Ausgepackt und ausprobiert: Motorola XOOM

Hallo zusammen! Seit gestern liegt das Motorola XOOM bei mir und ich hatte einige Zeit, mich mit dem Android-Tablet zu befassen. Manchmal ist es schwer, einen Testbericht zu schreiben, da ich als Tester ja vielleicht andere Bedürfnisse & Erwartungen habe, als Benutzer X  oder Y. Trotz alledem versuche ich einmal, euch das Gerät ein wenig näher zu bringen. Was kann es, was bringt es – und lohnt sich der Kauf?

Ausstattung

Meines Wissens war das Motorola XOOM das erste Gerät, welches mit Android 3.0 Honeycomb ausgestattet wurde. Es besitzt ein 10,1 Zoll großes Display, welches eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln besitzt. Mein Testgerät hat einen internen Speicher von 32 GB, dazu gesellen sich 1 GB Arbeitsspeicher. Das Motorola XOOM gibt es in einer WLAN– und einer zusätzlich mit UMTS ausgerüsteten Variante.

Erweitern lässt sich das XOOM mit einer microSD-Karte (bislang keine Funktionalität ohne Frickelei). HDMIBluetooth sind Bestandteil, ebenso GPS und ein Kompass. Mit der Rear-Cam (Autofokus) könnt ihr 5 MP aufnehmen (Video bis 720p), die Front-Cam bietet 2 MP). Des Weiteren könnt ihr natürlich einen Kopfhörer anschließen und ein Netzteil und / oder USB-Kabel. Die Akkulaufzeit wird mit ca. 8,5 Stunden angegeben. Das Motorola XOOM wiegt 730 Gramm. Unter der Haube werkelt ein Dual Core Tegra 2 mit 1 GHZ Taktung.

Optik und Haptik

Das Motorola XOOM liegt gut in der Hand, wer bereits ein iPad 1 in der Hand hatte, der muss sich kaum umgewöhnen, beide Geräte sind im Formfaktor Dicke kaum zu unterscheiden, lediglich in der Breite sieht man einen direkten Unterschied, hier einmal der direkte Vergleich:

Tasten, Kameras und Anschlüsse:

Angeschaltet wird das Gerät über die Rückseite, dort befindet sich einer der Lautsprecher nebst Blitz und Kamera.

Des Weiteren findet ihr einen weiteren Lautsprecher vor, die Lautsprecher sind, das darf ich hier ohne Übertreibung sagen, wirklich klasse.

Die UMTS-Karte kann direkt am Slot der microSD-Karte eingelegt werden. Ich habe für das Foto einmal die Blende entfernt, damit ein Blick auf das Innere möglich ist. Direkt daneben: der Anschlüsse für die Kopfhörer.

Zu guter Letzt, der Blick auf die Frontkamera:

Die Benutzung des Motorola XOOM

Durch den Zweikern-Prozessor geht einiges viel smoother von der Hand. Das merkt man nicht nur bei Spielen, auch bei Anwendungen. Als Vergleich nenne ich hier einmal das Samsung Galaxy Tab 7″ der ersten Generation, da dieses auch nur über einen Einkerner verfügte. In Hinblick auf kommende Spiele und Anwendungen sollten Benutzer vielleicht jetzt zum Zweikerner greifen – zumindest auf Android-Basis. Trotz alledem muss ich sagen: bei Darstellung von Filmen und HTML5-Videos kam das Gerät ab und zu ins Ruckeln.

Die Android-Oberfläche

Selbst Einsteigern könnte ich Android 3.0 ohne schlechtes Gewissen in die Hand drücken. Die Funktionen sind wirklich einfach zu erlernen, jeder Desktop ist individuell und einfach anpassbar. Einstellungen, Programme und Co: fast mit einem Wisch ist alles erreichbar. Hier einmal ersichtlich: die Multitasking-Fähigkeit. Alle geöffneten Programme lassen sich schnell erreichen.

