Angefasst: Nokia Lumia 2520, 1520 und 1320

Auf der Nokia World in Abu Dhabi hatte Nokia drei neue Devices vorgestellt: Das Tablet Lumia 2520 und die beiden 6-Zoll-Smartphones Lumia 1520 und Lumia 1320.

Nokia wäre aber nicht Nokia, wenn das PR-Team nicht auch die deutschen Blogger zum Zuge kommen lässt und die Geräte noch einmal in kleinerer Runde vorstellt. So ging es also nach Düsseldorf um die neuen Lumias begutachten zu können.

Die technischen Daten zu den drei Modellen findet ihr hier.

Fangen wir beim größten an: Dem Lumia 2520, ein 10 Zoll Windows 8 RT Tablet.

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Optisch und haptisch setzt es die Lumia-Reihe konsequent fort und man erkennt sofort, dass es nur ein Nokia sein kann.
Das Display ist sehr hell, kontrastreich und lässt sich auch aus sehr flachem Blickwinkel noch problemlos ablesen. Es reagiert auch sofort und problemlos auf Eingaben.
Zur allgemeinen Verarbeitung und Performance lässt sich aber leider noch nicht viel sagen, da das Gerät vor Ort noch ein Vorserienmodell war.

Bei den Features und dem Zubehör lässt sich Nokia auch nicht lumpen. Beispielsweise ist eine Art „FastCharge“-Technik verbaut – der Akku lädt damit innerhalb von 30 Minuten auf rund 50% auf, in einer Stunde auf bis zu 80%.
Auch exklusive Apps wie, z.B. der Nokia Video Director und Nokia Storyteller sind dabei.

Als optionales Zubehör gibt es wie bei mittlerweile bei Tablets üblich auch ein Keyboard-Folio, längere Texte sollten damit also kein Problem darstellen.

Insgesamt also ein rundes Paket, das nur einen großen Haken hat: Wann es nach Deutschland kommt ist noch nicht bekannt, somit gibt es auch noch kein Preis.

Lumia 1520

Das Motto des 1520 war es, ein Gerät ohne Kompromisse zu bauen. Das hat meiner Meinung nach geklappt. Einzig die Displaygröße ist natürlich ein Punkt, bei der jeder für sich überlegen muss, ob sie gefällt.

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Technisch hat das 1520 einiges zu bieten. Es kommt wieder Nokias PureView-Technik mit 20MP zum Einsatz – das Lumia 1020 bleibt also Kamera-Flaggschiff – dazu gesellen sich ein riesiger 3400mAh Akku, das 6-Zoll-Full-HD Display und ein nur 8,9mm dünner Polycarbonat-Unibody. Trotz des schlanken Gehäuses beherbergt es einen Snapdragon 800 Quad-Core mit 2,2Ghz, 2 GB RAM und 32 GB Speicher – erweiterbar um bis zu 64GB via micro-SD Karte.

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Das Display ist, um mich kurz zu fassen, fantastisch! Knackscharf, keine Pixel zu sehen, sehr große Blickwinkel und eine super Farbwiedergabe.
Trotz der Größe liegt es gut in der Hand sobald man sich einmal daran gewöhnt hat. Auch hier war es aber leider noch ein Vorserienmodell, so dass man nicht allzu viel über die Verarbeitung sagen kann. Aber für ein Vorserienmodell war die Verarbeitung schon sehr ordentlich. Auch die Software war noch nicht zu 100% fertig, so dass ich leider keine Testfotos vom Gerät mitnehmen durfte. Aber dafür werden wir noch genug Möglichkeiten haben, wenn es erst einmal auf dem Markt erhältlich ist 😉

Wo wir bei der Software sind: Es kommen natürlich auch wieder alle Nokia-Apps wie die HERE-Dienste oder die Nokia Camera mit, zusätzlich gibt es auch noch ein paar neue Apps wie Storyteller und Re-Focus. Mehr dazu aber später.

