ASUS ROG Zephyrus G14: Kompakter Allrounder mit Ryzen 9

ASUS ROG Zephyrus G14: Kompakter Allrounder mit Ryzen 9

Das erste Modell des ASUS ROG Zephyrus G14 hat uns im Test im vergangenen Jahr ziemlich gut gefallen. Es war ein kompakter Alleskönner. Die Neuauflage mit einem Ryzen 9 5900HS haben wir uns daher auch einmal angesehen.

Das 2020er Modell hatte uns im Test gut gefallen. In vielen Bereichen sind das 2020er-Modell und die Neuauflage identisch. Lediglich bei CPU und Grafikkarte gibt es Unterschiede.

Die kompletten technischen Daten des ROG Zephyrus G14 findest du wie immer in der ausklappbaren Tabelle.

Technische Daten: MSI Delta 15 A5EFK
Display 14“ entspiegeltes IPS-Display, 144 Hz, 300 nits, 72% NTSC, 100% sRGB
Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
Prozessor AMD Ryzen 9 5900HS (8x 3 GHz, Turbo – 4,6 GHz)
Grafik Nvidia GeForce RTX 3050 (4GB VRAM)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 SODIMM
8 GB fest verlötet
Festplatte 512 GB NVMe SSD
Konnektivität WiFi 6 (802.11ax)
Bluetooth 5.1
Anschlüsse 1x HDMI
2x Type-C USB3.2
2x Type-A USB3.2
1x Kombi-Klinkenanschluss
Akku 76 Wh
bis zu 10 Stunden Laufzeit
180 Watt Ladegerät
Eingabegeräte beleuchtete Tastatur
Touchpad
Sound Stereo-Lautsprecher
Kamera keine
Betriebssystem Windows 10
Abmessungen 32,4×22,2×1,79cm
Gewicht 1,85 kg
Preis 1599 €

Zurückhaltendes und ansprechendes Design

Das ASUS ROG Zephyrus sieht auf den ersten Blick nicht wie ein Gaming-Notebook aus, ist aber definitiv ein Hingucker.

Das fängt beim Displaydeckel mit seiner löchrigen Struktur an. In einigen Modellen gibt es im Deckel eine animierte Matrix. Hat mein Modell nicht, finde ich aber auch nicht weiter schlimm. Auch das kleine glänzende ROG-Logo sieht bei meinem grauen Gerät gut aus – normalerweise bin ich kein großer Freund von glänzendem Krimskrams.

Das ROG Zephyrus G14 wirkt kantig und hat ein dezent aggressives Design. Das wirkt stimmig und bei weitem nicht so aufdringlich wie bei vielen anderen Gaming-Notebooks. Die großen Luftauslässe sind optisch der sichtbarste Ausdruck für ein Gaming-Notebook.

Wenn du das Notebook öffnest, wird die hintere Seite etwas angehoben, so dass nur die Vorderseite auf dem Tisch steht. Dieses Vorgehen gibt es mittlerweile bei vielen ASUS-Notebooks und es erleichtert die Kühlung der Geräte.

Eine Webcam gibt es hier nicht. Der Verzicht auf die Webcam ermöglicht durchgehend schmale Displayrahmen und kommt so dem kompakten Design zugute.

Im Powerbutton ist ein Fingerprintreader integriert. Der tut seine Schuldigkeit zuverlässig, wenn auch nicht fehlerfrei. Ungefähr einer von fünf Versuchen schlägt fehl.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Das Gehäuse aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung ist verwindungssteif und lässt sich auch mit großer Kraft nicht verbiegen. Gleiches gilt für die Oberfläche mit der Tastatur. Die lässt auch heftige Tipp-Orgien stoisch über sich ergehen und gibt nicht nach.

Die Tastatur sitzt in einer kleinen Vertiefung und bietet ein angenehmes Schreibgefühl. Die Tasten lösen sehr schnell aus, so dass auch in hitzigen Partien keine Probleme entstehen dürften. Eine Tastaturbeleuchtung fehlt natürlich nicht, so dass du auch in dunklen Umgebungen immer die richtige Taste findest.

