ASUS TUF Dash F15 (2022): Wolf im Schafspelz

ASUS TUF Dash F15 (2022): Wolf im Schafspelz

Die beliebten TUF-Notebooks stellen die Mittelklasse der Gaming-Notebooks bei ASUS dar. Das TUF Dash F15 bietet kraftvolle Hardware und ein kompaktes Design, ohne dabei „Gaming“ zu schreien.

Die TUF-Notebooks von ASUS sind in zwei Unterserien aufgeteilt: „Gaming“ und „Dash“. Ein „A“ im Namen bedeutet, dass ein AMD-Prozessor darin arbeitet, ein „F“ steht für ein Rechenherz von Intel. Danach folgt die Bildschirmdiagonale in Zoll.

Die Dash- und Gaming-Modelle teilen sich ein ähnliches Design, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Die Gaming-Notebooks sind – wie der Name schon verrät – ganz klar für enthusiastische Gamer*innen gedacht. Sie haben ein markantes Design, viel RGB-Beleuchtung und starke Hardware.

Die Dash-Notebooks sind dagegen dezenter und dünner. Sie bewegen sich leistungstechnisch nur wenig unter der Gaming-Reihe, sprechen durch ihr Design aber auch Kreative und Gelegenheitsspieler an.

Es gibt das TUF Dash F15 in verschiedenen Konfigurationen. In meinem Testgerät (ASUS TUF Dash F15 FX517ZR) steckt ein neuer Intel Core i7-12650H, eine NVIDIA GeForce RTX 3070 und 16GB Arbeitsspeicher. Damit sollten aktuelle AAA-Titel kein Problem sein. Das Full HD-Display rennt mit einer Bildwiederholrate von 144 Hz.

Es gibt noch die Option eines Panels mit 300 Hz und einer besseren Farbraumabdeckung, eine NVIDIA GeForce RTX 3050 Ti oder 3060 als Grafikkarte, 8 GB an Arbeitsspeicher oder ein Upgrade auf ganze 1 TB Speicher.

Bereits vor etwa einem Jahr hatte ich ein ASUS TUF Gaming F15 in meinen Händen, diesmal hat die schlankere Dash-Variante zu mir gefunden. Mein Kollege Alexander hat sich vor einigen Wochen ein ASUS TUF Gaming A15 mit aktuellem AMD-Prozessor angesehen.

Technische Daten ASUS TUF Dash F15 FX517ZR
Display 39,6 cm (15,6 Zoll), entspiegeltes IPS, 1.920 x 1.080 Pixel, 16:9, 141ppi, 144 Hz-Bildwiederholrate, 62,5% sRGB, 47,34% AdobeRGB, Adaptive-Sync
Prozessor Intel Core i7-12650H, 10 Kerne / 12 Threads, 6C+4c, 2,3 – 4,7 GHz, 24MB Cache, 45 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics Xe 64 EUs (1 GB)
NVIDIA GeForce RTX 3070, 8GB GDDR6, 1.290 MHz Boost Clock + 50 MHz OC, 80 Watt + 25 Watt Dynamic Boost
MUX Switch + Optimus
Arbeitsspeicher 2 x 8 GB DDR5-SO-DIMM, 4800 MHz
max. 32 GB
Festplatte NVMe INTEL SSDPEKNU512GZ (512 GB, PCI-E 3.0 x4), ~ 453,7 GB frei
Netzwerk WiFi 6 (802.11ax)
Bluetooth 5.1 (Dual band) 2*2
Ethernet LAN
Anschlüsse 1 x Ethernet (RJ-45)
1 x Stromanschluss
1 x Kopfhörer/Mikrofon Kombibuchse (3.5 mm)
1 x Thunderbolt 4 (DisplayPort)
2 x USB-A 3.2 Gen 1
1x USB-C 3.2 Gen 2 (DisplayPort, Stromversorgung)
1x RJ45 LAN-Anschluss
1 x HDMI 2.0b
1 x Kensington Schloss
Akku 4-Zellen-Lithium-Ionen-Akku mit 76Wh Kapazität
200 Watt AC Adapter, Output: 20V DC, 10A, 200 Watt, Input: 100-240V AC, 50/60Hz universal
Eingabegeräte Hintergrundbeleuchtete Chiclet-Tastatur
Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
720p-Webcam
Sound Stereo Lautsprecher (2 Watt)
Dolby Atmos Audio
Hi-Res-Zertifikat
AI-Noise-Canceling
Eingebautes Array-Mikrofon
Abmessungen 35,4 x 25,1 x 2,07 cm (B x T x H)
Gewicht 2 kg
Preis 1.599,00 Euro*

