Ausprobiert: Microsoft Wireless Desktop 3050

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Microsoft ist nicht nur Software-Anbieter, sondern ist seit vielen Jahren auch als Hersteller hochwertiger Eingabegeräte bekannt. Ob der Wireless Desktop 3050 diesem Ruf gerecht wird, erfahrt ihr heute.

Der Microsoft Wireless Desktop 3050 ist eine drahtlose Combo aus Maus und Tastatur und stellt in Microsofts aktuellem Lineup die Mittelklasse dar. Die Datenübertragung erfolgt über einen USB-Dongle mit bis zu 10 Metern Reichweite und ist durch die integrierte 128-Bit-AES-Verschlüsselung schwierig abzufangen oder mitzuloggen.

Lieferumfang

Neben der eigentlichen Maus, der Tastatur und dem USB-Dongle liegen dem Pappkarton noch zwei kleine Büchlein sowie vier Markenbatterien der Größe AA bei. Der Snap-In-Mini-Transceiver genannte und leider ziemlich groß ausfallende USB-Dongle, kann für einfachen Transport an der Unterseite der Maus eingerastet werden und fungiert dann gleichzeitig als Öffnungshilfe für das Batteriefach.

Optik/Layout

Der aktuellen Optik von Microsoft-Eingabegeräten folgend sind sowohl Maus als auch Keyboard des Wireless Desktop 3050 auf der Oberseite in gefälligem Schwarz gehalten während die beigefarbene Unterseite an längst vergangene Bürozeiten erinnert. Schade: Der USB-Dongle ist ebenfalls in beigegrau gehalten und fällt daher am Laptop steckend doch sehr auf.

Was auffällt ist, dass auf dem Keyboard keinerlei Status-LED zu finden sind. So ist auf den ersten Blick nicht zu erfassen, ob z.B. Caps-Lock eingeschaltet ist. Schade. Lediglich ein Warnlämpchen informiert darüber wenn die Batteriespannung sich ihrem Ende zuneigt.

ms wireless desktop 3050 usb dongle

Die 80er haben angerufen und wollen ihr beiges Plastik zurück.

Das Layout der Tastatur ist durchdacht. Am oberen und linken Rand findet sich eine ganze Batterie an Multifunktionstasten, von denen sich die meisten, genau wie die F-Tasten, mit Hilfe der kostenlosen App Microsoft Maus- und Tastaturcenter frei mit Funktionen und Programmstarts belegen lassen.

Die linke Shift-Taste ist hingegen etwas klein ausgefallen, so dass ich am Anfang häufig versehentlich die Rauszoom-Taste drückte, wenn ich eigentlich einen Großbuchstaben haben wollte. Die F-Tasten sind zu kleinen Knöpfchen mutiert – aber wenn wir mal ehrlich sind: Wer benutzt die schon häufig? Schön hingegen ist, dass einige Tasten mit den gängigsten Tastatur-Shortcuts beschriftet sind. So sehen auch weniger versierte Nutzer, dass man z.B. Strg+S die Speicherfunktion aufrufen kann.

ms wireless desktop 3050 keyboard detail

Beim Layout der Maus fällt positiv auf, dass sie für Rechts- und Linkshänder gleichsam geeignet ist. Neben den beiden Maustasten und dem Mausrad befindet sich auf jeder Seite eine Daumentaste, von denen die Linke standardmäßig im Browser eine Seite zurück wechselt, während die rechte eine Seite vorspringt. Das Mausrad kann übrigens auch nach links und rechts gedrückt werden und bietet auf diese Weise eine horizontale Scrollfunktion.

ms wireless desktop 3050 mouse size

Liegt satt in der Hand: Die Maus.

Haptik/Verarbeitung

An der Verarbeitung des Microsoft Wireless Desktop 3050 gibt es nicht viel zu meckern. Das Keyboard ist zwar relativ leicht, jedoch ist der verwendete Kunststoff ausreichend hochwertig und das ganze Gerät ist recht solide gefertigt, so dass auch bei stärkerem Druck nichts knarzt oder quietscht. Allerdings ist das was Microsoft eine „gepolsterte Handballenauflage“ nennt, einfach nur ein Stück Plastik, welches mit etwas weicherem Kunststoff überzogen ist. Erwartet hier keine Gel-Auflage.

Die Maus liegt aufgrund ihrer Dicke satt und angenehm in der Hand und lässt sich präzise bewegen. Mir persönlich sagt ihre Hochglanzoberfläche jedoch nicht ganz so zu, die sich für meinen Geschmack etwas zu rutschig anfühlt. Auch die Tastatur ist stellenweise in Hochglanzoptik gehalten – also erwartet Fingerabrücke bereits nach kurzer Zeit.

ms wireless desktop 3050 mouse

Hochglanz: Sieht schick aus, zieht aber Fingerabdrücke an.

Schreiben, Tippen & Klicken

Kommen wir zu der eigentlich interessanten Info: Wie schreibt es sich eigentlich mit dem Gerät? Die Kurzantwort: Gut.

Die Tasten des Keyboards sind recht flach gehalten und wirken mit ihrem mittelgroßen Tastenhub wie eine Mischung aus klassischer Desktop- und Notebooktastatur. Mir persönlich war der Druckpunkt etwas zu schwammig und auch ein bisschen mehr Widerstand beim Tippen hätten die Tasten meiner Meinung nach vertragen können. Aber da ist jeder Mensch unterschiedlich und trotz dieses kleinen Kritikpunkts konnte ich den Text zu diesem Beitrag sicher und ohne große Vertipper niederschreiben. Insgesamt macht das Schreiben auf der Tastatur des Wireless Desktop 3050 Spaß.

ms wireless desktop 3050 key rollover strg w r

Gängige Tasten-Combos für Games funktionieren.

Für Gamer sicher interessant ist die Info, wie viele Tasten gleichzeitig gedrückt und erkannt werden können. Ich habe jetzt nicht alle Tastenkombinationen durchprobiert und es handelt sich hier nicht um ein 6KRO-Keyboard. Gängige Tasten-Combos wie Strg+W+R werden jedoch anstandslos erkannt.

Der positive Eindruck setzt sich bei der Maus fort. Der mit 1000 DPI auflösende Blue Track Sensor arbeitet auf meinem weißen Schreibtisch ausgezeichnet und präzise und die Maustasten belohnen jeden Druck mit einem satten Klicken. Das Mausrad dreht sich frei, verfügt also nicht über einzelne Rasten.

Akkulaufzeit

Eine Angabe wie lange Keyboard und Tastatur mit handelsüblichen Batterien oder Akkus durchhalten, haben wir leider nicht gefunden.

Fazit

Ich war insgesamt recht zufrieden mit dem Microsoft Wireless Desktop 3050. Man muss sich daran gewöhnen, dass sowohl Maus als auch Tastatur echte Fingerabdruck-Magnete darstellen. Die vielen frei belegbaren Multifunktionstasten sind ein nettes Feature und wenn ihr nicht unbedingt große, schwere, schwergängige Tasten auf dem Keyboard benötigt, werdet ihr an Microsofts Mittelklasse-Desktop eine Menge Freude haben.

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Über Andy

Nerd, Geek, SciFi-Fan, Rollenspieler, Gamer. Beruflich schreibe ich seit 2011 Dinge ins Internet – seit 2017 als Community Manager bei notebooksbilliger.de. Erste Computer-Gehversuche ca. 1985 auf einem C64.
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