AVM FRITZ!Repeater 2400 im Test: Lohnt sich der Umstieg vom 1750E?

      AVM FRITZ!Repeater 2400 im Test: Lohnt sich der Umstieg vom 1750E?

      Nachdem wir vor kurzem die FRITZ!Box 7590 und den Fritz!Repeater 1750E im Mesh-Verbund getestet haben, ist uns nun der FRITZ!Repeater 2400 an der Reihe. Die wichtigsten Veränderungen im Vergleich zum 1750E? Neues Design, etwas höherer Preis um am wichtigsten: schnellerer Funk via 2,4- und 5-GHz-Band. Der Test verrät, was der neue Repeater wirklich kann.

      WLAN-Mesh verbessert das Funknetz

      Wozu benötigt man ein WLAN-Mesh eigentlich? Mit einem Mesh-System kann man den WLAN-Empfang in Wohnung oder Haus signifikant verbessern. Basierend auf einem Router und einem oder mehreren Meshpoints wird das Signal verstärkt und weitergeleitet. So hat man bspw. auch auf dem Dachboden noch ausreichend Empfang, obwohl der Router im Wohnzimmer oder Flur steht.

      Die Repeater steckt man dafür am besten auf halber Strecke zwischen der FRITZ!Box und dem zu versorgenden Notebook oder Smart Home-Gerät in eine Steckdose. Der FRITZ!Repeater 2400 funktioniert übrigens nicht nur mit AVM-Routern, sondern kann mit allen WLAN-Routern verknüpft werden, die kompatibel mit den WLAN-Standards 11a-b-g-n-ac sind.

      Fritz Mesh Set Test

      Wie schon beim Test mit dem 1750E wird auch der FRITZ!Repeater 2400 in Verbindung mit der FRITZ!Box 7590 getestet. Doch fangen wir am Anfang an.

      Lieferumfang mit vorbildlicher Anleitung

      Zum Lieferumfang gibt es nicht viel zu sagen, neben dem FRITZ!Repeater 2400 ist in der Verpackung noch ein Flachband-LAN-Kabel. Dazu packt AVM eine Broschüre mit aktuellen AVM-Geräten für das Heimnetz und die wie immer bei AVM vorbildlich bebilderte Kurzanleitung. Damit sollte die Einrichtung selbst für Silver Surfer ohne Probleme klappen.

      Vorbildlich ist übrigens auch, dass AVM alle Teile mit Pappe stabilisiert und verpackt.

      Modernes Design und gute Verarbeitung

      Der Design des FRITZ!Repeater 2400 ist im Vergleich zum 1750E noch etwas schlichter geworden. Auf der Vorderseite befindet sich die rote Connect-Taste. Darüber platziert AVM fünf grüne LEDs für die Empfangsstärke. Unter der Taste befindet sich die Power-LED.

      Der Repeater 2400 ist in etwa so groß wie ein 6,5″-Smartphone und damit genauso groß wie der 1750E. Er hat ebenfalls einen LAN-Anschluss an der Unterseite. Insgesamt wirkt das Design modern und die Verarbeitung ist gut. Das Gehäuse des Repeaters besteht aus Kunststoff. Die Hochglanz-Oberfläche ist allerdings anfällig für Kratzer.

      Einfache Einrichtung

      Die Einrichtung des FRITZ!Repeater 2400 geht einfach von der Hand und wird in fünf Schritten vollzogen:

      1. Zur Initialisierung des Mesh-Verbunds steckt man den Repeater in der Nähe des Routers in eine Steckdose.
      2. Anschließend wartet man kurz, bis die Status-LED langsam grün blinkt.
      3. Danach drückt man auf dem FRITZ!Repeater 2400 kurz die Connect-Taste auf der Vorderseite.
      4. Nun drückt man innerhalb von zwei Minuten – abhängig von der FRITZ!Box – entweder die Connect/WPS-Taste kurz oder die WLAN/WPS-Taste ca. sechs Sekunden auf der FRITZ!Box.
      5. Wenn die Status- und Empfang-LEDs dauerhaft grün leuchten, kann der FRITZ!Repeater 2400 in eine Steckdose gesteckt werden, die sich ca. auf halbem Weg zwischen Router und WLAN-Geräten befindet.

      Für die Einrichtung wird also weder die Browser-Oberfläche von AVM noch die AVM-Smartphone-App benötigt. Es gibt abseits der WPS-Verbindung aber trotzdem noch die Möglichkeit, den Repeater via Assistenten einzurichten oder eine Verbindung via LAN herzustellen. Alle Varianten werden schrittweise in der beiliegenden Anleitung erklärt.

      AVM Fritz!Repeater 2400

      Das war es auch schon. Der FRITZ!Repeater 2400 gehört nach der Koppelung zum WLAN-Mesh und übernimmt damit automatisch die SSID des Netzwerks und den Sicherheitsschlüssel.

      Technische Daten: FRITZ!Repeater 2400

      Technische Daten des FRITZ!Repeater 2400
      Maximale Übertragungsgeschwindigkeit Max. 1.750 MBit/s
      bis zu 450 Mbit/s (2,4 GHz)
      bis zu 1.300 Mbit/s (5 GHz)
      Anschlüsse 1x Gigabit LAN
      WLAN WLAN-Access Point IEEE 802.11ac, n, g, b, a
      Lieferumfang FRITZ!WLAN Repeater 2400
      Installationsanleitung
      1 x Netzwerkkabel Slim
      Abmessungen (B x H x T): 76,5 x 155 x 62,6 mm
      Gewicht 151 g
      Verbrauch 5,5 Watt
      Garantie 5 Jahre
      Preis 79 Euro*
      AVM FRITZ!Repeater 2400 im Shop

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      Konnektivität im Vergleich

      Der FRITZ!Repeater 2400 unterstützt bis zu 600 Mbps im 2,4-GHz-Band (WiFi 4/11n) und bis zu 1733 Mbps im 5-GHz-Band (WiFi 5/11ac). Damit ist er etwas schneller als der FRITZ!Repeater 1750E und fast genauso schnell wie die FRITZ!Box 7590.

