„AMD Ryzen 9 4950X“ – Zen 3 wohl mit massig Gaming-Power

      „AMD Ryzen 9 4950X“ – Zen 3 wohl mit massig Gaming-Power

      Zum vermeintlichen kommenden Top-Prozessor von AMD – dem „Ryzen 9 4950X“ – sind neue Details aufgetaucht – und sie lesen sich verdammt gut.

      AMD Vermeer soll Intels Gaming-Dominanz endgültig brechen

      Nach dem französischen Maler „Matisse“ steht bei AMD mit der neuen CPU-Familie „Vermeer“ nun ein Meister des niederländischen Barocks als Namenspate bereit. Meistern möchte AMD mit den neuen Zen-3-Prozessoren auch die Gaming-Dominanz von Marktführer Intel. Denn während die jetzigen Ryzen-3000-Prozessoren bereits in fast allen Benchmarks vor Intels Core-i-Reihe liegen, bringen letztere beim Gaming noch immer leicht höhere Bildraten.

      Dies ist vor allem auf den hohen Takt der Intel-CPUs zurückzuführen. Mit über 5GHz auf einem Kern profitieren gerade Spiele von der hohen Single-Thread-Performance. Allerdings wird diese von der zugrundeliegenden 14nm-Architektur auch mit einem sehr hohen Verbrauch erkauft. Denn Intels neue Desktop-Prozessoren basieren noch immer auf einem fünf Jahre alten Grundgerüst.

      AMD Ryzen 4000 Vermeer zen 3

      AMDs Zen-Prozessoren sind in 7nm deutlich moderner gefertigt und somit verbrauchsärmer. Darüber hinaus haben bereits die Ryzen 3000er-Modelle eine höhere IPC als Intels CPUs. „IPC“ bezeichnet die Instruktionen pro Taktzyklus, also die mögliche Arbeitsmenge eines Prozessors während eines Taktdurchlaufs. Dieser wird mit dem jeweiligen Takt multipliziert und ergibt so grob die „Single-Thread-Performance“, also die Leistung pro Kern, ohne zusätzliches Multithreading.

      Das klingt alles furchtbar kompliziert? Muss es nicht, denn im Endeffekt heißt das einfach, dass aktuelle AMD-CPUs – beim gleichen Takt – schneller sind als Intel-CPUs. Kommen AMD-Prozessoren auf dieselben Taktraten, sollten sie also deutlich schneller sein. Bislang war das mit den Ryzen 3000-Prozessoren aber nur schwierig zu erreichen. Und hier kommt AMD mit den neuen „Vermeer“-Prozessoren ins Spiel.

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      AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ – Bereits jetzt mit hohem Takt

      Der Tech-Journalist und Gründer von Igor’s Lab, Igor Wallosek, ist bekannt für akkurate Leaks. Über seine für gewöhnlich sehr gut informierten Quellen hat er nun Informationen zum vermeintlichen Top-Modell von AMD erhalten. Dieser wurde wohl von einem einschlägigen Unternehmen als Test-Sample genutzt. Und aus der Typenbezeichnung lässt sich traditionell der Takt ableiten. Laut Igor nennt sich diese 100-000000059-52_48/35_Y – wobei die letzten beiden Zahlen auf den Boost- und den Standardtakt hindeuten. Die CPU hat 16 Kerne mit 32 Threads und soll somit bis zu 4,8 GHz boosten können. Man muss dazu sagen, dass dies ein frühes Testsample ist. Der Takt dürfte also noch zulegen. Zum Vergleich: Frühe Samples des Vorgängers Ryzen 3000 takteten deutlich niedriger.

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      Da sich mit Zen 3, alias Vermeer, die Kernanzahl nicht erhöhen soll, dürfte es sich, bei dem hier gesichteten Modell, um einen möglichen „Ryzen 9 4950X“ handeln. Zumindest, wenn man die Namensgebung der Vorgängergeneration beibehält. Nebenbei soll mit Zen 3 auch die IPC deutlich zunehmen, da die Architektur das bislang größte Cache-Redesign der Zen-CPU-Geschichte darstellen soll. Ein Flaschenhals über den geteilten L3-Cache ist somit nicht mehr zu erwarten. Damit dürfte die Leistung – beim gleichen Takt – deutlich über dem Vorgänger liegen. Und demnach auch deutlich über den aktuellen Intel-CPUs.

      AMD Ryzen 4000 – Mit Übertaktungs-Feature?

      Ebenfalls spannend ist ein Blick in den Changelog der CPU. Igor hat hierbei einen Hinweis auf eine Vcore-Optimierung pro Kern entdeckt. Diese führte Intel bei seiner aktuellen 10. Generation Core-i ein. Sie sorgt unter anderem auch dafür, dass Intel aus einer vergleichsweise alten Architektur eine sehr hohe Performance herauspressen kann. Da AMD dieses Feature nun zu adaptieren scheint, könnte es hier ebenfalls zu deutlichen Leistungsgewinnen kommen. Gerade Übertakter dürften sich darüber sehr freuen, da man so schnell hohe Taktraten erreichen kann.

      Ob und wie AMD eine vCore-Optimierung zum Beispiel in die hauseigene Software „Ryzen Master“ integriert, wird sich zeigen müssen. Allzu lange warten müssen wir wahrscheinlich nicht mehr, denn Ryzen 4000 mit Zen-3-Architektur wird noch dieses Jahr erscheinen. So ließ es es bereits AMD Executive Vice President of Computing & Graphics, Rick Bergman, Ende Juli verlauten.

      Was meint ihr zu den neuen AMD-Ryzen-Prozessoren? Lohnt es sich darauf zu warten oder habt ihr bereits jetzt mehr als genügend Leistung zur Verfügung? Lasst es uns in einem Kommentar wissen. Wir halten euch mit weiteren News hierzu auf dem Laufenden.

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      via: Igor’s Lab; AMD-Firmenblog, Aufmacher via Trusted Reviews

      Veröffentlicht von

      Großer Film- und Serien-Nerd, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch die älteren Geschwister fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf seiner PS4 Pro.

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