Erstes Fazit?

Das Motorola XOOM hat mir wirklich Spaß gemacht. Android wird auf kurz oder lang iOS überholen. Großes ABER: wenn die Entwickler sich daran machen, auch vernünftig HD-Applikationen zu entwickeln. Angeblich strickt der Spieleentwickler Gameloft bereits an der HD-Portierung der angebotenen Spiele. Das Ganze steckt gefühlt noch in den Kinderschuhen. Tablets sind da, sie laufen auch – hier und da verspürt man Ruckler. Wer nur abends auf der Couch surfen will: beruhigt zuschlagen (wenn man das Geld ausgeben möchte).

Tablets werden in wenigen Jahren genauso zu unserem Alltag gehören, wie Smartphones, Telefon generell, TV & Co. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg. Wer sich unbedingt jetzt ein Tablet kaufen will und ein vorhandenes, großes Ökosystem haben möchte: greift zum iPad 1, langt für den Couch-Surfer allemal, selbst für mehr ist es gedacht, da es unzählige Applikationen gibt. Hochleistungs-Tablets befinden sich in den gleichen preislichen Regionen wie das iPad 2, hier sollte man sich vorab wirklich überlegen, was man möchte. iOS funktioniert einfach, man bekommt einen Kessel Buntes, Dinge, auf die man bei Android noch ein wenig warten muss.

Alternativen zum XOOM gibt es natürlich, vielleicht empfiehlt es sich, auf das Samsung Galaxy Tab zweiter Generationen zu warten. Der Couchsurfer sollte des Weiteren Alternativen im Auge behalten, denn das Acer Iconia Tab verfügt auch über Android 3.0 und wird für kleineres Geld in den Regalen zu finden sein.

Ihr habt Fragen zum XOOM? Schießt los, es liegt (noch) auf meinem Schreibtisch.

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11 Kommentare auf "Ausgepackt und ausprobiert: Motorola XOOM"

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Das Xoom besitzt auch noch ein Barometer 😉 was man hoffentlich in Zukunft auch gut einsetzen kann

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Ich glaube ich warte lieber auf das Transformer. Hast du vor das auch zu testen? Günstiger und ein geniales Tastatur dock. Ich komme immer noch nicht mit der Touchscreentastatur zurecht.

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Wie liegt es denn vom Gewicht her im Gegensatz zu einem iPad1 oder iPad2 in der Hand?

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Wie verhält sich Android 3.0 innerhalb eines Windows Netzwerks? Ich hab hier einen Windows Home Server und natürlich meine Dokumente, Videos und Musik freigegeben. Kann man darauf zugreifen?

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[…] 3.0 Honeycomb und so. Ich lasse einfach mal meine kurze Meinung hier, wer es länger mag, der kann hier weiter […]

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[…] to the RSS feed for updates on this topic.Powered by WP Greet Box WordPress PluginGestern, bei der Review des Motorola XOOM, äußerte mich noch ein wenig enttäuscht über das verfügbare Repertoire an […]

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Du bist dir über die schon vorhandene Bedeutung des Wortes „Couchsurfer“ übrigens schon bewusst, oder? 😉 http://www.couchsurfing.org/

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[…] – Bereits in einigen Wochen wird Android 3.1 Honeycomb auf Tablets ausgerollt – wie zum Beispiel das Motorola Xoom. […]

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[…] das Android-Tablet. Zum Testen hatte ich bereits zwei nennenswerte auf meinem Schreibtisch: das Motorola Xoom und das Acer Iconia Tab A500. Ich testete, fotografierte und nahm Filme auf. Dann ging es ans […]

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[…] auf den Markt zu bringen. Im Falle von Motorola ging es um Tablets, also um die Nachfolger des Motorola XOOM. Die Nachfolger? Ja, es wird mehrere Geräte geben, so rumort es kräftig, dass ein 10,1 […]

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