AMD Ryzen 6000 „Rembrandt“-APU mit RDNA2 schlägt Nvidia & Intel wohl deutlich

AMD Ryzen 6000 „Rembrandt“-APU mit RDNA2 schlägt Nvidia & Intel wohl deutlich

Ein neuer Tag und neue Leaks zu kommenden AMD-Prozessoren. Diesmal wurde „Rembrandt“ (aka AMD Ryzen 6000 für Notebooks) in Benchmarks entdeckt – und lässt die Konkurrenz erwartungsgemäß hinter sich.

Endlich RDNA2 und DDR5 in Ryzen-APUs

Zuletzt mehren sich Sichtungen von AMDs Rembrandt. Dabei handelt es sich nicht um barocke KI-Kunst, sondern um die neueste Generation von APUs – also Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit. Nach AMD Renoir (Ryzen 4000), Cezanne (Ryzen 5000) und weiteren, wird auch diese Art von Chips des kalifornischen Unternehmens den Namen eines berühmten Malers tragen.

Im Falle von Rembrandt, bzw. dann vermutlich Ryzen 6000, sollen wohl überarbeitete CPU-Kerne auf Basis von Zen3+ zum Einsatz kommen. Also keine komplett neue Architektur, sondern stattdessen eine Verbesserung des Vorgängers Ryzen 5000. Weiterhin werden wohl maximal acht Kerne und 16 Threads die Prozessoreinheit bilden.

AMD Ryzen CPU Windows 11 Performance Bug Probleme via wccftech Aufmacher Blog

Im UserBenchmark erreichte ein unbenannter AMD-Prozessor bereits interessante Werte, die allerdings unter denen des direkten Vorgängers Ryzen 5800H lagen. Das dürfte mit dem frühen Stadium des Chips verbunden sein, der maximal mit 3,9 GHz laufen durfte.

Immerhin wurde bereits DDR5-Arbeitsspeicher eingesetzt, der allerdings noch im langsameren Single-Channel lief. Zudem muss man UserBenchmark-Ergebnisse mit einer Portion Skepsis genießen, denn die Seite ist dafür bekannt seltsame Wertungsmaßstäbe an den Tag zu legen, die AMD-Prozessoren systematisch benachteiligen.

AMD Rembrandt APU-8-Core-16-Thread-Ryzen-6000 via UserBenchmark WCCFTECH

Trotzdem: Wirklich spannend ist, was sonst noch in den neuen APUs steckt: Denn erstmals kombiniert AMD seine aktuellen Prozessoren mit einer integrierten RDNA2-Grafikeinheit. Diese Grafikarchitektur steckt auch in den rasend schnellen GPUs der Radeon RX 6000er-Reihe sowie in der PlayStation 5 und der Xbox Series.

Im Falle der letzteren beiden ist sie mit älteren Zen-2-Kernen bereits als APU vorhanden. In Notebooks (und später wohl auch im Desktop) bekommt ihr dann aber mutmaßlich eine hochmoderne Zusammenstellung von Prozessor- und Grafikeinheit geboten.

Die Vorgänger nutzten noch eine VEGA II-GPU, deren Grundgerüst immerhin bereits fünf Jahre alt ist. Mit RDNA2 sind deutliche Leistungssprünge erwartbar, die man bereits jetzt aus dem Benchmark ablesen kann.

Benchmark AMD RDNA2 iGPU ES Nvidia Geforce MX350 Intel Iris Xe DG1
Belichtung 29.5 FPS 24.8 FPS 23.6 FPS
Reflektionen 131 FPS 26.6 FPS 27.2 FPS
MRender 9.7 FPS 17.3 FPS 29.2 FPS
Gravity (Physik) 33.7 FPS 24.2 FPS 31.6 FPS

So konnte die RDNA 2 iGPU (1CFA 0004) die Intel Iris Xe DG1 um 25% in Lichtberechnungen schlagen. Bei Reflektionen war sie sogar enorme 382% vor der Intel-GPU. Nur im MRender-Benchmark konnte sich Intel um 201% absetzen. Eine vergleichbare Nvidia GeForce MX350 konnte ebenfalls nur im MRender-Benchmark punkten und musste sich sonst dem frühen Engineering-Sample von AMD geschlagen geben.

Uns steht also womöglich ein großer Leistungssprung bei integrierten Grafikeinheiten bevor. Wenn ihr wissen möchtet, was der Vorgänger im Desktop leisten kann, dann schaut euch unseren Kurztest dazu an oder lest die umfangreichere Version.


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Was haltet ihr von den Leaks zum vermeintlichen AMD Ryzen 6000? Ist das eure neue APU oder habt ihr ein anderes Modell im Visier? Schreibt es uns in die Kommentare.

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via: Tom’s Hardware (1) (2), wccfTech (1) (2), BenchLeaks via Twitter.com, UserBenchmark

 

Veröffentlicht von

Großer Film- und Serien-Nerd, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch die älteren Geschwister fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf seiner PS4 Pro.

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