Anwendertest 2: HP Probook 450 G1 mit Windows 8.1 Pro

HP-ProBook

Dass unsere Blog-Leser auch schreiben können, haben sie schon öfters bewiesen. Im Juli suchten wir für je ein HP ProBokk 450 G1 einen Tester. Ausgewählt wurde James G. der das Notebooks für Euch testen durfte. Hier hier ist nun sein Usertest zum HP ProBook 450 G1.

Vielen Dank an James Groh für den ausführlichen Test und die vielen Bilder.

HP Probook 1

Review zum Hp Probook 450 G1

Zum ersten Mal habe ich die Möglichkeit einen längeren Bericht über ein Produkt zu schreiben. Auf den letzten Drücker, nämlich einen Tag vor Abflug nach Peru erreichte mich das Paket von Notebooksbilliger.de mit dem heiß ersehnten Testobjekt. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, dieses sofort auszupacken und näher zu betrachten.
Etwas abgeschreckt von der Größe der Verpackung war ich dann aber doch positiv über die doch recht kompakte Größe für ein 15,6“ Laptop. Durch die Maße begünstigt passt das Probook perfekt in meinen 40 x 20 cm Trolley für das Handgepäck.

Aber zuerst zum Lieferumfang:
Enthalten sind neben dem Laptop, ein Akku, ein Ladegerät und das passenden Stromkabel und eine kleine Tüte mit ein bisschen Papier und einer CD, also wirklich auf ein Minimum reduziert. Keine tollen Gimmicks oder anderen Spielereien, noch eine aufwendige Verpackung. Zweckmäßig und einfach gehalten um Ressourcen zu sparen ist hier die Devise, die ich gerne Unterstütze auch wenn ich einem Tuch für das Display nicht abgeneigt gewesen wäre.

HP Probook 2

Der erste Eindruck zählt
Auf den ersten Blick macht das ProBook einen wertigen und sehr guten Eindruck. Die gummierte Oberfläche in Kombination mit der Aluminiumverkleidung des Laptops ergibt eine tolle Kombination. Schade, dass auf der Unterseite nur einfacher rauer Kunststoff verwendet wurde, hier wäre die gummierte Oberfläche wie auf der Oberseite besonders für das Arbeiten auf dem Schoß, angebracht gewesen und würde dem ProBook einen noch wertigeres Äußeres geben

Nun denn, schnell den Akku eingesetzt und den Powerbutton gedrückt und schon erscheint das blaue HP Logo auf dem Display. Dank rund 50% geladenem Akku, kann auch direkt ohne Stromquelle losgelegt werden.

Die erste Einrichtung geht schnell von der Hand, da ich bereits ein Microsoft Konto besitze, musste ich mich auch nicht weiter registrieren, sondern konnte einfach meine Zugangsdaten eingeben. Noch ein paar Grundeinstellungen zur Privatsphäre vorgenommen und schon lächelte mich die Kachelansicht von Windows 8 Professional an. Ja ihr habt richtig gelesen, noch handelte es sich um Windows 8 und nicht 8.1. Also ab in den Store und das Update gezogen, doch die Ernüchterung sollte nicht lang auf sich warten lassen. Für das Update auf Windows 8.1 sollten zuerst alle Updates für Windows 8 gemacht werden. Nun denn, zum Glück hatte ich noch 5 Stunden bis zum Abflug um 06:00 Morgens und an schlafen war eh nicht zu denken, also alle Updates gezogen. Und zum Glück hatte ich noch die fünf Stunden, denn nach über 140 Updates allein für Windows 8 war noch lange nicht an Windows 8.1 zu denken. Abmarsch hieß es von nun an und der erste richtige Test musste auf den 10 Stunden Flug von Amsterdam nach Quito verschoben werden. Hier kann das ProBook auch gleich seine Qualitäten in Sachen Mobilität unter Beweis stellen.

Nun sitze ich im Flugzeug von Amsterdam nach Quito neben einem schmatzenden und schnarchenden Sitznachbarn, der doppelt so viel Platz wie ich benötigt und zwanghaft versucht, sich mit mir in seinem unruhigen Schlaf um die Armlehne zu streiten. Aber ich schweife vom Thema ab.

Nun denn, bevor ich auf Windows 8 und seine Eigenheiten in Kombination mit dem Touchscreen eingehe, werde ich euch die Eigenschaften von Tastatur und Akkulaufzeit zeigen.

Strom für 10 Stunden Flug
Leider nicht ganz, ich konnte bisher nicht rausfinden worauf die angegeben Akkulaufzeit von 9,25 Stunden bezogen ist, aber nach zwei Stunden ist die Ladung bereits auf 55% gesunken. Dabei war die Helligkeit auf niedrigster Stufe und der Flugmodus aktiviert. Ernüchterung machte sich breit, nachdem der Akku nach ca. 4 Stunden sich dem Ende neigte und bereits nach der Steckdose lächzte. Gerade so reichte die Akkulaufzeit für zwei Filme in normaler Spielfilmlänge.

