AMD: Mächtige Next-Gen-APUs und spannende Details zu Navi-22

AMD: Mächtige Next-Gen-APUs und spannende Details zu Navi-22

Gleich zwei Gerüchte rund um das kommende AMD-Lineup machen gerade die Runde: neue Ryzen-APUs auf Zen-3-Basis im 6-nm-Verfahren und angebliche Specs der kommenden Navi-GPUs.

Gehen wir die Gerüchte einfach der Reihe nach gemeinsam durch, denn hier verstecken sich ziemlich interessante Details.

AMD Rembrandt: Next-Gen-Ryzen-APUs

Auf Twitter ist eine angebliche AMD-Roadmap aufgetaucht. Dort sind Informationen zu den kommenden AMD APUs (CPUs mit integrierten Grafikchips) zu sehen. Die kommende Generation läuft unter dem Namen Rembrandt und soll 2022 erscheinen. Die Roadmap an sich ist übrigens nicht neu. Sie taucht mit neuen Details immer wieder im Netz auf.

Bild: @MebiuW, editiert von VideoCardz

Bild: @MebiuW, editiert von VideoCardz

Laut den neuen Gerüchten basiert Rembrand auf der CPU-Seite auf Zen 3, die GPU-Seite verwendet dagegen RDNA2. Daneben steht noch das kleine und unauffällige Detail, dass diese Chips auf dem 6nm-Fertigungsverfahren basieren sollen. Das wäre ein neuer Rekord für Desktop-CPUs! Durch das neue Verfahren soll der Chip um 20 Prozent kleiner und deswegen sparsamer beim Stromverbrauch sein. Zudem hilft es bei der Hitzeentwicklung.

Die neuen Zen-3-Kerne sind dabei ein großer Sprung für die Zen-Architektur. AMD preist Zen-3 als „unglaublich leistungsstark“ an. Neben der neuen CPU-Architektur kommt auch noch RDNA2 ins Spiel. Das befindet sich bereits in ähnlicher Form in den kommenden Konsolen von Sony und Microsoft. Mit Rembrandt findet RDNA2 dann auch in den GPU-Kernen Einzug und verspricht deutlich mehr Grafikleistung. Daneben soll auch CVML (Compute Vision & Machine Learning) direkt in die Chips verbaut werden. Damit sind APUs künftig besser für AI-Aufgaben gerüstet und sollen damit Intels Tiger-Lake die Stirn bieten.

Weitere Details aus den Leaks sind die Unterstützung von PCIe Gen4 und LPDDR5/DDR5. Laut dem Twitter-Account von @Patrickschur sollen künftige APUs sogar DDR5-5200, bis zu 20 PCIe Gen4 Lanes und zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbps verwenden.

Andere Gerüchte besagen, dass AMD Ryzen 6000 mit AM5 einen neuen Sockel für CPUs einführen wird. Zwar ist AMD dafür berühmt (und beliebt) möglichst lange einen Sockel zu unterstützen, aber der technische Fortschritt kann selbst den roten Riesen einmal zum Wechsel zwingen. Erste Motherboards mit AM5-Sockel und passende CPUs datieren die Leaks auf das zweite Halbjahr 2021.

Inoffizielle AMD-Roadmap bis 2022

Ryzen 1000 Series Ryzen 2000 Series Ryzen 3000 Series Ryzen 4000 Series Ryzen 5000 Series Ryzen 6000 Series
Architektur Zen Zen / Zen+ Zen 2 / Zen+ Zen 3 / Zen 2 Zen 3+ / Zen 3 Zen 4 / Zen 3
Verfahren 14nm 14nm / 12nm 7nm 7nm+ / 7nm 7nm+ / 7nm 5nm / 7nm+
Max Kerne/Threads 16/32 32/64 64/128 64/128 TBD TBD
APUs Raven Ridge Picasso Renoir Cezanne Rembrandt
Release 2017 2018 2019 2020/2021 2020/2021 2022

AMD Navi 22: Radeon RX 6700 & RX 6800

AMD Radeon RDNA2 RX 6000 Series Grafikkarte GPU Big Navi 6900 XT

Die nächste Grafikkarten-Generation von AMD läuft unter der Bezeichnung „Big-Navi“. Hier wird es verschiedene Ausbaustufen von Navi geben. Jetzt gibt es erste Hinweise auf eine GPU mit einem Navi-22-Chip.

Neben den ganzen Gerüchten zu den kommenden AMD-Prozessoren gibt es seit einer Weile auch genügend Leaks und Gerüchte zu den kommenden Grafikkarten, die am 28. Oktober vorgestellt werden. Die Bezeichnung „Navy Flounder“ geht dabei schon einige Zeit durchs Netz und ist nun bei einem Update des RadeonOpenCompute (ROCm) wieder aufgetaucht. Laut den Irrungen und Wirrungen des Internets handelt es sich bei „Navy Flounder“ um den Mittelklasse-Grafikchip Navi-22. Dieser könnte in kommenden RX 6700 und RX 6800 Grafikkarten zum Einsatz kommen. Navi-21 wird dagegen als „Sienna Chiclid“ bezeichnet und soll in den Flaggschiff-Karten verbaut sein.

Der Reddit-Nutzer Stlbr hat aus den vorhandenen Gerüchten eine Übersicht der Navi-22-GPU erstellt. Daraus geht hervor, dass sie bis zu 40 Compute-Units besitzen kann. Wenn AMD bei seinen bisherigen Kernen pro CU bleibt, dann wären das bis zu 2560 Rechenkerne (64×40). Damit kommt Navi-22 auf dieselbe Kernzahl, wie eine aktuelle Radeon RX 5700 XT.

Daneben soll „Navy Flounder“ (Radeon RX 6800/6700) 192-Bit-Bandbreite und bis zu 12 GB RAM besitzen, während „Sienna Chiclid“ (Radeon RX 6900) dagegen ein 256-Bit-Interface mit bis zu 16 GB Speicher bekommen soll. Es gibt auch weitere und tiefgehendere technische Vermutungen bei Navi-21 und Navi-22: So bekommt Navi-21 zwei VCN 3.0 (Video Core Next) und vier SDMA-Controller, Navi-22 erhält von beidem nur die Hälfte.

Auf dünnem Eis bewegen sich die Gerüchte zum Thema Navi-23. Dabei soll es sich um den kleinsten Chip für Big-Navi-GPUs handeln. Mit einer angeblichen Chipgröße von 240 mm2 wäre er auch der physisch kleinste Chip. Navi-22 soll 340 mm2 und Navi-21 505 mm2 groß sein.

Auch hier wieder die übliche Anmerkung: Bei all den Details handelt es sich um Informationen aus mehreren Quellen. Die Angaben können – müssen aber nicht – stimmen. Daher sind sie eher als ein grober Rahmen zu verstehen, in dem sich die neuen Grafikkarten bewegen können. Wirklich handfeste Details wird es dann am 28. Oktober beim AMD-Grafikkarten-Event geben. Die zweite Jahreshälfte wird für Hardware-Fans damit ziemlich aufregend. Denn Nvidia und Intel stehen mit weiteren Ankündigungen und Kontern bestimmt schon in den Startlöchern.

Aber was denkt ihr über „Big-Navi“: Seid ihr gespannt, was AMD zu bieten hat? Oder habt ihr euch schon eine neue RTX-Grafikkarte von Nvidia geholt? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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Quelle: amd.com, via: wccftech.com, wccftech.com Bilder: twitter.com, twitter.com, Reddit.com, AMD

Veröffentlicht von

(Junior) Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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