Arbeitet Samsung mit Oculus VR an Virtual-Reality-Headset?

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Vor etwas mehr als einer Woche berichtete Engadget erstmals über Samsungs vermeintliche Pläne, ein eigenes Virtual-Reality-(VR)-Headset auf den Markt zu bringen, das zusammen mit kommenden Mobilgeräten der Galaxy-Reihe verwendet werden könnte. Zum vergangenen Wochenende hin legte die US-Webseite noch einmal diesbezüglich nach und veröffentlichte neue, genauere Informationen zu dem Projekt. Demnach soll Samsung nicht ganz alleine den Einstieg in die Welt der VR-Technologie vorbereiten, sondern vielmehr mit der Firma Oculus VR kooperieren.

Das US-Unternehmen Oculus VR gilt als der derzeitige Vorreiter im Bereich Virtual Reality und wurde erst Ende März 2014 von Facebook für satte 2 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Im vor gut einer Woche erschienen Artikel hatte Engadget noch gemutmaßt, Samsung wolle direkt mit Oculus VR konkurrieren. Dem ist jedoch scheinbar ganz und gar nicht so.

Den jetzt vorliegenden Angaben nach hilft Oculus bei der Entwicklung der Software für Samsungs VR-Projekt, während die Südkoreaner selbst hauptsächlich an der Hardware tüfteln. Zudem soll Samsung stets sehr frühzeitig exklusiven Zugriff auf die gerade aktuellste Version des Oculus-SDK (Software Development Kit) für Mobilgeräte erhalten. Als Gegenleistung für all diese Unterstützung soll Samsung seinerseits fortschrittliche OLED-Displays an Oculus VR liefern, die von den VR-Spezialisten für das eigene, PC-kompatible Headset (Oculus Rift) benötigt werden.

Interessantes verrät Engadget außerdem über Samsungs VR-Hardware. Dabei soll es sich nämlich nicht um ein komplettes Headset im eigentlichen Sinne handeln, sondern nur um ein mit Sensoren und Anschlüssen bestücktes Brillengestell. Erst in Kombination mit einem Samsung-Smartphone, also beispielsweise dem aktuellen Flaggschiff Galaxy S5, soll diese Konstruktion dann zum Virtual-Reality-Gerät werden.

Für Samsung ist das VR-Projekt laut dem Bericht ein echtes Prestige-Unterfangen, das möglichst schnell und mit möglichst geringen Ausgaben zur Marktreife gebracht werden soll, um die Aufmerksamkeit der Technik-Welt zu gewinnen. Die Faktoren Zeit und Kosten sind auch der Grund für die enge Kooperation mit Oculus VR, so Engadget. Wann mit Samsungs VR-Produkt im Handel zu rechnen ist, das lässt sich allerdings auch trotz der ausführlichen Infos der US-Publikation weiterhin nicht mit Gewissheit sagen. Es heißt also auch in diesem Fall wieder: Abwarten und Tee trinken.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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2 Antworten auf Arbeitet Samsung mit Oculus VR an Virtual-Reality-Headset?

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