Lieferumfang

Der schicke Karton kommt ohne viel Schnick-Schnack daher: Das ASUS TUF Gaming F15, ein Netzkabel, der üblichen Papierkram (Kurzanleitung, Garantiekarte) sowie Sticker mit „TUF-Gaming“-Thematik. Auf das gesamte Notebook gibt ASUS zwei Jahre Garantie. Welche Teile und Dienstleistungen darin enthalten sind, könnt ihr hier nachlesen.

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Verarbeitung und Design

Das Gehäuse besteht aus hochwertigem Kunststoff und ist in Schwarz und einem dunklen Grauton gehalten. Die Rückseite des Displays besteht Aluminium und an einer Ecke prangt stolz das TUF-Logo. Die beiden langen Kanten haben einen „gebürsteten“-Look. Insgesamt wirkt das Design markant, kantig und hat einen leichten Industrial-Look.

ASUS wirbt hier mit „Militärstandard MIL-STD-810H“, was den Industrial-Look weiter unterstreicht. Tatsächlich wirkt das Gehäuse sehr robust, die Spaltmaße sind genau und es gibt keine scharfen Kanten. Das Gehäuse macht einen wertigen Eindruck und wird kleinere Unfälle ohne Mühe überstehen.

Das gesamte Notebook wiegt dabei nur 2 Kilogramm, bei einer Größe von 35,4 x 25,1 x 2,07 cm. Damit ist es zwar kein superschlankes und portables Ultrabook, für die gebotene Gaming-Hardware und die hochwertige Verarbeitung geht das aber vollkommen in Ordnung.

Praktisch: Zum bequemen Öffnen des Notebooks mit einer Hand gibt es eine kleine Ausbuchtung oberhalb der Webcam.

Das Display ist über zwei Scharniere mit dem Gehäuse verbunden. Sie halten das Display ohne jegliches Wackeln an Ort und Stelle. Obwohl mir ein großes Scharnier persönlich lieber ist, leisten sie eine wirklich gute Arbeit. Das Displayscharnier kann dabei um bis zu 130 Grad geöffnet werden. Gut gemacht, ASUS!

Oberhalb der Tastatur und zwischen den Scharnieren befinden sich mehrere LEDs. Diese zeigen den Akkustand (grün oder rot) an, ob das Gerät aktiv ist oder ob die SSDs gerade arbeiten.

Für Spieler*Innen besonders praktisch: Transparente WASD-Tasten.

Aufgeklappt ist der Gaming-Einfluss klar zu erkennen: Die Tastatur strahlt in einer weißen Hintergrundbeleuchtung, die WASD-Tasten sind durchsichtig, es gibt eine Reihe mit Funktionstasten, auf dem Touchpad befindet sich das TUF-Logo und viele weitere kleine Details.

Die Innenseite hat eine glatte Soft-Touch-Oberfläche, die sich im Alltag angenehm anfühlt. Leider sieht sie bereits nach wenigen Minuten durch viele Fingerabdrücke nicht mehr ganz frisch aus.

Das Trackpad ist 13 x 7,7 cm groß und steht damit gut im Verhältnis zur kompakten Bauweise. Im Test hat es stets präzise gearbeitet und bietet einen angenehmen Klick.