Das Touchpad ist bei einem so kompakten Gerät naturgemäß nicht so groß, besitzt für den Alltag aber eine gute Größe und reagiert auch ansprechend und präzise auf deine Eingaben.

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Gute Anschlussauswahl

Die Anschlüsse sitzen relativ weit vorne und lassen sich dadurch gut erreichen. Auf der rechten Seite findest du die beiden USB-A-Ports (USB 3.2 Gen1) und einen USB-C-Port (USB 3.2 Gen2).

Auf der anderen Seite sitzen der HDMI-Anschluss, der zweite USB-C-Port (USB 3.2 Gen2) und der 3,5mm Klinkenanschluss. In der Mitte des Geräts ist der Anschluss für das 180 Watt-Netzteil. Das ist übrigens ziemlich schlank geraten, so dass du es ohne Probleme überall mit hinnehmen kannst.

Mit der Anschlussauswahl bist du grundsätzlich gut aufgestellt, um reichlich Peripherie anzuschließen. Persönlich fehlt mir ein Kartenleser. Die Position der Anschlüsse ist bedingt durch die seitlichen Luftauslässe ungewohnt. Sollte bspw. eine kabelgebundene Maus angeschlossen werden, dürfte das Kabel ziemlich oft im Weg sein. Aber das war beim Vorgänger-Modell (unser Test) ebenfalls so.
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Flottes Display

Das Display bietet dir mit seiner 14“-Diagonale und der Full HD-Auflösung knackscharfe Inhalte. Falls es dich interessiert: Der PPI-Wert, also die Pixeldichte, liegt bei 157 Pixel/Inch. Das ist guter Wert.

Mit 300 nits wird es nicht überragend hell, reicht aber in Innenräumen problemlos aus. Im Freien sieht das teils anders aus. Dank der matten Beschichtung sind viele Inhalte auch in hellen Umgebungen zu erkennen. Direkten Lichteinfall solltest du aber vermeiden. Da dürftest du nur schwer Inhalte erkennen können. Dank des IPS-Panels musst du dir um abgedunkelte Inhalte bei seitlichen Blickwinkeln keine Sorgen machen.

Die Bildwiederholrate liegt bei satten 144 Hz. Damit laufen nicht nur Spiele butterweich, sondern auch Scrollen und Animationen sind schön flüssig und glatt. Das macht einfach Spaß.

Die Farbraumabdeckung qualifiziert es auch für kreative Arbeiten. Der sRGB-Farbraum wird laut ASUS zu 100% abgedeckt und der Adobe-Farbraum zu mehr als 70%. Damit lässt sich schon einiges anfangen bei der Bild- und Videobearbeitung.
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Keine ganz cleane Windows-Installation

Als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert. Das Update auf Windows 11 dürfte demnächst bereitstehen, so dass du bei Bedarf auf das neueste System aktualisieren kannst. Auf der SSD stehen dir im Auslieferungszustand noch etwas über 400 GB zur Verfügung.

Bevor ich zu den ASUS-Programmen komme, noch ein Wort zum scheinbar unvermeidlichen McAfee. Das versucht dich mit großen Bannern zum Kauf einer Vollversion zu überreden. Du kannst es aber auch deinstallieren und den mittlerweile guten und kostenlosen Windows Defender nutzen.

Zwei Programme sind in diesem Kapitel erwähnenswert, weil du sie wahrscheinlich nutzen wirst. Zum einen Armoury Crate. Damit kannst du unter anderem die Lüfterleistung und damit auch die Lautstärke des Zephyrus G14 beeinflussen und letztlich auf die Temperatur von CPU und GPU überwachen sowie die Peripherie-Geräte managen.

