Android 4.0: das bringt Icecream Sandwich

Fast 12 Stunden ist es her, als das Google und Samsung-Event in Hong Kong begann. Vorgestellt wurde zuerst das Samsung Galaxy Nexus, welches wir euch bereits hier im Blog vorgestellt haben. Wer nicht den ganzen Text lesen will, der kann sich auch das knapp einstündige Event als Video anschauen, welches ich unten eingebunden habe.

Offensichtlich neu: das Design von Android 4.0. Das Smartphone benötigt keine Hardwaretasten mehr, Ice Cream Sandwich hat eine Navigationsleiste, die an die Menüführung von Android Honeycomb auf Tablets erinnert. Im Screenshot seht ihr das meiner Meinung nach sehr gut:

Auf dem Screenshot seht ihr auch zwei weitere Neuerungen: Widgets für den Kalender, Google Mail und Co können mit Android 4.0 in der Größe angepasst werden. Seht ihr den kleinen blauen Rahmen im linken Teil des Screenshots rund um das Widgets? Das ist die Funktion des „Größe änderns“. Die Wichtigkeit der Widgets beweist auch die Tatsache, dass man einen eigenen, prominenten Platz für die Widgets geschaffen hat, sie residieren jetzt direkt neben den Apps und lassen sich so schnell und problemlos aufrufen.

Das neue System wird man direkt sehen, wenn man das Gerät in der Hand hat: ein völlig neu designter Lockscreen, der über die Fähigkeit verfügt, animierte Wallpaper im Hintergrund anzuzeigen. Auch lassen sich über den Lockscreen vordefinierte Aktionen auslösen. So kann man direkt die Kamera zum Fotografieren auswählen oder sogar Anrufe mit vorher definierten Antworten abweisen – zum Beispiel, wenn man während der Autofahrt aus irgendwelchen Gründen (keine Freisprecheinrichtung) nicht an das Telefon gehen kann. Im Linken Teil des Screenshots seht ihr einen Ordner namens Google Apps. Ordner lassen sich so einfach wie bei Apples iOS anlegen: man zieht eine App auf die andere, schon kann man einen Ordner erstellen.

Das Multitasking ist bei Android 4.0 noch offensichtlicher. Wie auch schon bei Honeycomb auf dem Tablet sieht man alle geöffneten Applikationen direkt und es kann hin- und hergeschaltet werden. Rechts im Screenshot seht ihr das neue Benachrichtigungssystem. Was angezeigt wird, könnt ihr direkt in den Einstellungen festlegen. Ob mit oder ohne Twitter & Co – it’s up to you.

Auch der Android Browser wurde aufgebohrt. Bis zu 16 Tabs kann er geöffnet haben, Lesezeichen lassen sich mit Google Chrome synchronisieren . Seiten lassen sich zum offline lesen abspeichern, auch ist ein einfacher Switch zwischen mobiler und normaler Web-Ansicht möglich.

Auch die Google-eigenen Apps wurden stark verbessert. Zum Beispiel lassen sich Mails per Wischen durchschalten, das Wörterbuch wurde optimiert und auch eine Spracheingabe ist möglich. Wichtige, häufig genutzte Optionen werden in der Action Bar angezeigt.

Netzwerken – das scheint besonders wichtig. So findet man eine People App, in der man seine Kontakte nebst sozialer Netzwerke, Fotos und allem anderen hat. Quasi eine Live-Ansicht in die Sharing-Welt der eigenen Kontakte. Ihr könnt sehen, wer etwas gemacht hat, beziehungsweise wer on- oder offline ist. Schaut man sich das Ganze genauer an, so könnte man der Meinung sein, dass Android sich ein wenig von Windows‘ Metro UI hat beeinflussen hat lassen, nicht wahr? Wohin man auch schaut: große Fotos von den Kontakten, sofern vergeben.

Stark verbessert wurde auch alles, was sich um Fotos und Videos dreht. So findet man Live-Filter, die schon vor dem Aufnehmen des Bildes greifen, als auch eine Vielzahl von Filtern, die es euch ermöglichen, das Bild optisch zu verändern. Neben den einfachen Änderungen lassen sich auch einfache Funktionen der Bildbearbeitung benutzen.

Auch die Galerie hat einen frischen Anstrich verpasst bekommen, Vorschaubilder sind noch größer und lassen sich selbstverständlich auch direkt überall hin teilen. Weiter geht es. Übrigens – was ich richtig toll finde: Visual Voice Mail. Quasi nur die Möglichkeit, Voicemails zu empfangen bzw. zu senden. Ich sage euch: ich werde das nutzen – zu 100%! Nun ja – wenn mein Gegenüber auch ein unterstütztes Smartphone nutzt.

Noch einmal ein „Unter der Haube“-Thema. Für jede einzelne App kann festgelegt werden, ob diese im Hintergrund Daten senden darf. Dies ist explizit einstellbar. Des Weiteren lassen sich natürlich auch detaillierte Statistiken über den Datenhunger eines jeden Programmes sehen.

Zum letzten Part: NFC: Über die Near Field Communication habe ich hier im Blog schon viel geschrieben. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Ersatz für die Geldbörse und natürlich auch der Austausch von Daten. So lassen sich via NFC Kontakte, Links & Co von Gerät zu Gerät übertragen. Wie gesagt, die Einsatzbereiche sich vielfältig.  Falls euch mein kurzer Anriss nicht gereicht hat, dann nehmt euch eine Stunde Zeit und schaut die komplette Präsentation. Und, wie gefällt euch Android 4.0?

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6 Kommentare auf "Android 4.0: das bringt Icecream Sandwich"

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Ich finde die Neuerungen von Android 4.0 grundlegend sehr sinnvoll und Interessant. Ist denn schon klar, auf welchen Geräten es verfügbar sein wird? Wie sieht es beispielsweise mit meinem Smartphone, dem HTC Desire HD aus???

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ich will es für mein SGS II haben

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in einigen wochen sollte es die ersten custom roms geben…mal sehn, wie lange es dauert, bis ein anständiges custom rom für mein desire hd kommt 🙂

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vom Design her schonmal interessant und mit vielen neuen features schönes ding
ich hoffe nur das es auf möglichst vielen smartphones läuft
Galaxy S1 vor allem 🙂

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ich will es auf dem iphone haben!

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Was ich nich richtig verstehe: Visual Voicemail ist doch ne App, die die Mailbox-Nachrichten als Audiofiles abruft und anhören, spulen etc lässt. Das braucht doch dsa gegenüber nicht?! Oder?!

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