Die Tastatur des ASUS TUF Dash F15 bietet ein Numpad, die Hintergrundbeleuchtung ist stark und gleichmäßig, die Tasten haben eine ordentliche Größe und bieten einen befriedigenden Auslösepunkt. Der Widerstand ist jedoch etwas „zäh“ und „gummiartig“.

Diesen Test darauf zu schreiben hat mir jedoch viel Spaß gemacht und die Tastatur ist eine der besseren bei Windows-Notebooks. Leider bietet das Notebook keinen Fingerabdruckscanner oder Windows Hello. Das ist nicht schlimm, wäre aber noch eine nette Funktion gewesen.

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Anschlüsse

Auf der linken Seite befinden sich der proprietäre Stromanschluss, einmal Ethernet Gigabit RJ-45, einmal HDMI 2.0b, einmal USB-C 3.2 Gen 2 und Thunderbolt 4, sowie ein Kombi-Anschluss für 3,5mm-Klinke.

Rechts befinden sich noch einmal USB-A 3.2 Gen 1 und ein Kensington-Schloss.

Neben den physischen Anschlüssen bietet es noch einen WLAN-Chip von Intel (Wi-Fi 6 AX201) mit Wi-Fi 6 (802.11ax) und Bluetooth 5.2.
Alle wichtigen Anschlüsse – bis auf einen SD-Kartenleser – sind vorhanden.

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Display

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es das Notebook mit zwei verschiedenen Displays: Einmal mit einer Bildwiederholrate von 144 Hz und einer mittelmäßigen Farbwiedergabe (62,5% sRGB, 47,34% AdobeRGB) und einmal mit 300 Hz und korrekteren Farben (100% sRGB, 75,35% AdobeRGB).

Egal welches Display ihr euch holt, ihr seid auf Full-HD begrenzt. In meinem Testgerät steckt das Panel mit 144 Hz.

Bevor ich die Ergebnisse der Spyder-Messung vorstelle, kurz meine subjektive Meinung: Das Display ist guter Gaming-Durchschnitt. Dank der Full HD-Auflösung wird die Grafikkarte nicht zu stark belastet, die Bildschärfe ist ausreichend. Die Farbdarstellung ist im Alltag gut, im direkten Vergleich zu meinem Referenz-Monitor aber ein wenig „daneben“.

Spiele wirken durch die Bildwiederholrate von 144 Hz flüssig und machen viel Spaß. Vor allem schnelle Shooter wie Overwatch profitieren davon. Leider ist die maximale Helligkeit nicht besonders hoch, sie reicht aber für Innenräume.

Kommen wir jetzt zu den Ergebnissen der Spyder-Messung: Die maximal gemessene Helligkeit ist 264 nits (cd/m²) in der Mitte des Bildschirms und nimmt zu den Rändern hin ab. Für mich ist ein Wert ab 300 nits (cd/m²) gut. Je weiter es nach oben geht, desto besser. Das IPS-Display hat aber gute und stabile Blickwinkel. Es eignet sich für gemeinsame Filmabende mit Freunden.

Laut dem Spyder5 hat das Display eine sRGB-Abdeckung von 58%, der für Medienschaffende wichtige AdobeRGB und P3-Farbraum wird mit 43% abgedeckt. Der gemessene Kontrast ist 1170:1 bei 100 Prozent Helligkeit und der Schwarzwert liegt bei 0,23.

Danach habe ich das Display kalibriert, um zu sehen, ob sich dadurch die Werte verbessern lassen. An den Farbräumen und Kontrast hat sich nichts getan, dafür hat sich der Maximalwert bei der Farbtreue von 7,69 auf 6,62 gesenkt. Das Display kann durch eine Kalibrierung also nicht groß verbessert werden.

Das ASUS TUF Dash F15 bietet ein solides Display zum Arbeiten und Spielen. Durch die hohe Bildwiederholrate eignet es sich gut für schnelle Titel, wie Shooter oder Rennspiele.  Wenn ihr vorhabt, mit dem Notebook Bild- oder Videobearbeitung zu betreiben, solltet ihr einen Blick auf das Panel mit 300 Hz werfen.