Dann gibt es noch MyASUS. Damit bekommst du nicht nur unkompliziert Kontakt zum ASUS-Support im Fall der Fälle. Du kannst damit auch dein Smartphone koppeln und es dann als Webcam nutzen. Da es hier keine Webcam gibt, ist das eine gute Alternative zum Kauf einer externen Webcam.
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Leistung satt

Läuft. Läuft gut. Läuft schnell. Der ROG Zephyrus G14 macht einfach Spaß.

Der Ryzen 9 5900HS lässt sich durch kaum einen Task wirklich aus der Ruhe bringen. Dank seiner Multi-Core-Performance gehen gerade kreative Aufgaben wie Videoschnitt sehr angenehm und leicht von der Hand. Aber auch in Spielen macht er eine gute Figur.

Die 16 GB RAM sind für die absehbare Zukunft ausreichend dimensioniert und die SSD ist so fix, dass im Alltag alle Dateien fix geladen sind. Einzig bei wirklich riesigen Dateien dürften sich Verzögerungen bemerkbar machen. Aber das dürfte für die meisten Anwender eher ein theoretischer Fall bleiben.

Die RTX 3050 sorgt für genügend Leistung, um Spiele in Full HD mit hohen Detailstufen zocken zu können. Bei allem, was über Full HD hinausgeht, wirst du die Detailstufen herunterschrauben müssen, um ein angenehmes Spielerlebnis zu bekommen.

Der Akku soll bis zu zehn Stunden halten. Hersteller-Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Aber es dürfte im Profil „Leise“ ein Arbeitstag ohne Steckdose machbar sein.

Ein paar kurze Worte zu den Emissionen. Im normalen Office-Betrieb wirst du vom ROG Zephyrus G14 nicht viel hören. Die Lüfter springen nur ab und zu mal für einen kurzen Moment an. Das lässt sich auch für den Betrieb ohne Netzteil sagen. Unter Last hingegen… Der Zephyrus G14 kann auch laut. Er kann auch richtig laut. Beim Zocken ist also ein Headset ratsam. Aber das ist an sich ja keine neue Erkenntnis. Wichtiger ist, dass das Gaming-Notebook zwar laut werden kann, aber die Lüfter trotzdem nur rauschen. Nerviges Pfeifen gibt es nicht. Hier hat ASUS ganze Arbeit geleistet.

Das Kühlsystem hat den Zephyrus G14 gut im Griff. Er wird an der Oberseite nie mehr als handwarm und lässt sich auch unter Last gut bedienen.
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Lässt sich einfach aufrüsten

Den ROG Zephyrus G14 kannst du ganz einfach aufrüsten. Du musst lediglich 14 Schrauben an der Unterseite lösen und dann kannst du die Bodenplatte ziemlich einfach abnehmen.

Unter einer kleinen Folie sind die M.2 2280 SSD und ein RAM-Riegel sichtbar. Die beiden kannst du also ohne Probleme austauschen. Ein größerer RAM-Riegel bringt dir nur nicht viel, da der zweite RAM-Riegel fest auf dem Mainboard verlötet ist.

Der Akku ist nur verschraubt und kann bei Bedarf ebenfalls leicht ausgetauscht werden.
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Einschätzung: ROG Zephyrus G14 mit Ryzen 9: Kompakter Allrounder

Clemens war vom Vorgängermodell ziemlich angetan und ich bin es vom aktuellen. Du bekommst hier einen gelungenen und kompakten Allrounder, mit dem du so ziemlich alle Alltags-Tasks erledigen kannst, die dir unterkommen.

Gaming, Bildbearbeitung, Videoschnitt – alles ist mit dem ROG Zephyrus G14 möglich. Bei den Anschlüssen gibt es eine gute Ausstattung, die eigentlich keine Wünsche offen lässt.

Auch bei Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Insgesamt ist das ROG Zephyrus G14 ein Notebook, das sich für viele Fälle eignet und auf längere Sicht genügend Leistung parat stellt.

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Stand 12/21

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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