Apple MacBook Pro 16“ im Test: Ein fast perfektes Notebook
  • Display
  • CPU
  • RAM / Speicher
  • 16'' mit 3072x1920px
  • Intel Core i9
  • 16 GB / 1 TB

Apple MacBook Pro 16“ im Test: Ein fast perfektes Notebook

Apple hat sich beim neuen MacBook Pro 16“ der Schwächen des Vorgängers angenommen. Schauen wir mal, was Apples neuestes Notebook so kann.

Das gefällt uns

  • Verarbeitung
  • Performance
  • Tastatur & Trackpad
  • Akkulaufzeit

Das gefällt uns nicht

  • Größe & Gewicht
  • MacOS Catalina noch nicht fertig
  • Nur Thunderbolt 3

Das 15 Zoll MacBook Pro hatte mit einigen Problemen zu kämpfen. Die beiden größten Schwächen betrafen die Drosselung der CPU unter Last und die Tastatur. Beides soll mit dem neuen Modell der Vergangenheit angehören. Um es auch vorwegzunehmen: Apple hat mit dem neuen 16 Zoll MacBook Pro dabei einfach alles richtig gemacht. Aber Luft nach oben gibt es trotzdem.

16 Zoll Apple MacBook Pro 4

Technische Daten Apple MacBook Pro 16''
Display 40,65 cm (16“) entspiegeltes IPS-Display mit LED Backlight im 16:9-Format
Auflösung 3072x1920px (226ppi)
Prozessor 2,3 GHz 8‑Core Intel Core i9
Turbo Boost bis zu 4,8 GHz
16 MB gemeinsam genutztem L3 Cache
Grafik AMD Radeon Pro 5500M (4GB GDDR6 VRAM)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 2667 MHz
Festplatte 1TB SSD
Netzwerk Bluetooth 5.0
Wireless LAN 802.11 a/b/g/n
Anschlüsse Vier Thunderbolt 3 (USB‑C)-Anschlüsse mit Unterstützung für:
Aufladen
DisplayPort
Thunderbolt (bis zu 40 Gbit/s)
USB 3.1 Gen 2 (bis zu 10 Gbit/s)
Akku Integrierte Lithium‑Polymer-Akku (100 Wh)
Eingabegeräte hintergrundbeleuchtete Tastatur
Force Touch Trackpad
Touch Bar
Sound Hi‑Fi 6‑Laut­sprecher-System mit Tieftönern mit Kräfteausgleich
Kamera 720p FaceTime HD Kamera
Sicherheit Touch ID Sensor
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 1,62 x 35,79 x 24,59 cm (BxHxT)
Gewicht etwa 2kg
Preis 3199 Euro*

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Im Karton erwartet euch das Nötigste

Der Inhalt des Kartons überrascht wenig. Neben dem MacBook und dem Ladegerät gibt es noch etwas Zettelkram und die beiden klassischen Apple-Aufkleber. Mehr nicht. Dongles müssen extra gekauft werden.

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Verarbeitung ungeschlagen & Design mit kleinen Updates

Es ist ein MacBook und dazu noch aus der Pro-Serie. Entsprechend ist die Verarbeitung absolut tadellos. Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium und einfach alles fühlt sich fantastisch an. Es gibt hier keine scharfen Kanten oder unsaubere Übergänge. Für einen Preis von 3200€ dürfen Käufer aber auch ein makelloses Gerät erwarten.

16 Zoll Apple MacBook Pro 11

Fangen wir mit der Displaygröße an. Das neue MacBook Pro hat einen größeren Bildschirm und schmalere Displayrahmen bekommen. Damit ist der Größenunterschied zum 15 Zoll Vorgänger gar nicht so gravierend. Er passt jedenfalls noch gut in meinen Messenger Bag. Wobei ich das Gewicht von knapp über zwei Kilo als etwas zu schwer empfinde. Da ist ein richtiger Rucksack dann doch schon eher angebracht.

