Apple: Künstliche Muskelkraft könnte iPhone-Kamera noch besser machen

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Apple hat beim US-Patent- und Markenamt einen Patentantrag eingereicht, in dem das Unternehmen einen neuartigen Mechanismus zur Steuerung des Autofokus und der Blenden eines Kameraobjektivs beschreibt, wodurch künftige iPhones zu einer noch besseren Kamera werden könnten. Das Dokument datiert vom August 2013, wurde aber erst jetzt von der Behörde veröffentlicht, wie kürzlich unter anderem Golem.de berichtete.

Der in dem Antrag erläuterte Steuerungsmechanismus funktioniert gewissermaßen wie ein Muskel. Es werden sogenannte elektro-aktive Polymer-Kunststoffe verwendet, die die Eigenschaft haben, sich beim Anlegen einer Spannung zusammenzuziehen und bei Unterbrechung des Stromflusses wieder auszudehnen. Diese künstliche Muskelkraft lässt sich laut Apples Ausführungen dazu nutzen, verschiedene Blendenöffnungen eines Kameraobjektivs einzustellen oder ein Linsenelement zu justieren.

Interessant an dem Antrag ist aber vor allem Apples Anmerkung dazu, warum die Verwendung der künstlichen Muskeln Vorteile gegenüber herkömmlichen Motoren im Bereich Smartphone-Kameratechnologie mit sich bringen könnte: Zum einen sollten die beweglichen Kunststoffe dazu beitragen, dass der Strombedarf des Kamera-Systems gering gehalten wird, und zum anderen sei damit auch die Verwendung von relativ großen Objektiven möglich.

Auch wenn Apple im letzten Jahr dieses Dokument beim US-Patentamt eingereicht hat, ist bislang völlig unklar, ob diese Technologie tatsächlich irgendwann einmal in einem iPhone des Unternehmens zu finden sein wird. So große Unternehmen wie Apple melden häufig Patente an, die es letztlich niemals bis zur Marktreife schaffen. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich sehr gespannt, wie die Entwicklung der Mobilgeräte-Kameras weitergeht, zumal schon heute Smartphones für viele Menschen herkömmliche Digitalkameras nahezu überflüssig machen.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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