Apple setzt Doppel-Agenten gegen Leaks ein

      Apple setzt Doppel-Agenten gegen Leaks ein

      Immer mehr Angestellte teilen interne Firmengeheimnisse und Prototypen mit Blogs und YouTube-Kanälen. Apple wehrt sich dagegen mit Doppel-Agenten in den Reihen der Leaker.

      Leaks haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Ein Mitglied der Community rund um iPhone-Leaks und Jailbreaking hat für über ein Jahr als Spitzel für Apple gearbeitet. Diese interessante Meldung gibt den ganzen Krieg zwischen Betriebsgeheimnis und Leaks eine neue Dimension.

      Apple iOS 15 iPhone verspätete Funktionen openerDie Meldung stammt aus einem Artikel der amerikanischen Webseite Motherboard. Darin wird beschrieben, wie Andrey Shumeyko – im Internet auch „YRH04E“ – genannt, gezielt gestohlene Informationen und Geräte anvisierte. Solche Sachen werden aktuell gerne über Discord und Twitter feilgeboten. Die erhaltenen Informationen, Gegenstände oder auch nur die Meldung über ein Leak, hat Shumeyko dann an das Global-Security-Team weitergeleitet. Damit konnte Apple einigen Leaks zuvorkommen.

      Erst letztes Jahr im Mai wurde eine frühe Version von iOS 14 online geleakt. Dieser Leak wurde ebenfalls von Shumeyko gemeldet. Er gab Apple wichtige Informationen über den Leaker, der an die Daten mithilfe eines gestohlenen iPhone 11 gekommen war. Dieses iPhone lief mit einer frühen Entwicklerversion von iOS 14, die eigentlich nur für den internen Gebrauch gedacht war.

      Apple iPhone 12 mini- openerEinige Monate später informierte Shumeyko erneut Apple über einen Apple-Mitarbeiter in Deutschland, der seinen Zugang zu Apples interner Plattform verkaufen wollte. Solch ein Account kann verwendet werden, um Zugriff zu geheimen und internen E-Mails zu erhalten. Der jeweilige Mitarbeiter wurde daraufhin zügig gekündigt.

      „I just wanted to be heard for once, and the story I tell to be truthful“

      -Andrey Shumeyko-

      Bis hier hin klingt die Geschichte gut und Shumeyko sollte sich einen guten Ruf bei Apple aufgebaut haben. Er hoffte sogar, irgendwie dafür anerkannt oder finanziell vergütet zu werden. Apple reagierte – nach mehrmaligen Nachfragen – aber nicht darauf. Shumeyko beschreibt, dass er sich ausgenutzt fühlt. Nun, da seine Identität aufgeflogen ist, kümmert es ihn wenig, was Leute von ihm denken. Wie es mit ihm und Apple weitergeht, steht in den Sternen.

      Was denkt ihr darüber – ist Apples Verhalten richtig oder total übertrieben? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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      via: Motherboard, wccftech

      Veröffentlicht von

      (Junior) Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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