Android L: Project Volta verbessert Akku-Laufzeiten

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Zum Auftakt der hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 hat Google in der vergangenen Woche die brandneue Android-Version Android L vorgestellt und kurz danach auch gleich eine frühe Beta-Ausgabe (Developer Preview) des Mobilbetriebssystems zum Download freigegeben. Das führte dazu, dass mittlerweile mehrere renommierte Technik-Publikationen einen genaueren Blick auf Android L werfen konnten. Die US-Webseite Ars Technica hat dabei interessante Beobachtung bezüglich der Energieeffizienz der neuen Android-Version gemacht und diese kürzlich veröffentlicht. Nur so viel vorne weg: Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Wie Google während der Google-I/O-Keynote verriet, hat das Android-Entwicklerteam mehrere Verbesserungen in die neue L-Version eingebaut, die zusammen mit Project Volta umschrieben werden und dazu beitragen sollen, das gesamte System stromsparender arbeiten zu lassen. In erster Linie wird das durch einen neuen Job-Scheduler ermöglicht, der die Anfragen von Apps, die Prozessor-Zeit beanspruchen, effizienter verwalten soll. Darüber hinaus setzt Google unter Android L vollständig auf die neue Laufzeitumgebung ART, die im Vergleich zur bislang verwendeten Dalvik schneller und somit ebenfalls effizienter arbeiten soll. Die Testergebnisse von Ars Technica können Googles Versprechungen nun schon einmal grundsätzlich bestätigen.

Um den Nutzen der Optimierungen, die Google in Android L vorgenommen hat, zu überprüfen, hat die US-Publikation das Google-Smartphone Nexus 5 einem speziellen Akku-Test unterzogen. Bei diesem wird alle 15 Sekunden eine neue Webseite aufgerufen und der Ruhezustand des auf 200 Candela pro Quadratmeter justierten Displays unterbunden. Für einen der Testdurchläufe wurde auf dem Nexus 5 die erst kürzlich veröffentlichte Android-Version 4.4.4 KitKat installiert und die mitgelieferten Apps auf den neuesten Stand gebracht, für den anderen griff die Publikation auf eine Android-L-Neuinstallation zurück. Da Android L über einen speziellen Energiesparmodus verfügt, der die Geräteleistung standardmäßig ab einem Akkustand von 15 Prozent reduziert, wurde dieser außerdem deaktiviert.

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Die Laufzeit-Tests von Ars Technica brachten einen klaren Gewinner hervor: Unter Android L fiel die Akkulaufzeit des verwendeten Nexus 5 um 36 Prozent länger aus als unter Android 4.4.4 KitKat. In konkreten Zahlen heißt das, ein und dasselbe Smartphone hielt unter Android L 471 Minuten, unter Android 4.4.4 jedoch nur 345 Minuten mit einer Akkuladung durch. Und das alles, obwohl es sich wie erwähnt bei Android L derzeit nur um eine Developer Preview handelt. Ars Technica geht davon aus, dass Google bis zur Veröffentlichung der finalen Version die Optimierungen sogar noch weiter vorantreiben könnte.

Fotos: Google, Arstechnica
Quelle: Ars Technica

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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Eine Antwort auf Android L: Project Volta verbessert Akku-Laufzeiten

  1. avatar Michael sagt:

    Der Punkt ist, dass dafür dann wieder stromfressendere Hardware oder so verbaut wird. Wenn die Marktforschung ergeben hätte, dass ein grosser Anteil Leute ein Gerät nicht kauft, weil es nicht mehr wie einen Tag Akku hat, wäre das schon lange geändert worden. So wird einfach so verbaut, dass es gut für einen Tag reicht.

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