AMD stellt Dual-GPU-Monster Radeon R9 295X2 vor

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AMD hat seine neueste Entwicklung für den Highend-Grafikkarten-Markt vorgestellt, das Dual-GPU-Monster Radeon R9 295X2. Auf der Grafikkarten-Platine vereint das US-Unternehmen zwei seiner derzeit leistungsfähigsten GPUs (Codename „Hawaii“) in maximaler Ausbaustufe und packt 2 x 4 Gigabyte GDDR5-VRAM sowie eine Wasserkühlung dazu. Die Radeon R9 295X2 soll laut AMD ab Ende April für 1310 Euro im europäischen Handel erhältlich sein.

Die neue Radeon R9 295X2 ist die schnellste Grafikkarte unter allen aktuell auf dem Markt erhältlichen Modellen. Nvidia hat zwar kürzlich die eigene brandneue Dual-GPU-Lösung GeForce Titan Z angekündigt, doch wann diese verfügbar sein wird ist bislang unklar. Zudem spielt sie preislich mit rund 3000 US-Dollar noch einmal in einer ganz anderen Liga.

Den Hawaii-Grafikchip, der in doppelter Ausführung auf der Radeon R9 295X2 verbaut wird, kennen wir bereits von den Grafikkarten Radeon R9 290X und FirePro W9100. Die GPU basiert auf der GCN-(Graphics Core Next)-Architektur Version 1.1 und besitzt 2816 Shader-Einheiten. Auf dem neuen Dual-GPU-Flaggschiff taktet AMD den Grafikchip allerdings in beiden Fällen mit 1020 Megahertz, also sogar etwas höher als auf den Single-GPU-Modellen (1000 Megahertz bei der Radeon R9 290X). Die 2 x 4 Gigabyte GDDR5-Videospeicher sind jeweils mit einem 512 Bit breiten Speicherinterface an die GPUs angebunden.

Um die Hitzeentwicklung der beiden Hawaii-GPUs im Zaum zu halten vertreibt, AMD die Radeon R9 295X2 mit integrierter Wasserkühlung samt Radiator. Außerdem gibt der Hersteller an, dass sich die Grafikkarte bei PC-Spielen rund 500 Watt Leistungsaufnahme genehmigt. Dafür soll die Dual-GPU-Lösung aber auch genug Power mitbringen, um selbst aufwendige DirectX-11-Titel in maximaler Detailstufe und mit 4K-Auflösung flüssig darzustellen.

In Zahlen ausgedrückt spricht AMD davon, dass die Radeon R9 295X2 im aktuellen 3DMark 62 Prozent schneller ist als die Radeon R9 290X. Zudem soll die Dual-GPU-Grafikkarte in rechenintensiven GPGPU-Anwendungen bis zu 11,5 TeraFlops bei einfacher und 2,87 TeraFlops bei doppelter Genauigkeit abliefern.

Die Radeon R9 295X2 unterstützt DirectX 11.2, OpenCL 1.2 und mit einem kommenden Treiber auch OpenCL 2.0. Mit Strom versorgt wird die Grafikkarte über zwei 8-polige Anschlüsse des Netzteils.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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