16 Zoll Apple MacBook Pro 2

Beim restlichen Design sind die Änderungen nur gering, aber haben dafür große Auswirkungen. Das 16 Zoll MacBook Pro ist etwas dicker geworden als sein Vorgänger. Das war notwendig, weil Apple hier eine neue Tastatur zum Einsatz bringt. Mehr dazu später. Was noch erwähnt werden sollte, ist die „esc“-Taste und der Touch ID-Sensor. Diese sind jetzt separate Einheiten links und rechts der Touchbar.

16 Zoll Apple MacBook Pro 19

Die neue Größe und Dicke ermöglichen es Apple auch, einen größeren Akku zu verbauen. Mit 99,8Wh ist das MacBook Pro hauchdünn unter der Grenze der US-Flugbehörden für Notebook-Akkus bei Inlandsflügen. Mehr zur Akkulaufzeit gibt es im entsprechenden Kapitel.

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Anschlüsse sind weiterhin mau

Schon länger gibt es bei MacBooks nur Thunderbolt 3. Das ist gut und schlecht. Gut, weil einfach alles mit Thunderbolt 3 schneller funktioniert. Schlecht, weil ihr ein Dongle-Leben führt. Ein USB-Stick des Kunden? Hoffentlich ist der Adapter in der Tasche und nicht auf dem Schreibtisch. Fotos von einer SD-Karte bearbeiten. Wo ist der SD-Karten-Leser?

16 Zoll Apple MacBook Pro 14

Das neue 16 Zoll MacBook Pro kommt jedenfalls mit insgesamt vier Thunderbolt 3 Anschlüssen – zwei auf jeder Seite. In Verbindung mit einer Docking-Station geht das in Ordnung, auch wenn ich mirmmer noch einen integrierten Kartenleser wünsche. Der 3,5mm Klinkenanschluss auf der rechten Seite ist übrigens noch da.

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Ein helles und scharfes Display

16 Zoll ist schon eine komische Größe. Notebooks haben für gewöhnlich entweder 15,6 Zoll oder 17,3 Zoll Bildschirmdiagonale. Da fallen 16 Zoll schon aus dem Rahmen. Dadurch entsteht auch eine größere Arbeitsfläche. Die kann wie gewohnt durch Skalierung der Anwendungen in den Einstellungen auch nochmal verändert werden.

16 Zoll Apple MacBook Pro 8

Die Displayhelligkeit gibt Apple selbst 500cd/m² an. In der Praxis regelt sich die Displayhelligkeit nach eurem Umgebungslicht. In einem Büro mit normaler Beleuchtung wird das 16 Zoll MacBook Pro sich auf etwa 300cd/m² einpendeln. Geht ihr nach draußen (oder wie in unserem Fall: richtet einen 60 Watt Studiostrahler auf das Gerät), dann erreicht es auch die angegebene Displayhelligkeit.

Allerdings wird die Ausleuchtung auf maximaler Helligkeit an einigen Stellen ungleichmäßig. Mit nur minimal geringerer Beleuchtung pendeln sich die Abweichungen schon deutlich besser ein.

Bei der Auflösung gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Mit mehr als 200ppi werden Inhalte scharf dargestellt. Dazu sorgt TrueTone dafür, dass Farben anhand eures Umgebungslichtes korrekt dargestellt werden. Ein tolles Feature, was einem erst auffällt, wenn man es nicht mehr hat.
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Software ist fast fertig

MacOS ist eine der wenigen Alternativen zu Windows am Markt. Knapp 10% der Computer weltweit laufen mit diesem System. Die neueste Version des Apple Betriebssystems hört auf den Namen Catalina. Aktuell muss Apple hier noch ein paar Probleme beseitigen. Mehr als einmal am Tag musste ich das MacBook Pro neu starten, da es nicht mehr reagiert hat, wie es sollte. Das brauchte ich bei bisherigen MacBooks nicht.

