Anwendertest: HP ProBook 450 G1- 15,6″ Notebook mit schnellem Mobilfunk

HP-ProBookIm November hatten wir unter Euch vier HP Notebooks und Tablets mit Mobile Connect verteilen dürfen. Die Tester waren sehr fleißig und hier der Test von Christoph H. zum HP ProBook 450 G2.

Optik/Haptik

Das HP ProBook 450 G2 besticht durch seine hohe Qualitätsanmutung. Die Handballen-Auflage und Einfassung der Tastatur ist aus gebürstetem Aluminium, die Bildschirm-Rückseite besteht aus einem gummiartigen Polycarbonat und der Rest besteht aus hochwertig wirkendem Plastik. Hier muss sich das ProBook auch nicht vor Latitudes oder ThinkPads derselben Preisklasse verstecken.

Das Touchpad ist gut verarbeitet und mir persönlich gefällt, dass die Maustasten getrennt vom Touch-Feld sind. Das Touchpad reagiert gut auf Eingaben, auch wenn Multitouch Gesten noch etwas besser erkannt werden könnten. Den einzigen Schwachpunkt sehe ich bei der Tastatur, diese wirkt von Optik, Haptik über das Druckgefühl und den Klang sehr billig. Doch das Layout selbiger ist durchdacht gewählt, auch die Wasserfestigkeit der Tastatur ist für den Außeneinsatz ein überzeugendes Argument.

Display

Das Display hat eine gute Blickwinkelstabilität, ist sehr gut und gleichmäßig ausgeleuchtet und stellt alles scharf da. In der Preisklasse ist ein HD Ready Display auch noch vollkommen vertretbar.

HP-ProBook2Ausstattung

Das ProBook 450 bietet alles; was man von einem 15“-Notebook an Konnektivität erwarten kann. 2x USB3.0 2x USB2.0, VGA, LAN, HDMI, SD-Kartenleser, kombinierter Klinken Ein-/Ausgang, WLAN-Modul und ein DVD Laufwerk.

HP ProBook 450 G2 HP5

Ein wenig stört, dass es einige Mühe kostet; die SIM Karte aus dem Gerät zu entfernen, hier hätte man eine bessere Lösung finden können. Dagegen besticht die tolle Wartungsklappe, eine Schraube gedreht und man kann gut ein Drittel der Unterseite abnehmen, dies ging zwar beim Vorgängermodell noch besser (450 G1), doch bieten eine solche Flexibilität heutzutage nur noch wenige Notebooks.

HP ProBook 450 G2 HP4Gestört hat mich aber vor allem die Bildübertragung an einen Fernseher über HDMI. Hier stößt das Gerät nämlich bereits an seine Grenzen. Spielt man mit dem VLC ein 1080p Video ab und streamt es an einen Fernseher hat er grundsätzlich kein Problem (vorausgesetzt er ist ans Netz angeschlossen), versucht man aber einen 1080p Stream eines Online Streaming Diensts wie Amazon Prime Instant auf einen Fernseher zu streamen beginnt das Bild extrem zu stocken, das ist schade.

HP ProBook 450 G2 HP6Dies liegt aber wahrscheinlich daran, dass das HP ProBook 450 G2 mir mit einem Intel i5 4210U und der Intel HD 4400 vorliegt, nicht wie angegeben mit einem Intel i5 4200M und der Intel HD 4600. Der Ultrabook Prozessor kann natürlich normalerweise weit weniger und erklärt Schwachstellen wie die Probleme mit der HDMI-Übertragung.

Performance

Wie bereits erwähnt ist mein Testgerät mit dem Intel i5 4210U ausgestattet und ich muss sagen, dass ich enttäuscht bin. Der Startvorgang mit der 500GB HDD geht flott, doch die allgemeine Performance lässt zu wünschen übrig.

Der Laptop ist für alle Alltagsaufgaben gerüstet und man merkt im normalen Betrieb keine langen Wartezeiten, doch ist der Prozessor so sehr aufs Energiesparen getrimmt, dass mehrere Aufgaben gleichzeitig ihn schnell überfordern. An die Meldung „keine Rückmeldung“ sollte man sich gewöhnen, diese habe ich nämlich dauernd, komischerweise eher bei Programmen bei denen man es nicht erwartet – Windows Explorer, HP Connection Manager, zu sehen bekommen.

