ASUS Taichi Convertible Ultrabook Hands On und angeschaut

Gestern bekamen wir ein kleines, aber doch sehr nett verpacktes Ultrabook in die Hände, das ASUS Taichi. Ob dieses nun aber auch das verspricht, was wir von ihm erwarten, will ich hier kurz erläutern. Doch zuallererst die technischen Fakten des Taichi, so wie es hier auf dem Schreibtisch steht und eine ernste Aufgabe erwartet. Ausgestattet ist es mit einem Intel Core i5 Prozessor mit 2 x 1,7 GHz, Intel HD 4000 Grafik und 4 GB Arbeitsspeicher. Verbaut ist eine SSD von Sandisk mit 128 GB Speicherplatz. Das Ultrabook ist mit zwei je 11,6-Zoll IPS Displays ausgestattet, die beide eine FullHD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln haben. Das Taichi ist mit zwei USB 3.0 Anschlüssen, einem Micro-HDMI und einem Mini-VGA ausgestattet. Zusätzlich unterstützt das Taichi WiDi, um die Bildinhalte drahtlos an einem Wiedergabegerät dargestellt werden.

Die erste Frage tat sich schon auf, als ich das Ultrabook auspacke: Wieso kann ich nicht den Touchscreen bedienen. Es dauerte einen kurzen Augenblick, als ich feststellte, dass das Taichi nur einen Touch-Screen hat und dieser im äußeren Display verbaut ist. Okay, ist ja im Grunde auch praktisch, so lässt sich das Taichi als Tablet nutzen. Darauf hin habe ich es zugeklappt und das Ultrabook verschwand im Ruhezustand. Öhm, ja. Ich versuchte es mittels des Ein- und Ausschalters zum Leben zu erwecken, aber der Display blieb dunkel, nur das Windows-Logo leuchtete und nach einer sanften Berührung fing es mit dem Blinken an. Also aufgeklappt und neuer Versuch:

ASUS hat dem Notebook eine Display-Taste spendiert, mit der das Taichi gesteuert wird. Dort finde ich nun also auch die gesuchten Einstellungen zum Taichi und dem Dual-Monitor-Betrieb. Ich ging also davon aus, dass es Plug und Play funktioniert. Nachdem alles korrekt eingestellt war funktionierte auch der Tablet-Modus, wobei mich persönlich die große Latenz zwischen Eingabe und Reaktion sehr störte. Auch empfinde ich die Programme und Menüs als sehr zähflüssig im Tablet-Modus. Hinzu kommt, dass sich das Display gerne mal dreht und die Touch-Eingaben nicht immer korrekt erkannt werden. Hier muss dringend die Software weiter verbessert werden.

Das Taichi kann also in vier Modi genutzt werden, als normales Ultrabook, einmal als Tablet, dann kann man den Display spiegeln, so dass man auf beiden Displays den selben Inhalt sieht und zu guter letzt kann man den Display auch erweitern, um so zum Beispiel eine andere Person von außen ein Video sehen zu lassen, während man am eigentlichen Notebook arbeitet. In der Praxis ist dies leider auch wieder nicht ganz so leicht, da das äußere Touch-Display stark spiegelt und sich das Display oft verdunkelt. Nachdem ich die adaptive Displayhelligkeit in den Energiesparoptionen deaktiviert habe, ist es aber deutlich besser, zumindest was die Helligkeit betrifft. Da das Display aber im 90 Grad Winkel steht, ist es, trotz des Blickwinkels noch gut zu erkennen, aber spätestens bei Text oder zum Lesen empfinde ich diese Sichtweise als anstrengend für das Auge.

Im täglichen Gebrauch ist der Lüfter kaum hörbar, allerdings dreht er komischerweise, beim Aufladen des Akku deutlich auf. Warum das so ist, können wir uns leider auch nicht erklären. Vielleicht handelt es sich um einen Fehler.