Ansonsten ist iTunes auf Mac mit Catalina nun endgültig tot. An dessen Stelle treten die Anwendungen „Musik“, „Podcasts“ und „AppleTV“. Damit sollt ihr gezielter finden, was ihr bisher in einem Programm umständlich suchen musstet. Musik erinnert dabei noch am stärksten an das alte iTunes.

16 Zoll Apple MacBook Pro 15

Außerdem gibt es noch kleine Verbesserungen, wie einen anpassbaren Vollbildmodus bei Fenstern, die Nutzung eines iPads als zweiten Bildschirm und die Möglichkeit jetzt fast alles mit Sprache zu steuern. Nichts weltbewegendes, aber gelungener Feinschliff.

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Performance ist weniger gebremst

Hier hatte der Vorgänger noch das Problem, dass er den Takt seines Prozessors nicht lange aufrecht hielt. Das Throtteling setzt immer noch ein, aber inzwischen ist die Zeit bis dahin auf ein annehmbares Level gestiegen. Wie Käufer es aber auch von einem „Pro“-Notebook erwarten dürfen

Der Intel Core i9 sorgt zusammen mit den 16GB Arbeitsspeicher dafür, dass alle Programme zügig arbeiten. Leichte Hänger gibt es nur bei den Produkten von Adobe (Photoshop & Lightroom). Wer daran nun schuld ist, kann ich nicht final entscheiden.

16 Zoll Apple MacBook Pro 5

Natürlich gibt es das neue MacBook Pro auch in wesentlich größeren Versionen. Beim RAM ist bei 64GB Schluss und bei der verbauten SSD bei 8TB. Mit großer Grafikkarte und schnellerem Prozessor gipfelt die Konfiguration bei knapp 7200€. Die Upgrade-Reihenfolge bei Apple Notebooks lautet dabei nach wie vor

  1. SSD
  2. Grafik
  3. Arbeitsspeicher
  4. CPU

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Beeindruckende Akkulaufzeit

Wie eingangs schon erwähnt, hat das neue 16 Zoll MacBook Pro einen 99,8Wh Akku. Das ermöglicht hervorragende Akkulaufzeiten. Gerade, wenn es nur um leichte Aufgaben wie E-Mails, Surfen und Co. geht. An einem ruhigen Arbeitstag ohne Bildbearbeitung hatte ich nach sechs Stunden Nutzung noch etwa 50% Akku übrig. Viel mehr kann ich mir echt nicht wünschen.

16 Zoll Apple MacBook Pro 6

Wenn der Akku dann doch mal schlapp macht, wird er mit dem 96W USB-C-Ladegerät und „Fast Charge“ blitzschnell wieder aufgeladen. Dadurch kann das 16 Zoll MacBook Pro aber nicht mit Notebook-Powerbanks geladen werden.

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Emissionen halten sich in Grenzen

Viel Leistung bedeutet auch viel Wärme. Auch das 16 Zoll MacBook Pro entwickelt sehr zügig Abwärme. Deutlich merkt man das bei den Handballenauflagen. Die sind fast immer warm, aber mehr auch nicht. Sie erreichen nie ein unangenehmes Level.

16 Zoll Apple MacBook Pro 16

Ansonsten starten die Lüfter des MacBook Pro sehr schnell, was wohl der Vorgeschichte von Überhitzung des 15 Zöllers geschuldet ist. Die neuen Lüfter sind dabei größer und haben den Luftstrom um 28% verbessert.

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Tastatur und Trackpad sind King

Ab jetzt sind bei Apple Scissor-Switche das Maß der Dinge. In den letzten Jahren hatte Apple bei allen MacBooks (Air & Pro) auf Butterfly-Switche gesetzt. So schön wie es sich darauf schreiben ließ, so fehleranfällig waren diese Tastaturen aber auch. Schon feiner Staub reichte aus und einzelne Tasten funktionierten nicht mehr. Die neuen Switche sollen das verhindern. Ob das tatsächlich langfristig der Fall ist, kann aber nur ein Langzeit-Test zeigen.

