starker Last hingegen zeigt das Acer Swift 3 seine laute Seite. Die Lüfter wird deutlich hörbarer. Und es kommt auch zu einem Pfeifen. Dies hat sich bei mir im Test zum Beispiel beim Rendern von Videos und im 30minütigen Stresstest gezeigt. Das Pfeifen ist nicht sonderlich laut. Aber wenn man es einmal wahrgenommen hat, dann hört man es immer.

Wie gesagt, die Temperaturen hat Acer beim Swift 3 gut im Griff. Im Stresstest mit AIDA64 erreichte sie in der Spitze 95°, im Durchschnitt lagen sie bei 85°. Im Idle bewegen sich die Temperaturen um die 45°.

Aufrüsten geht nur bedingt

Um das Acer zu öffnen, musst du nur zwölf Torx-Schrauben an der Unterseite lösen. Danach benötigst du einen kleinen Hebel, um die Unterseite aufzuhebeln. Die sitzt allerdings ziemlich fest im Gehäuse. Der einfachste Einstiegspunkt ist an den Scharnieren.

Aufrüsten ist aber bei diesem Swift nur begrenzt möglich. Der Ram ist leider fest verlötet und damit auf 16 GB begrenzt. Das reicht für die nächste Zeit aber auch aus.

Den Akku verschraubt Acer nur. Der ließe sich also tauschen. Gleiches gilt für die SSD. Die ist mit 1 TB aber ausreichend dimensioniert und für den Alltag schnell genug, dass hier auf absehbare Zeit kein Handlungsbedarf besteht.

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Der Klang ist für ein Notebook in Ordnung

Guter Klang und Notebooks sind in vielen Fällen nur bedingt miteinander vereinbar. So auch hier.

Der Sound ist nicht schlecht. Er ist für Calls vollkommen ausreichend. Und auch bei Filmen ist der Sound ausreichend. Bei Musik gibt es hingegen Schwächen. Das liegt daran, dass das Swift 3 wie die meisten Notebooks, einen hellen und höhenlastigen Klang produziert. Es gibt einfach kaum Resonanzraum. Für Sprache ist das eher von Vorteil als für Musik.

Bei halber Lautstärke sind Tiefen noch zu erahnen. Mitten sind halbwegs präsent und die Höhen dominieren. Sie sind allerdings nicht schrill und klirren auch nicht. Die Lautstärke reicht aus, um einen normalen Raum vernünftig zu beschallen. Bei voller Lautstärke… nun… lass es einfach. Das Acer Swift 3 kann richtig laut werden. Bei Musik werden die Höhen aber deine Ohren zerlegen. Tiefen und Mitten sind dann fast vollständig aus dem Klangbild verschwunden. Das ist aber keine wirkliche Überraschung.

Halbe Lautstärke reicht für die oben erwähnten Calls oder einen Film auf der Couch aus. Wenn du öfter Musik mit dem Swift 3 hören möchtest, dann solltest du den Kauf von brauchbaren Lautsprechern in Erwägung ziehen. Damit tust du dir auf lange Sicht einen Gefallen.

Fazit Acer Swift 3: Solides Office-Notebook mit reichlich Power

Das Acer Swift 3 bietet auf absehbare Zeit genug Leistung für den Alltag. Die 16 GB RAM und die schnelle SSD mit 1 TB sind im Verbund mit dem Core i7-11370H eine gute Basis. Hinzu kommen ein gutes Display und eine gelungene Anschlussauswahl, die dir sehr viele Freiheiten lässt. Die Tastatur und das Touchpad sind ebenfalls gut und sorgen für ein angenehmes Arbeiten.

Auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Sie ist tadellos. Der einzige wirklich Schwachpunkt, den ich während meines Tests festgestellt habe, ist der verlötete RAM. Hier wäre es schön, wenn Acer künftig den RAM austauschbar gestaltet.

Für derzeit 920 Euro* bekommst du mit dem Swift 3 mit Core i7 ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis. Wer es lieber eine Nummer kleine mag, greift zum eingangs erwähnten Swift 3 mit Core i5 und 14“-Diplay. Das hat bei uns im Test ebenfalls eine gute Figur gemacht.

Zum Shop: Acer Swift 3

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*Stand: 03/2022

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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