Mein Fazit: Ein klasse Gerät, das ich mir auf jeden Fall genauer ansehen werde, sobald es auf dem Markt ist. Einziges Minus bei der Displaygröße: Kein Stylus-Support. Ich persönlich brauche ihn auch nicht, aber einige werden es sicher vermissen.

Es soll noch dieses Jahr vor Weihnachten auf den Markt kommen, die UVP ist mit 799 Euro allerdings recht hoch.

Lumia 1320

Beim Lumia 1320 hat Nokia diejenigen bedacht, die auch in den Genuss eines 6″ Windows Phones kommen wollen, aber dafür keine 800 Euro ausgeben möchten. Entsprechend niedriger fallen dafür auch die technischen Daten und Ausstattung aus. Das Display löst mit 720×1280 Pixeln auf, als Prozessor kommt ein auf 1,7 GHz getakteter Snapdragon 400 Dual-Core zusammen mit 1GB RAM zum Einsatz. Dazu gibts 8 GB Speicher, der per micro-SD Slot um bis zu 64GB erweitert werden kann.
Ein weiterer Unterschied zum 1520 ist das Wechselcover. Dadurch wirkt es wie ein vergrößertes Lumia 625, welches bislang mit 4,7″ das größte Modell war.

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Trotz der vermeintlich geringen Auflösung sieht das Display gut aus, Pixel erkennt man nur bei genauem Hinsehen und die Blickwinkel sind sehr groß – gerade bei einem so großen Display natürlich ein wichtiger Punkt. Am Display hat Nokia also schon mal nicht gespart.

Das Wechselcover ist wie erwähnt identisch ausgeführt zum Lumia 625 und wirkt dadurch sehr hochwertig. Auf den ersten Blick fällt es auch nicht auf, dass das Cover überhaupt wechselbar ist.

Mit einer UVP von 399 Euro hat Nokia hier ein gutes Paket für die Mittelklasse gepackt, einzig die Verfügbarkeit, voraussichtlich erst ab Februar 2014, ist ein kleiner Minuspunkt. Sparfüchse müssen also noch etwas warten.

Die Apps

Auch neue Apps hatte Nokia mit dabei.

Am spannendsten fand ich hier die Storyteller App, da sie die Punkte „Imaging“ und „Localisation“, die für Nokia im Fokus stehen, verbindet. Im Grunde verbindet sie die geschossenen Fotos mit dem Ort, dem Datum, und visualisiert diese Daten auf einer Weltkarte. Ich denke besser als ich es in Worte fassen kann, erklärt das ein kurzes Video von Nokia:

Spannende Sache, funktioniert übrigens auch, wenn ihr die Fotos mit anderen Geräten aufnehmt und auf das Lumia kopiert. Einzige Voraussetzung dafür: Das Foto muss die Positionsdaten enthalten.

Und dann ist da noch Refocus. Mit der App lassen sich Fotos nachträglich neu Fokussieren – vorausgesetzt die Fotos wurden mit Refocus aufgenommen.
Das ganze  funktioniert so, dass die App mehrere Fotos einer Szene mit verschiedem Fokus aufnimmt, so ähnlich wie bei der SmartCam. Die Aufnahmen werden dann zusammengefasst, so dass man mit einem Fingertipp den Fokus neu setzen kann. Das Prinzip kennen sicher einige schon von der Lytro Lichtfeldkamera, nur dass hier die Technik in einem Smartphone steckt.

 

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Eine Antwort auf Angefasst: Nokia Lumia 2520, 1520 und 1320

  1. Endlich bringt Nokia auch schnelle und große Handys auf den Markt. Die sind zwar nicht jedermanns Sache, aber haben eben doch ihre Liebhaber. Ich sehe Nokia damit auf einem guten Weg, auch wenn der lange dauert. Schade, dass sie an Microsoft verkauft haben 🙁

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