16 Zoll Apple MacBook Pro 9

Auf jeden Fall macht das Tippen viel Spaß. Auch wenn ich die alten Tasten mit beinahe Null Tastenhub etwas mehr mochte, habe ich mich doch sofort auch mit den neuen Scissor-Switchen angefreundet. Der minimale Tastenhub erlaubt immer noch ein schnelles und fehlerfreies Tippen. Volle Punktzahl dafür. Einzig das Trackpad ist noch besser.

Kein Hersteller kann Trackpads wie Apple. Die klicken an jeder Stelle gleich und fühlen sich fantastisch an. Dazu sind die Gesten absolut präzise. All das trifft auch beim neuen 16 Zoll MacBook Pro zu. Obendrauf hat dieses Trackpad die Bezeichnung „gigantisch“ verdient – im positiven Sinne.

16 Zoll Apple MacBook Pro 10
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Der beste Sound in einem Notebook bisher

Im neuen MacBook kommen insgesamt sechs Speaker zum Einsatz. Dabei sind diese so designed, dass sie sich jederzeit gegenseitig ausgleichen. Dreht ihr also die Lautstärke hoch, fängt das Gehäuse nicht an zu schwingen.

Apple MacBook Pro 1

Jenseits davon hat das 16 Zoll MacBook Pro den besten Klang, den ich je bei einem Notebook gehört habe. Es übertrifft sogar den bisherigen Spitzenreiter und das war das MacBook Pro in 13 Zoll. Egal ob Höhen, Mitten oder Tiefen – alles ist gut verständlich und wirkt dazu absolut ausgeglichen.

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Fazit zum 16 Zoll Apple MacBook Pro

Das 16 Zoll MacBook Pro ist wahrscheinlich der beste Laptop, den ich jemals benutzt habe. Er ist großartig verarbeitet, die Performance des i9 ist besser abrufbar, das Display ist ein Traum und die Lautsprecher klingen fantastisch. Ich war anfangs etwas skeptisch wegen der neuen Tastatur, aber an die Scissor-Switche hatte ich mich blitzschnell gewöhnt.

Mit einem Startpreis von 2700€ (mit einem Intel Core i7-Prozessor) ist das 16 Zoll MacBook Pro bestimmt nicht für jeden Anwender die richtige Wahl, aber für professionelle und sehr anspruchsvolle Nutzer die mit MacOS arbeiten wollen und noch dazu mobil sein wollen, gibt es keine andere Wahl. Kein anderes Notebook von Apple hat eine dedizierte Grafikkarte für Video- und Bildbearbeitung.

16 Zoll Apple MacBook Pro 17

Es gibt immer noch ein paar Dinge, die Apple gerne noch nachreichen darf. Beispielsweise eine LTE-Option oder einen SD-Karten-Leser. Außerdem wäre es wohl langsam an der Zeit, von vier auf sechs Thunderbolt 3-Ports zu wechseln. Wenn ich schon die Touchbar hinnehmen muss, dann gebt mir wenigstens mehr Ports.

16 Zoll Apple MacBook Pro 7

Ich hoffe Apple nimmt alle die Änderungen aus dem 16 Zoll MacBook Pro und packt sie schnellstmöglich in die 13 Zoll Variante – zusammen mit der 10. Generation von Intels CPUs. Wenn das große MacBook nämlich einen Nachteil hat, ist es die Größe und das Gewicht. Dadurch ist es für mobiles Arbeiten nur bedingt geeignet. Das aktuelle 13er MacBook Pro hadert aber noch mit den alten Designschwächen die Apple hier beim großen Bruder so gekonnt ausgemerzt hat.

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Stand: 02/2020

Veröffentlicht von

Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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