Apple erhöht App-Store-Preise unter anderem in der EU

Apple erhöht App-Store-Preise unter anderem in der EU

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Apple hat ohne großes Aufhebens bekannt gegeben, die Preise für Einkäufe im iOS- und Mac-App Store in einigen Ländern anzuheben. Darüber informiert Apple Insider. Betroffen sind unter anderem alle Staaten der Europäischen Union (EU), Kanada und Norwegen.

Wie Apple Insider berichtet, hat Apple eine iTunes-Connect-Benachrichtigung an registrierte Entwickler versandt, in der auf die anstehenden Änderungen hingewiesen wird. Laut der Benachrichtigung sollen die Preisanpassungen bereits innerhalb der nächsten 36 Stunden vorgenommen werden.

Der kalifornische iPad- und iPhone-Hersteller ändert App-Preise in den eigenen App Stores innerhalb der EU in erster Linie auf Grund eines neuen Gesetzes, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist und Änderungen für das Software-Geschäft mit sich bringt. So wird die Umsatzsteuer beim Handel mit digitalen Gütern ab sofort gemäß dem Steuersatz des jeweiligen Staates erhoben, in dem die Leistung erbrachte wurde. Folglich ergibt sich für ein multinational operierendes Unternehmen wie Apple eine teils stark voneinander abweichende Steuerlast in den einzelnen EU-Ländern. Bis Ende 2014 war es so, dass Apple seine digitalen Produkte in der gesamten EU mit ein und demselben Umsatzsteuersatz verkaufen konnte, da sich dieser nach dem Sitz der Niederlassung des Leistungserbringers richtete. Im Fall von Apple ist das Luxemburg, ein Land also mit dem relativ niedrigen Umsatzsteuersatz von 15 Prozent.

Ebenfalls relevant für die unmittelbar bevorstehenden Preisanpassungen im App Store dürfte für Apple sein, dass derzeit Wechselkurse stark fluktuieren und sich der Euro selbst im Tiefflug befindet.

Abgesehen von den oben erwähnten Nationen kündigt Apple auch für Russland Preisänderungen an. Es ist jedoch bislang unklar, ob die App-Preise dort steigen oder sinken sollen.

Update (12:00): Apple hat in der Nacht zum Freitag die Preise wie angekündigt angehoben. 0,89 Euro Apps kosten jetzt 0,99 Euro. Aus 1,79-Euro-Apps werden 1,99-Euro-Apps, aus 9,99-Euro-Programmen 10,99-Programme und so weiter.

Bild: NBB
Quelle: Apple Insider
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Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.

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