Mobile Connect

Mir war neben dem Test des HP Mobile Connect Dienst auch wichtig, wie das Notebook mit meinen eigenen SIM-Karten umgeht.

Der HP Mobile Connect Dienst ist einfach strukturiert. Die SIM ist bereits eingelegt und man registriert sich beim ersten verbinden mit dem Mobile Connect Dienst. Der HP Connection Manager ist die einzige Software, die ich nicht missen möchte, man kann zentral Bluetooth, LAN, WLAN und das LTE Modul ein- oder ausschalten, nicht nur deaktiviert man die Module einzeln, sondern schaltet die Stromzufuhr ab, das gefällt mir!

Nach der Registrierung kann man sich einfach sein passendes Paket herunterladen, unkompliziert ohne Vertragsbindung.

Doch überzeugt hat mich schlussendlich der Umgang mit meiner eigenen SIM. Ich lege sie ein, sie wir sofort erkannt und da ich Telekom Kunde bin, liegt auch schon das richtige Profil zur Hand. Plötzlich erscheint ein SMS Symbol, ich werde euphorisch und hole mir sofort ein anderes Handy und schreibe mir selbst. Nach kurzer Zeit sehe ich eine kleine Pop-Up Benachrichtigung und gehe in den SMS-Manager, hier kann ich alle SMS sehen direkt antworten, alles, was man auch am Smartphone kann.

Drei Worte: Ich bin begeistert!

Software

Was mir besonders an dem Notebook gefallen hat, war das vorinstallierte Windows 7. Ich würde auch jetzt noch nur ungerne umsteigen auf Windows 8 und die Lösung einer Doppellizenz ist für ein Business Notebook einfach perfekt.

HP ProBook 450 G2 Basis-Informationen von Windows

Nun zum Negativen. Das Notebook ist vollgeladen mit vorinstallierten Programmen. Ich zähle allein 20 Programme von HP und dann noch unnötige Software wie Skype, Fixit PhantomPDF, CyberLink Power2Go 8, etc. Der installierte Fingerprint Service benötigt eine Anmeldung bei HP, dies finde ich mehr als überflüssig. Auch wenn eine extra Software zum Management der Hot Key Tasten installiert ist, erwarte ich, dass diese auch gut funktionieren. Dem ist leider nicht so. Beim Betätigen der Lautstärkeregelung wartet man ein paar Sekunden dann erscheint die Anzeige der Lautstärke und man kann diese ändern, hier mangelt es leider schon an den Basics, die Einstellung der Bildschirmhelligkeit über die Hot Keys war bei mir gar nicht möglich. Auch das ist sehr schade. Hier sollte HP mit einem Update nachbessern.

HP ProBook 450 G2 Bloatware

Fazit

Das HP ProBook 450 G2 hat mich insgesamt überzeugt.

Ich bin sehr kritisch an die Sache gegangen und habe auch ein paar Sachen gefunden, die mich stören, doch merkt man bei genauer Betrachtung meiner Kritikpunkte, dass die meisten davon eher nebensächlich sind.

Die unnötige Software kann man ja einfach deinstallieren und die Sache mit der Performance ist ganz einfach. Will man einen energiesparenden Ultrabook Prozessor muss man auch mit Engpässen leben können. Auch an ein paar Kleinigkeiten muss HP noch arbeiten, z.B. wacht das Notebook manchmal anscheinend aus dem Stand-by auf. Ich habe öfters bemerkt, dass im Stand-by die Lüftung und die Festplatte immer mal wieder anlaufen, das sollte so nicht sein.

Das Notebook überzeugt vor allem durch sein Äußeres, es macht Spaß mit dem Gerät zu arbeiten und es bietet ein klasse Preis/Leistung Verhältnis.

Für alle die keine 1200€ für einen DELL Latitude ausgeben wollen und mit ein paar Einschnitten leben können ist das Gerät auf alle Fälle eine Empfehlung!

Wir danken Christoph H. für diesen Anwendertest.

Das könnte dich auch interessieren:

avatar

Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Notebook abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.