Auch die Standfestigkeit des Taichi ist unklug durchdacht. Ist das Display voll aufgeklappt, steht das Ultrabook zur Hälfte auf dem Displayrahmen des äußeren Touchscreens und zerkratzt an dieser Stelle, da er nicht mehr stabil auf dem Tisch steht. Es gibt natürlich auch gute Sachen am Taichi, so beispielsweise die eingebauten SSD, die recht gute Zugriffszeiten erreicht. Getestet wurde die SSD mit AS SSD und die Platte erreichte folgende Werte:

Fazit:
ASUS hätte sich ruhig noch ein paar Monate Zeit lassen können, um die Software des Taichi zu verbessern, denn die meisten Funktionen des Mehrbildschirm-Ultrabooks funktionieren nicht immer zuverlässig. Vor allem die Zusammenarbeit mit Tablet, Dual-View und Touchscreen sind definitiv verbesserungswürdig. Die Idee an sich ist gewagt, für den Alltag finde ich dies Ultrabook wenig zu gebrauchen. Für den Geschäftsmann mag es eine Überlegung wert sein, dazu muss ASUS noch funktionierende Software nachliefern, denn solang es einem Glücksspiel nachkommt, ob der Touchscreen nun zuverlässig läuft, macht es im Augenblick wenig Sinn für den Geschäftsmann. Auch fehlt einfach der Touchscreen auf dem inneren Display, denn ich erwische mich immer wieder dabei auf dem Display zu tippen, da ich es vom äußeren Screen gewohnt bin.

Wir haben natürlich noch ein Hands-On Video für euch:

Der TAICHI21-CW003H zeichnet sich durch folgende spezifische Produkteigenschaften aus:

  • Display 1: 29,5 cm IPS, FullHD, 1920 x 1080
  • Display 2: 29,5 cm IPS, FullHD, 1920 x 1080, Touch-Oberfläche
  • Intel® Core™ i5-3317U Prozessor der dritten Generation (1.70 GHz, 3MB Intel® Smart-Cache) mit Intel® Turbo Boost bis zu 2.6 GHz
  • Intel® HD Grafik 4000
  • 4 GB DDR3 1600 MHz Arbeitsspeicher
  • 128 GB SSD
  • Wireless LAN 802.11 a/g/n, Bluetooth 4.0
  • WiDi
  • 2x USB 3.0, Micro-HDMI, Mini-VGA
  • Microsoft Windows 8

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3 Antworten auf ASUS Taichi Convertible Ultrabook Hands On und angeschaut

  1. Pingback: Windows 8 Tutorial – die dynamische Displayhelligkeit deaktivieren

  2. avatar E. Grauf sagt:

    ASUS Taichi Tablet Bildschirm funktioniert mit WIN 8.1 nicht mehr! Keine Hilfe/Reaktion vom ASUS Support ! FINGER WEG von WIN 8.1 mit ASUS TAICHI !

  3. avatar Daniel sagt:

    Hallo,

    die Lösung für dein Problem ist einfach.
    1.Lade das Programm Win Flash (fals du es noch nicht auf dem Computer hast) über diesen Link runter Asus nennt es Windows BIOS Flash Utility (gleich das oberste).
    http://www.asus.com/support/Do.....0/0/12/36/

    2.Starte das Programm. (zu finden meist in diesem Verzeichnes: C:\Program Files (x86)\ASUS\WinFlash fals du es nicht geändert hast)

    3.Das Programm muss nun deine BIOS aktualisieren was den Display Fehler behebt. Genannt wird die Version die du brauchst 209 oder höher.

    Nach zu lesen, dass der Fehler wirklich behoben werden kann, ist unter diesem Link möglich beim dem Unterpunkt BIOS. Dort steht das es ein Bugfix für diesen Fehler unter Windows 8.1 gibt.

    http://support.asus.com/downlo.....07zwAjDwV9

    (die Datei BIOS 209 von diesem Link herunter zu laden bringt jedoch nichts, da es definitiv über Win Flash geschehen muss)

    Das musste ich mit Meinem Asus Taichi 31 machen.

    Ich hoffe es hat dir geholfen

    Mfg,

    Daniel

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