HP Probook 3

Die Tastatur – das Werkzeug für das mobile Büro
Das erste empfinden der Tastatur war etwas schwammig, da ich dank einer mechanischen Tastatur an meinem Desktop und der wirklich tollen Laptop Tastatur eines T61 sehr verwöhnt bin. Nach den ersten 1000 getippten Wörtern hatte ich mich aber an den kurzen Tastenanschlag gewöhnt und empfinde sie nun als doch recht knackig. Sehr praktisch ist der separate Ziffernblock, der die Arbeit mit Formeln in Excel für mich deutlich beschleunigt. Insgesamt ist die Tastatur aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase doch sehr angenehm und erlaubt es, auch längere Texte ohne Probleme zu erstellen.

Bitte Anfassen – Windows 8.1 es berührt zu werden
Jetzt zum wirklich spannenden Punkt für, der Touchscreen. Der erste Kontakt erforderte doch etwas Überwindung, denn es ist doch etwas ungewohnt auf seinem Laptopdisplay mit dem Finger zu wischen. Doch nach den ersten Berührungen wollte ich es nicht mehr missen. Dank der Kachelansicht von Windows 8 und den angepassten Programmen macht ein Touchscreen auch Sinn, denn man kann deutlich schneller zwischen einzelnen Programmen wechseln und durch die Kachelansicht navigieren und die Programme effizienter bedienen, wenn sie denn halbwegs auf die Bedienung per Touch angepasst sind.
Insgesamt finde ich, dass es bei den Windows Apps, welche auf die Bedienung per Touch ausgelegt sind, sehr viel Sinn macht, einen Touchscreen zu benutzen, jedoch ist es im alltäglichen Gebrauch mit einem normalen Laptop eher unnötig. Besonders bei Anwendungen wie Photoshop oder Lightroom, welche nicht auf die Nutzung per Finger optimiert sind wird dies deutlich. Hier benutze ich weiterhin meine Maus oder das Grafikpad.

Die Reaktionen des Touchscreens hingegen lassen nicht zu wünschen übrig. Alle Befehle werden sofort erkannt und so lässt es sich entspannt durch die verschiedenen Apps und im Kachelmenü wischen und klicken, jedoch hat so ein Touchscreen auch seine negativen Seiten. Man sieht immer wieder Fingerabdrücke und Schlieren. Hätte hier HP ein kleines Tuch als Gimmick mit dazu gegeben könnte ich darüber hinwegsehen, aber so ist es bei geringer Helligkeit sehr nervig.

Das Display – Nicht alles was glänzt ist Gold
Nachdem ich die Artikelbeschreibung gelesen hatte, war ich doch gespannt auf das „entspiegelte“ Display mit Touchfunktion, denn solche Eigenschaften habe ich bisher bei keinem kapazitiven Display gesehen. Auch der angebissene Apfel wirbt mit solchen Displayeigenschaften, jedoch waren diese mir bisher immer noch zu glänzend und bei einem Außeneinsatz hinderlich. Leider hält die Beschreibung nicht das was sie zu versprechen versucht. So konnte ich vorbildlich meinen Bauch beim Tippen dieses Beitrages betrachten. Ein Vorteil bietet es jedoch für mich, ich weiß nun, dass ich mehr Sport machen sollte. Die Auflösung hingegen stellt für mich keinerlei Probleme dar, in Zeiten des Full HD Wahnsinns finde ich das die Auflösung zum normalen Arbeiten und surfen vollkommen ausreicht. Die Schrift ist scharf und wenn ich nicht gerade mit einer Lupe auf Pixelsuche gehe, sind diese auch nicht findbar.

Let’s have some fun – Spieletauglichkeit des Probooks

Meine großen Gamingzeiten liegen hinter mir, sodass ich nur noch ab und an zum Zeitvertreib spiele aber genau dafür reicht die Leistung des Probooks vollkommen aus. Die Beta von „The Forest“ läuft bei Laptop optimierten Einstellungen problemlos und ruckelfrei und sieht dabei sogar noch gut aus. Ebenso läuft Trackmania ohne Probleme und für das richtige Gaming mit Grafikintensiven Spielen steht mir schließlich eine Konsole bereit.

HP Probook 4

Gesamtfazit:

Mit dem Probook schafft HP für mich einen soliden und günstigen Laptop mit guter Ausstattung der sich sehr gut in meinen Studien- und Arbeitsalltag integriert. Saubere Verarbeitung und gute Peripherie runden das Gesamtpaket ab. Einziger Wermutstropfen ist das spiegelnde Display und die Akkulaufzeit könnte etwas besser sein aber reicht noch aus.

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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1 Kommentar auf "Anwendertest 2: HP Probook 450 G1 mit Windows 8.1 Pro"

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Gast

Danke für diesen ersten Eindruck. Ich würde mich auch noch über einen Langzeittest freuen in dem Du deine Erfahrungen nach längerem Benutzen schilderst.

Liebe Grüße

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