Die ASUS-Software bietet euch verschiedene Möglichkeiten, die Bilddarstellung an euren persönlichen Geschmack anzupassen.

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Leistung

Im ASUS TUF Dash F15 stecken ein aktueller Intel Core i7-12650H (10 Kerne / 12 Threads), eine NVIDIA GeForce RTX 3070 (80 Watt, 105 Watt mit Dynamic Boost) und 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Auch wenn nicht die stärkste Hardware verbaut ist, hat das Notebook ordentlich Gaming-Kraft. Zur Version mit 8 GB an Arbeitsspeicher rate ich nur, wenn ihr nur selten oder anspruchslosere Titel spielen wollt.

Jetzt aber genug der Worte, sehen wir uns die Ergebnisse des Benchmark-Parcours an:

Counter-Strike: Global Offensive

Der wohl berühmteste E-Sport-Titel erreicht in unserem realitätsbezogenen Benchmark (geskriptetes Match mit Bots) in den höchsten Einstellungen flüssige 241,65 FPS.

Assassin’s Creed Valhalla

Valhalla ist ein gewaltiges Open-World-Abenteuer mit schicker Grafik. Leider braucht es für diese offene Welt ordentlich GPU-Leistung, aber vor allem Grafikspeicher (VRAM). Auf den höchsten Einstellungen kommt das ASUS TUF Dash F15 im Schnitt auf 76 FPS. Geht ihr auf das Preset „Mittel“ steigen die FPS auf angenehme 101.

Anno 1800

Im Aufbau-Strategie-Hit aus Deutschland werden vom Notebook in den höchsten Einstellungen und DX12 ganze 88,04 FPS im Durchschnitt berechnet. Mit mittleren Einstellungen sind es 176,21 FPS.

Shadow of the Tomb Raider

Im aktuellsten Teil von Tomb Raider erreicht das ASUS TUF Dash F15 in den höchsten Einstellungen und Raytracing im Schnitt 84 FPS, mit deaktivierten Raytracing geht es hoch auf 114 FPS.

Cinebench R23 & R20

Der Intel Core i7-12650H landet in CB R23 bei 1.785 Punkten im Single-Core und ganze 12.982 Punkten im Multi-Core-Test. Im etwas älteren CB R20 sind es 688 Punkte im Single-Core und 5.033 Punkte im Multi-Core-Test.

Damit ist der Prozessor im guten Mittelfeld bei Notebooks. Der direkte Konkurrent von AMD, Ryzen 7 6800H (8 Kerne, 16 Threads) kann in Multicore-Aufgaben gut mithalten, verliert aber bei Singlecore-Anwendungen.

AS SSD Benchmark

Die verbaute 512 GB M.2-2230-SSD (PCI-E 3.0 x4, ~ 453,7 GB frei) von Intel leistet gute Arbeit und bietet schnelle Lese- und Schreibvorgänge. Sie ist damit zum Spielen, aber auch für Video- und Audiobearbeitung geeignet.

DaVinci Resolve

Medienanwendungen wie DaVinci Resolve stellen kein Problem dar: Ein einminütiger Werbeclip wurde mit vielen Effekten und Text in 34 Sekunden exportiert. Dabei haben wir das 4K-YouTube-Preset verwendet. Mit dem Preset für 1080p dauerte der Export nur 19 Sekunden.


Insgesamt schlägt sich das ASUS TUF Dash F15 ziemlich gut in unserem Test-Parcours. AAA-Titel sind damit kein Problem und laufen mit hohen FPS-Werten. Auch für den (semi-)professionellen Videoschnitt ist genügend Leistung vorhanden. Natürlich gibt es stärkere Gaming-Notebooks und Hardware, für die meisten Spieler*innen sollte es aber vollkommen ausreichen.

Es lohnt sich einen Blick auf die von ASUS vorinstallierte „Armoury Crate“-Software zu werfen. Dort kann die Leistung in mehreren Punkten angepasst werden. Voreingestellt gibt es dort vier Profile, die Auswirkungen auf die Leistung und die Lautstärke der Lüfter haben: Windows, Leise, Leistung und Turbo.

