Ausprobiert: Samsung Gear 360 Kamera

Virtual Reality: Die Gear360 von Samsung im Praxistest

Fotos und Videos in 360 Grad werden immer beliebter und können auch immer einfacher geteilt werden. Facebook und Youtube bieten bereits die Möglichkeit Videos in 360° Ansicht zu posten, Fotos mit Rundumsicht können auf Google+ und Facebook geteilt werden – fehlen eigentlich nur noch die Kameras dazu. Mit der Gear 360 hat Samsung zum MWC 2016 eine entsprechende Kamera vorgestellt und wir konnten sie uns nun etwas genauer ansehen.

Als die Telekom und Samsung uns einluden, am #Telekom360 Workshop teilzunehmen, um etwas Erfahrung im Umgang mit 260 Grad Aufnahmen zu sammeln haben wir natürlich nicht lange überlegt. Als Equipment gab es dafür die Samsung Gear 360 zusammen mit einem Galaxy S7/Edge, um die Fotos und Videos auch direkt verarbeiten und betrachten zu können.

Virtual Reality: Die Gear360 von Samsung im Praxistest

Kurz zur Technik der Gear 360: Sie verfügt über zwei Linsen, die jeweils im 180° Winkel aufnehmen können. Als Speicher dient eine Micro-SD-Karte mit bis zu 256GB Kapazität, der Akku misst 1350mAh. Die Gear 360 ist außerdem nach IP57 zertifizert und somit Spritzwassergeschützt. Ein leichter Regen ist also kein Problem. Mit dem Smartphone kommuniziert die Gear 360 per WiFi Direct.

Das Smartphone dient dabei primär als Fernbedienung und „Bildprozessor“ – es rechnet die Aufnahmen vor dem Öffnen automatisch um, sodass der Nutzer keine Arbeit damit hat. Die Gear 360 selbst speichert die Aufnahmen nämlich zunächst im Rohformat, also als zwei einzelne 180 Grad aufnahmen. Erst die Smartphone-App berechnet dann das fertige Bild oder Video. Hier gibt es das erste Problem: Die App ist offiziell nur für wenige ausgewählte Samsung Smartphones verfügbar. Wer also eine Gear 360 nutzen will, braucht z.B. ein Galaxy S7 oder Edge. Wo wir bei dem nächsten Problem wären: Die auf dem Event geschossenen Fotos lassen sich ohne Gear 360 und ohne Galaxy S7 auch nicht ohne großen Aufwand in ein 360 Grad Panorama umwandeln.

Die Aufnahmen gelingen insgesamt auch sehr einfach, wirklich lernen o.ä. muss man zunächst nichts. An der Kamera gibt es drei Tasten um das Menü zu bedienen oder den Auslöser zu betätigen. Was für eine Aufnahme man machen möchte – also Foto, Timelaps, Video oder Video-Loop – stellt man direkt an der Kamera ein, die gewünschte Auflösung kann sowohl an der Kamera als auch über die App geregelt werden. Die Aufnahmen speichert die Gear 360 dann direkt auf einer Micro-SD Karte.

Doch es gibt einige Feinheiten zu beachten, wenn man gute Aufnahmen machen will. So sollte z.B. die Schnittachse, also die Kanten an denen die Fotos oder Videos zusammengeschnitten werden, sollte nicht auf der Bewegungsachse liegen. Anders gesagt: Man sollte dafür sorgen, dass sich bewegende Objekte am besten nicht seitlich oder oberhalb der Linsen der Gear 360 befinden, sondern möglichst davor. Beachtet man diesen Punkt, können sich die Aufnahmen schon sehen lassen.

Im Vergleich mit professionellen Systemen muss die Gear 360 sich allerdings um Welten geschlagen geben. Die Auflösung ist durch die Verwendung von nur zwei Linsen deutlich geringer, als z.B. bei einem GoPro-Rig aus 6 4k Kameras. Dafür ist die Nutzung eben deutlich einfacher und alles erfolgt automatisch.

Wer mag, kann die Gear 360 sogar ganz ohne Smartphone nutzen, was allerdings dann deutlich mehr Arbeit erfordert. Videos und Fotos müssen dann nämlich manuell z.B. über Photoshop zusammengefasst werden.

Mein Fazit: Noch ist das Ganze nicht so ausgereift, Spaß macht es dennoch. Die Auflösung ist schlicht noch etwas zu gering, um wirklich hochwertige Aufnahmen zu liefern. Dennoch kann sie Aufnahmen erstellen, die mit einem Smartphone oder einer normalen Spiegelreflex nicht möglich wären, bzw. jede Menge Nacharbeit bedeuten würden. Gerade das macht den Charme der Gear 360 aus: Die Flexibilität, der Rundumblick und all das in einem kompakten Gehäuse. Ein eventuelles Nachfolgemodell wird sicher auch eine höhere Auflösung bieten.

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