Apple bietet kostenlose Reparatur für MacBook Pros mit Grafikproblemen

apple_15inch_macbook_pro_with_retina_display_2012Nach langem Hin und Her gibt es jetzt doch noch frohe Kunde für alle Besitzer eines MacBook-Pro-Modells, bei dem Grafikprobleme auftreten. Apple hat ein spezielles Reparaturprogramm ins Leben gerufen, innerhalb dessen potentiell defekte Hardware bei den betroffenen Geräten gebührenfrei ausgetauscht wird. Für eine kostenlose Instandsetzung in Frage kommen laut Hersteller grundsätzlich erst einmal alle MacBook Pros, die zwischen Februar 2011 und Dezember 2013 verkauft wurden.

Der nun von Apple initiierten Reparaturaktion gehen zahlreiche Nutzerbeschwerden wegen technischen Schwierigkeiten mit ihrem MacBook Pro im Laufe der letzten Jahre sowie das Einreichen einer Sammelklage im Oktober 2014 in den USA voraus. Das kalifornische Unternehmen weigerte sich bislang, ein weitläufig verbreitetes Problem mit der Grafik-Hardware seiner Premium-Laptops einzugestehen.

Mit einem Schlag ändert sich das nun aber. Apple hat eine Sonder-Webseite (bislang nur in englischer Sprache verfügbar) ins Leben gerufen, auf der sich Besitzer eines MacBook-Pro-Modells über das Reparaturprogramm informieren und anhand der Seriennummer prüfen können, ob ihr Gerät von den Hardware-Problemen betroffen ist.

Bezüglich der Schwierigkeiten und Grafikfehler, die bei MacBook-Pro-Varianten aus den Jahren 2011 bis 2013 auftreten können, gibt es diverse unterschiedliche Berichte. Sie reichen von unerwarteten Neustarts der Geräte bis hin zu streifenartigen Bildstörungen oder schlicht und einfach komplett schwarz bleibenden Anzeigen.

In den USA und Kanada läuft Apples Reparaturprogramm mit dem heutigen Tag offiziell an, andere Ländern werden erst ab dem 27. Februar 2015 bedient. Wer sein MacBook Pro mit der beschriebenen Problematik bereits zuvor reparieren ließ und das aus eigener Tasche bezahlen musste, den will Apple entschädigen. Allerdings ist dafür Voraussetzung, dass die Instandsetzung direkt bei Apple oder einem autorisierten Servicepartner vorgenommen wurde.

Den Angaben des Mac-Herstellers nach können im Übrigen nicht nur 15- und 17-Zoll-MacBook-Pros mit AMD-GPU und HD-Display betroffen sein, sondern auch 15-Zoll-MacBook-Pros mit Retina Display und Nvidia-GPU von Mitte 2012 und Anfang 2013. Apple bittet Kunden jedoch ausdrücklich, Ruhe zu bewahren, und sich wirklich nur für das Reparaturprogramm anzumelden, wenn das Gerät auch tatsächlich technische Probleme aufweist.

 

Bild: Apple
Quelle: Apple

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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