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Akkuleistung

Das ASUS TUF Dash F15 ist ein Kompromiss aus Gaming-Hardware und einem kompakten Design. Deshalb war ich wegen der Akkulaufzeit etwas skeptisch.

ASUS verbaut hier einen Akku mit 76 Wh, der über den proprietären Ladeanschluss in 30 Minuten zu 50% geladen werden soll (wenn das Notebook ausgeschaltet ist). Der USB-C-Anschluss kann ebenfalls zum Laden mit 100 Watt genutzt werden.

Um realistische Ergebnisse zu erzielen, habe ich die Akkuleistung mehrere Tage beobachtet und wie folgt getestet: Die Display-Helligkeit habe ich auf rund 80 Prozent gestellt und bei aktiver WLAN-Verbindung einen normalen Arbeitstag bestritten. Auf dem Programm stand: Surfen im Internet und Arbeiten in Office-Anwendungen. Die Tastatur und das Trackpad wurden dauerhaft genutzt. Als Leistungsprofil wurde „Windows“ verwendet.

Das ASUS TUF Dash F15 schafft in meinem Test 7 Stunden und 17 Minuten. Das ist zwar kein ganzer Arbeitstag, aber deutlich besser als erwartet. Wenn man aber ein sparsameres Leistungsprofil wählt oder die Helligkeit weiter senkt, sollten 8 Stunden kein Problem sein. Mit dem Akku konnte ich knapp eine Stunde spielen, bevor ich es an die Steckdose bringen musste.

Das Netzteil ist recht kompakt, leistet aber bis zu 200 Watt.

Sollte sich der Akku dem Ende neigen, kann er in einer 1 Stunde und 10 Minuten von 1 auf 100 Prozent geladen werden. Das ist vergleichsweise schnell und spricht für den proprietären Stromanschluss mit 200 Watt.

Noch ein paar kleine Details: Steht das Notebook untätig herum, verbraucht es zwischen 10 und 20 Watt (je nachdem, welche Hintergrundaufgaben ausgeführt werden). Maximal hat das Notebook im Stresstest bis zu 190 Watt verbraucht und liegt damit innerhalb der Grenzen des mitgelieferten Netzteils.

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Geräuschemissionen

Die leistungsfähige Hardware wird mit zwei aktiven Lüftern, fünf Heatpipes und vier Luftauslässen gekühlt. Da es sich um ein Notebook mit Gaming-Fokus handelt, ist ein leiser Betrieb nicht die höchste Priorität.

Dennoch bleibt das Notebook die meiste Zeit über flüsterleise, da die Lüfter erst bei anspruchsvolleren Anwendungen oder Multitasking anspringen. Unter Volllast bewegt sich die Laustärke zwischen 46 und 49 dB(A), was vergleichsweise leise ist. Andere Gaming-Notebooks sind hier deutlich lauter.

Sehr schön: Ich konnte im ganzen Test kein nerviges Spulenfieben oder piepsigen Ton bei hohen Lüfterdrehzahlen hören.

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Temperatur

Gehen wir von außen nach innen. Während längerer Spiele-Sessions wurde der Bereich oberhalb der Tastatur warm, darunter befinden sich der Prozessor und die Grafikeinheit. Da ich leider kein Messgerät zur Hand habe, schätze ich so um die 50 Grad. Man merkt, dass bei anspruchsvollen Spielen oder Benchmarks viel Wärme entsteht. Insgesamt wurde das Gehäuse aber nie unangenehm warm oder zu heiß.

Die Temperaturen im Inneren habe ich mithilfe von HWiNFO gemessen. Insgesamt blieben die Temperaturen auf einem guten Niveau. Die CPU erreichte im Spitzenmoment zwar 98 Grad, die Lüfter kühlten sie aber dann auf einen Wert zwischen 70 und 78 Grad herunter. Die GPU bewegte sich bei Spielen meist zwischen 68 und 78 Grad.

