Apple drängt mit iOS ins Auto: CarPlay offiziell vorgestellt

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Apple hat heute den offiziellen Markennamen für seine iOS-in-the-Car-Initiative vorgestellt: CarPlay. Ganz allgemein gesprochen, soll es CarPlay Nutzern eines iPhone 5, 5c und 5s ermöglichen, verschiedene iOS-Apps ihres Smartphones direkt auf dem im Armaturenbrett des Autos eingefassten Display zu nutzen.

Apples CarPlay erinnert unweigerlich zunächst an die iPod-Integration, welche verschiedene Automobilhersteller schon in der Vergangenheit für einige ihrer Modelle angeboten haben, geht aber bei genauerem Hinsehen doch deutlich darüber hinaus. Anders als bei den früheren Lösungen, macht Apple bei CarPlay ganz offensichtlich bestimmte Vorgaben bezüglich Benutzerinterface, um eine einheitliche Umsetzung der iPhone/iOS-Integration zu gewährleisten. Auf dem Display im Auto werden beispielsweise eine virtuelle Home-Taste sowie mehrere große, aus iOS 7 bekannte App-Symbole für Telefon, Musik, Apple Maps und Nachrichten angezeigt. Außerdem werden auf Apples CarPlay-Webseite ein paar weitere Apps von Dritten genannt, die die Technologie ebenfalls unterstützen wird. Im Laufe der Zeit könnte die Zahl dieser Apps  durchaus steigen.

Laut Apples Angaben ist es den Automobil-Herstellern möglich, die Bedienung des CarPlay-Interfaces auf verschiedene Arten umzusetzen, also beispielsweise via Drehschalter, Knöpfen oder gleich direkt mittels Touch. Die Partner, die Apple zum Marktstart von CarPlay präsentieren kann, sind: Ferrari, Honda, Hyundai, Jaguar, Mercedes-Benz und Volvo. Sie alle werden ausgewählte Modelle in diesem Jahr mit der Technologie der Kalifornier ausstatten. In Zukunft sollen dann eine ganze Reihe weiterer Hersteller hinzukommen, darunter etwa BMW, Opel, Ford, Toyota, oder Suzuki.

Volvo hat ein Youtube-Video veröffentlicht, das einen kurzen Überblick über die Funktionsweise von Apple CarPlay gibt:

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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9 Antworten auf Apple drängt mit iOS ins Auto: CarPlay offiziell vorgestellt

  1. avatar Matthias sagt:

    Kritiker würden anmerken:“Gibt es bei Android schon lange. Sogar unabhängig vom Smartphone- und Autohersteller.“ Man braucht nur das richtige Autoradio und Smartphone. Läuft alles über USB.

    Äußerst interessant bei CarPlay ist die Frage, wie der Ton ins Auto kommt; via Kabel oder mittels übelst komprimierter Bluetooth Audio Streaming Verbindung. Was die technologischen Details angeht, ist die CarPlay Website nicht hilfreich.

    Weiterhin kostet der Spaß richtig viel Geld. Damit man sein iPhone 5S mit dem Auto verbinden kann muss man mal für das entsprechende Kit 599,- Euro brutto auf den Tisch legen.

    Die Frage nach dem „warum?“ drängt sich da auf. Wo doch bei den genannten Marken USB und Aux-In serienmäßig sind. Navi wird in der Preisklasse auch mitgeordert – und wenn nicht, dann wären mit 599,- Euro um Apple Maps zu nutzen die schlechteste Möglichkeit, Geld sparen wollen.

    Dazu kommt das Risiko, dass Apple ja nach Belieben seine Anschlüsse ändert. Vielleicht wird der 599 Euro Anschluss mit Lightning Port Stecker noch in diesem Jahr von einem neuem Apple Anschluß abgelöst? iPhone 6 ist ja längst fällig.
    Ein Auto fährt man aber länger als die zwei Jahre, die man ein iPhone nutzt.

