Face Capturing: Virtuelle Gesichter werden durch AI noch realistischer

Face Capturing: Virtuelle Gesichter werden durch AI noch realistischer

Gesichter in Videospielen sehen mit jeder neuen Hardware-Generation immer besser aus. Doch so ganz überzeugen sie am Ende oft nicht, wenn es um die Feinheiten geht. Das könnte sich bald signifikant verbessern.

Wenn ich an die Gesichter in aktuelleren Spielen denke, bin ich häufig stark beeindruckt. Mir kommt da sofort Uncharted 4 oder Call of Duty: Vanguard in den Kopf. Dennoch wirken die Figuren nicht 100%ig lebensecht. Obwohl die aktuelle Technik die nötigen Polygone und Texturen für tolle Gesichter bietet, sind die Animationen meist nicht ganz auf der Höhe. Dabei geben sich die Modellgestalter und Animateure sehr viel Mühe.


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Das menschliche Gesicht und die dazugehörige Mimik sind hochkompliziert. Diese nachzubauen ist schwer und reicht niemals an die Realität ran. Wenn Menschen – oder in dem Fall Gesichter – in Videospielen realitätsnah, aber irgendwie falsch aussehen, spricht man vom „Uncanny Valley“-Effekt. Daher werden immer mehr Gesichter per Face Capturing gestaltet, ähnlich wie bei Filmen. Dadurch können deutlich mehr Details und realistische Bewegungen aufgenommen werden. Da dieses Verfahren teuer ist, wird es aber nur für wenige Charaktere gemacht.

In der Theorie überwindet die Technik irgendwann diesen Uncanny Valley-Effect. Dann werden virtuelle Gesichter und Menschen real wirken. Das VFX-Studio Ziva Dynamics arbeitet mit der Unreal-Engine und zeigt in einem Video den Stand der Dinge. Mithilfe von Face Capturing wird das Gesicht einer Person haarfein aufgenommen und auf ein virtuelles Modell übertragen. Das ist aber nichts Neues und wird so schon seit knapp 20 Jahren gemacht. Spannend und neu ist, wenn eine AI über das Material geht.

Ziva Dynamics hat eine AI mit mehreren Terabyte an Daten gefüttert und das virtuelle Gesicht analysieren lassen. Herausgekommen ist ein Gesicht, das beinahe fotorealistisch ist. Dabei verändert die AI die eigentliche Animationen nicht, füllt jedoch Lücken und fügt kleine Bewegungen an anderen Stellen hinzu. Wenn mit einem Auge gezwinkert wird, bewegt sich das ganze Gesicht und nicht nur das Auge. Das alles per Hand zu animieren, würde mehrere Stunden oder Tage dauern.

Um etwas technischer zu werden: Ziva Dynamics hat einen Trailer für die Industrie veröffentlicht, bei der man die AI und generelle Technik dahinter genauer erklärt. Spannend ist der Punkt, das die AI nicht nur an menschliche Gesichter gebunden ist. Damit könnte man also auch fiktionale Wesen und Gesichter toll animieren.


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Die Charaktere aus welchem Spiel haben eurer Meinung nach am ehesten ein AI-animiertes Gesicht verdient? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Quelle: kotaku, zivadynamics, youtube

Veröffentlicht von

Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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