Apple A8X: GPU des iPad-Prozessors noch leistungsfähiger als gedacht

appe_ipad-air2-graySchon nach ersten ausführlichen Tests von Apples neuem iPad Air 2 zeigte sich eindrucksvoll, dass der A8X-Prozessor im Inneren des superflachen Tablets den normalen A8-Chip, der iPhone 6 und iPhone 6 Plus antreibt, deutlich hinter sich lassen kann. Das ist einerseits einem zusätzlichen dritten CPU-Kern zu verdanken, den der A8X zu bieten hat, andererseits einer stärkeren Grafikeinheit. Da Apple wie üblich kaum technische Einzelheiten zu seinen SoC-Lösungen verrät, war bislang jedoch unklar, mit welcher GPU wir es hier zu tun haben. Genau das hat sich nun erfreulicherweise geändert. Einem Bericht von Anandtech nach setzt Apple beim A8X auf eine selbst angepasste Grafikeinheit, die wie beim A8 auf der PowerVR Series6XT von Imagination basiert, aber nicht über 4 sondern gleich 8 Rechen-Cluster verfügt.

Nach der offiziellen Enthüllung des iPad Air 2 im Oktober hatte Anandtech aufgrund der versprochenen Leistung zunächst angenommen, Apple würde im A8X auf die PowerVR-GPU GX6650 setzen, die mit ihren sechs Rechen-Clustern die derzeit größte und damit leistungsfähigste Grafikeinheit von Imagination darstellt. Mittlerweile wurde der US-Publikation aber von einer nicht näher benannten Quelle ein Die-Foto des A8X zugespielt, auf dem eindeutig 8 Rechen-Cluster zu erkennen sein sollen.

PowerVR-Series6XT-GPU_1

Weil Imagination erst im nächsten Jahr GPUs mit 8 oder gar 16 solcher Cluster ausliefern wird, bleibt für Anandtech nur der Schluss, dass Apple für den A8X selbst eine GPU mit 8 Clustern konstruiert hat. Diese Grafikeinheit soll ein Layout besitzen, welches im Grunde dem der PowerVR GX6450 entspricht, die im iPhone 6 und 6 Plus zum Einsatz kommt, allerdings wurde die darin enthaltene Cluster-Anzahl eben verdoppelt.

Im Rahmen der Vorstellung des iPad Air 2 hatte Apple angegeben, das neue 9,7-Zoll-Modell werde dank des A8X die rund 2,5-fache Grafikleistung im Vergleich zur ersten iPad-Air-Generation mit A7-SoC abliefern können. Benchmark-Ergebnisse untermauern dies im Großen und Ganzen und bescheinigen somit Apple, eine gute Arbeit beim SoC-Design verrichtet zu haben.

Abschließend stellt sich aber natürlich die Frage, warum Apple es beim iPad Air 2 für nötig erachtet hat, auf ein so leistungsfähiges Triple-Core-SoC mit einer in Eigenregie modifizierten GPU sowie erstmals Zugriff auf 2 Gigabyte RAM zu setzen. Eventuell ist das A8X-SoC ja ein Vorbote auf die Neuerungen, die im nächsten Jahr auf die iPad-Familie zukommen. In der Gerüchteküche wird seit längerem unter anderem über ein größeres iPad Pro inklusive Multitasking-Modus gemunkelt, das Anfang 2015 vorgestellt werden könnte.

Bild: Apple
Quelle: Anandtech

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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