  2. avatar Markus sagt:

    @Matthias

    Ich gebe dir ja bei vielem Recht, aber das mit dem Anschluss stimmt nicht. Der 30 polige Dock connector war von 2003 bis Ende 2012 im Einsatz. Also fast 10 Jahre, das ist in der Technikwelt enorm lange. Außerdem kann man mittels Adapter (auch wenn meistens nicht günstig) ohne Probleme kann man mit Lightning-Geräten noch Dock-Anschlüsse anzapfen.

    Kannst ja mal gerne recherchieren was Samsung&Co. für Anschlüsse in den letzten 10 Jahren so alles hatten 😉

  3. avatar Matthias sagt:

    Endlich eine vernünftige Lösung. Die halbherzigen Ansätze anderer Hersteller waren immer nur ein Kompromiss. Niemals eine vollständige Lösung. Man konnte zwar immer seine Musik über das Radio steuern aber das war es auch schon. Wenn mann navigieren wollte, war man immer auf ein weiteres Gerät angwiesen oder mann musste das Smartphone irgendwo sichtbar unterbringen. Das war aber wiederum mit offen liegenden Kabeln (AUX, USB) verbunden. Eine integrierte Lösung wie sie CarPlay von Apple darstellt ist die perfekte Lösung. Der Zugriff auf alles was man braucht ist zentral geregelt und das Smartphone verschwindet im Handschuhfach. Ich freu mich schon auf die After-Market-Geräte die diese Technik unterstützen! 🙂

    Klares „Daumen hoch“

  4. avatar sdfasdfga sagt:

    Touchscreen im Auto bringt gar nichts. Wenn überhaupt nur zusätzlich zu einer vernünftigen haptischen Steuerung, die keine so hohe Präzision und Bewegungsweite erfordert. Dass Apple das nicht erkannt ist, finde ich beschämend.
    Warum haben die großen bekannten Premiummarken es wohl anders gemacht? Na, klingelts?

  5. avatar Matthias sagt:

    @ Markus: Okay, das wusste ich nicht. Ich dachte, das iPhone gibt es seit 2007 käuflich zu erwerben (Vorstellung 2006). 2007 bis 2013 war für mich halt eine kurze Lebensdauer für einen Anschluss, den es nie hätte geben dürfen.

    @ Matthias (nicht ich, der andere): Da liegst du falsch. Die Androidlösung, welche ich meine, tut seit Jahren genau das, was CarPlay jetzt tut – Smartphone per USB-MHL Kabel anschließen, und dann wird es komplett über den Touchscreen vom Doppel-DIN Radio ferngesteuert. Ich glaube, man ist nicht einmal auf bestimmte „Autoapps“ beschränkt, wie bei CarPlay, aber das will ich nicht beschwören. Die Technologie heißt MirrorLink™, Radios gibt es von Alpine, JVC, Sony und bei einigen Automarken auch ab Werk. Smartphones mit Mirrorlinks sind auf jeden Fall alle Sony seit Ende 2012 und alle Samsung Galaxy seit S3. Ich glaube, Motorola auch.

    @ sdfasdfga: VW, Landrover und Porsche setzen seit Jahren auf Touchscreen. Und Porsche würde ich schon als Premium einstufen. Aber ich persönlich mag Touchscreen im Auto auch nicht. Lieber haptische Elemente und Multifunktionslenkräder, die man „blind“ bedienen kann.

  6. avatar Cihan Boz sagt:

    Es können sowohl Touchscreen, als auch Steuerung mit Knöpfen geben, wenn ich die CarPlay Seite richtig deute: http://www.apple.com/ios/carplay/

  7. avatar Matthias sagt:

    @Matthias: Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Android nie eine Option für mich war. Ich nutze ausschließlich iOS. Daher ist CarPlay genau das richtige für mich und bittet endlich eine Rundumlösung.

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