Die Kühlleistung ist trotz des kompakten Gehäuses sehr gut.

Für die kompakte Bauweise arbeitet hier ein ausgezeichnetes Kühlsystem, welches die leistungsstarke Hardware meist in Zaum halten kann. Intel-Prozessoren sind jedoch weiterhin kleine Hitzköpfe, da sich ihr Turbo-Modus nach der Kühlleistung richtet.

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Aufrüsten

Die untere Hälfte lässt sich nach dem Entfernen von 11 Philips-Schrauben öffnen, achtet dabei aber auf die Verschluss-Klammern. Diese sitzen fest und benötigen Feingefühl.

Ist einmal die Unterseite geöffnet, lassen sich der der Arbeitsspeicher als auch die NVMe (M.2 2280) austauschen. Rechts gibt es zudem einen weiteren Anschluss für eine zweite NVMe. Der Akku und die beiden Lüfter sind nur verschraubt und lassen sich – mit passenden Ersatzteilen – ebenfalls tauschen.

Sound & Webcam

Die beiden 2-Watt-Lautsprecher befinden sich auf der Unterseite des Geräts, unter den Ablageflächen der Hände. Ihr Klang ist dabei in Ordnung: Die Höhen sind nicht zu spitzt, die Mitten sind klar hörbar, der Bass ist leider nahezu nicht vorhanden. Die beiden Lautsprecher werden knapp 78 dB laut und liegen damit im Durchschnitt.

Die Lautsprecher sind für den Alltag durchaus brauchbar, die meisten Spieler*innen werden aber ohnehin zu Kopfhörern oder externen Lautsprechern greifen.

Die 720P-Webcam befindet sich klassisch mittig oben im Display. Die Qualität reicht für gelegentliche Videochats aus und ist als „Standard“ zu bezeichnen. Für einen häufigen Einsatz empfehle ich eine externe Webcam, die es schon für um die 20 Euro gibt.

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ASUS TUF Dash F15 FX517ZR Fazit: Wolf im Schafspelz

Ich bin vom ASUS TUF Dash F15 ziemlich überrascht. Es handelt sich dabei um ein Gaming-Notebook, dass durch seine kompakte Bauweise und das unauffällige Design auch als Alltagsnotebook genutzt werden kann. In einem Hörsaal, einem Büro oder einem Business-Meeting würde es nicht sofort als Gaming-Maschine auffallen. Nur ein paar Design-Elemente deuten darauf hin.

ASUS verbaut hier Hardware der oberen Mittelklasse: Ein aktueller Intel Core i7-12650H, eine NVIDIA GeForce RTX 3070 und 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Die Farbraumabdeckung des Displays ist im Alltag ausreichend. Für Bild- oder Videobearbeitung sollte aber das Modell mit 300 Hz-Display in Betracht gezogen werden. Dort sind die Farbwerte einfach besser.

Zu guter Letzt stimmt auch die Verarbeitung: Alles wirkt robust, es gibt keine scharfen Kanten und das Spaltmaß stimmt. Hier lässt sich trotz Kunststoff-Gehäuse nicht meckern.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind sich die Dash- und die Gaming-Reihe der TUF-Notebooks sehr ähnlich. Wenn ihr also auf der Suche nach einem unauffälligem Gaming-Notebook seid und/oder viel reist, solltet ihr euch für die Dash-Notebooks entscheiden.

Wenn ihr etwas mehr Leistung wollt und auf die Gamer-Ästhetik steht, könnt ihr zur Gaming-Reihe greifen. Preislich liegen die beiden Modelle nicht so weit auseinander, die Dash-Reihe ist aber meist ein wenig teurer. Mein Testgerät (ASUS TUF Dash F15 FX517ZR) kostet rund 1.599,00 Euro*.

TUF Dash F15 FX517ZR-HN085W bei uns im Shop

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Quelle: Asus
Stand: 12.2022

Veröffentlicht von Daniel

Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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