Asus Zenbook 14 Duo Video Review – Die Benchmarks und ein paar Anmerkungen

      Asus Zenbook 14 Duo Video Review – Die Benchmarks und ein paar Anmerkungen

      Mit dem Zenbook 14 Duo hat ASUS ein kompaktes Dual Screen Notebook im Portfolio, das vor allem mit gesteigerter Produktivität punkten will. Im Test erfahrt ihr, ob der Plan aufgeht. Zum Einstieg direkt der Hinweis auf mein vollständiges Video-Review zum ASUS Zenbook 14 Duo. Darin erfahrt ihr alles Wichtige zum ZenBook Duo 14.


      Hier im Beitrag bekommt ihr vor allem eines: Benchmarks und die Auswertung dazu. Fangen wir direkt mit den einfachen synthetischen Benchmarks an. Hier zeigt die Intel Tiger Lake Plattform direkt, was sie kann: Die Single Core Performance ist extrem hoch und kann teilweise sogar ausgewachsene Desktop-CPUs wie den Intel Core i9-10900K übertreffen. Beeindruckend war vor allem der Single Core Takt von bis zu 5.3GHz. Im Multicore-Bereich muss sich der Quad-Core aber natürlich der AMD-Konkurrenz geschlagen geben, die auf deutlich mehr Kerne und Threads setzt. Denn auch wenn die einzelnen Kerne eine etwas geringere IPC liefern – bei doppelter Kernzahl liegt man dann natürlich vorne.

      Auch die restlichen Werte wie die SSD Benchmarks liefern keine großen Überraschungen.

      Wenn wir dann zu den Alltagsszenarien kommen, merkt man aber hier und da noch, dass die neue Tiger Lake Plattform hier und da ein paar Kinderkrankheiten hat. Die fallen vor allem im High Performance Modus auf, wenn die CPU ans obere Limit getrieben wird. Benchmarks liefern deutlich sichtbar mehr Leistung, in anderen Anwendungen kommt es allerdings hier und da zu kurzen Aussetzern für eine halbe Sekunde oder weniger. Das ist bei E-Sports-Titeln sehr störend, aber auch bei arbeitsintensiven Anwendungen. Gerade Tools wie DaVinci Resolve sind hier empfindlich und ich hatte im Hochleistungsmodus hier und da Abstürze, weil sich die CPU offenbar verschluckt hat. Trat nicht oft auf und auch nur im Hochleistungsmodus, aber erwähnt werden sollte es dennoch.

      Auch fällt auf, dass es durch die geringe Kernzahl im Alltag gefühlt langsamer agiert als ein vergleichbares AMD-Modell. Das Huawei Matebook 14 ließ sich bei Videoschnitt oder Fotobearbeitung kaum aus der Ruhe bringen, während sich das ASUS ZenBook 14 des Öfteren mal eine Gedenksekunde gegönnt hat. Arbeiten war auch so problemlos möglich, größere Projekte können aber durchaus etwas länger dauern. Interessanterweise war der Export nach abgeschlossener Arbeit dann aber doch etwas schneller, vermutlich durch die gute Thermik des ZenBook 14 Duo.

      Insgesamt liefert es aber eine dem Formfaktor angemessene Leistung ab und sicher wird Intel die Tiger Lake Plattform noch weiter mit Firmware-Updates optimieren, um die kurzen Aussetzer auszumerzen.

      Das Display kann sich trotz „nur“ „IPS-Level“ Technik sehen lassen. Bei anderen Geräten mit dieser Bezeichnung konnte man noch klare Unterschiede zu echten IPS-Panels wahrnehmen, im ZenBook 14 ist das allerdings nicht mehr der Fall. Auch die Messwerte bestätigen das. Das gemessene DeltaE liegt unter 1, Abweichungen in der Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität liegen im einstelligen Prozentbereich und die Farbraumabdeckung ist mit 97% sRGB und 77% Adobe-RGB in Ordnung.

      Das Zweitdisplay ist allerdings selbst bei maximaler Helligkeit oft zu dunkel, was es in hellen Umgebungen schwer ablesbar macht.

      Das Kühlsystem leistet sich keine Schwächen. Im Normalbetrieb ohne Hochleistungsmodus ist es kaum hörbar und hält das System dabei dennoch angenehm kühl. Aktiviert man den Hochleistungsmodus wird es deutlich lauter und gut wahrnehmbar, während die Temperaturen auf bis zu 90°C ansteigen. Alles aber noch im Rahmen und kein Vergleich zu Intels Vorgängergeneration. Selbst bei längeren Arbeiten und dem Export von größeren Projekten bleibt das System angenehm kühl, wie hier beim Export eines längeren Videos:

      In synthetischen Benchmarks sind dann auch kurzfristig deutlich höhere Taktraten möglich, ohne dass es dauerhaft zu heiß wird:

      Dabei zeigt sich auch eine Besonderheit der neuen Intel Plattform: Ähnlich wie AMD ZEN CPUs wählt das System den „besten“ Kern zum Übertakten selbst aus und nutzt diesen dann für kurze Boosts. Wird dieser Kern, in meinem Testexemplar Kern #2, zu heiß, wechselt das System kurz auf einen anderen, etwas langsameren Kern um den bevorzugten Kern abkühlen zu lassen. Kurz darauf springt der Thread dann wieder zurück auf den bevorzugten Kern.

      Fazit ASUS ZenBook Duo 14

      Alles in Allem hat ASUS hier ein sehr gutes Gesamtpaket, das sich sehen lassen kann. Das Zweitdisplay ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht immer optimal ausgerichtet, überzeugt aber durchaus im Alltag. Gleiches gilt für die Tastatur samt Touchpad. Ausrichtung und Größe sind ungewohnt, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

      Die Verarbeitung ist hervorragend und nichts knarzt, wackelt oder klappert. Mein größter Kritikpunkt hier ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke, die man zudem auch nur schwer beseitigt bekommt.

      Die Helligkeit des Zweitdisplays ist am Ende dann wohl der größte Kritikpunkt, weil gerade in hellen Umgebungen nicht immer optimal ablesbar ist.

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