      Maximale Übertragungsgeschwindigkeiten
      FRITZ!Box 7590 FRITZ!Repeater 1750E FRITZ!Repeater 2400
      Max. 2.533 MBit/s
      bis zu 800 Mbit/s (2,4 GHz)
      bis zu 1.733 Mbit/s (5 GHz)
      Max. 1.750 MBit/s
      bis zu 450 Mbit/s (2,4 GHz)
      bis zu 1.300 Mbit/s (5 GHz)
      Max. 2.333 MBit/s
      bis zu 600 Mbit/s (2,4 GHz)
      bis zu 1.733 Mbit/s (5 GHz)

      Wiederholung des Testszenarios des Fritz!Repeater 1750E

      Damit die Messwerte vergleichbar mit denen aus dem Test der FRITZ!Box 7590 in Verbindung mit dem WLAN Repeater 1750E sind, habe ich das Prozedere wiederholt und den 1750E einfach mit dem 2400 ersetzt.

      Die WLAN-Geschwindigkeit habe ich mit Hilfe meines an das Gigabit angebundenen Standrechners getestet. Dort wurde ein WiFi Speed Test Server eingerichtet, während ich mit einem ZTE Axon 10 Pro per WiFi 50 MB Daten hoch- und wieder heruntergeladen habe.

      Der Test wurde in meiner Wohnung durchgeführt, die sich im 1. Stock eines zweistöckigen Neubaus befindet. Der Server-PC stand dabei ungefähr 7-8 Meter Luftlinie von der FRITZ!Box 7590 entfernt in einem Raum am anderen Ende der Wohnung. Ich habe mehrere Werte an unterschiedlichen Standorten in und außerhalb meiner Wohnung gemessen:

      1. Direkt neben der FRITZ!Box 7590
      2. Direkt neben dem Standrechner
      3. Direkt außerhalb der Wohnungstür im Flur (1. Etage)
      4. Ein Stockwerk über der Wohnung im Flur (2. Etage)
      5. Ein Stockwerk unter der Wohnung im Flur (Erdgeschoss)
      6. Zwei Stockwerke unter der Wohnung im Flur (Keller)
      7. Im Garten ungefähr fünf bis sechs Meter Luftlinie vom Standrechner entfernt

      Da ich die Messungen bereits mit und ohne den FRITZ!Repeater 1750E durchgeführt habe, wurde diesmal nur einmal im Mesh-Verbund mit dem FRITZ!Repeater 2400 gemessen. Der FRITZ!Repeater 2400 wurde zur Erhöhung der Reichweite wie im ersten Test direkt im Zimmer des Standrechners – ca. zwei Meter von diesem entfernt – angeschlossen.

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      Leistung im WLAN

      Die Messungen mit dem WiFi Speed Test Server zeigen, dass mit dem Repeater 2400 im Testszenario vor allem beim Upload deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Für den Download trifft das zwar auch, aber nicht immer, zu, wie die Messungen vor der Haustür und im Garten zeigen. Unterm Strich werden mit dem 2400 gegenüber dem 1750E aber höhere Geschwindigkeiten im WLAN-Mesh realisiert.

      AVM Fritz!Repeater 2400

      Ich habe die WLAN-Geschwindigkeiten der DSL-50.000-Leitung ebenfalls mit einem Speedtest auf dem Axon 10 Pro getestet. Dort kam der Speedcheck von Internet Speed Test und Etrality zum Einsatz.

      AVM Fritz!Repeater 2400

      Hier zeigt sich ein durchwachsenes Bild und der Geschwindigkeitszuwachs des Fritz!Repeater 2400 kommt nur bei der Messung im Erdgeschoss und Keller zum Tragen. Insgesamt lässt sich aus den Messungen kein wirklicher Vorteil des 2400 gegenüber dem 1750E herauslesen.

      Bei der WLAN-Reichweite konnten im Test keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden, da sowohl mit dem 1750E als auch dem 2400 bei allen Messstationen WLAN-Empfang vorhanden war. Da die Geschwindigkeit mit der steigenden Entfernung zum Router abnimmt, dürfte mit dem 2400 jedoch auch eine minimal größere Reichweite möglich sein.

      Obwohl die Messergebnisse es nur teilweise bestätigen: Subjektiv betrachtet fühlt sich das WLAN in der Wohnung am heimischen PC und auch am Smartphone mit dem Repeater 2400 deutlich stabiler und schneller als mit dem 1750E an.

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      Fazit: Fritz!Repeater 2400

      Wer Zuhause ein WLAN-Mesh einrichten möchte und noch keinen Repeater besitzt, kann bedenkenlos zum FRITZ!Repeater 2400 greifen. Mit aktuell 79 Euro* ist der Repeater nur marginal teurer als der fünf Jahre ältere 1750E. Neben einem modernisierten Design bietet der 2400 schnellere Geschwindigkeiten via 2,4- (WiFi 4/11n) und 5-GHz-Band (WiFi 5/11ac). Im 5-GHz-Band ist er genauer gesagt 433 Mbps schneller als der Vorgänger. Besitzer des 1750E werden zwar von den Geschwindigkeitsvorteilen profitieren, in meinen Augen lohnt sich der Umstieg allerdings nicht.

      Wer möchte, kann den FRITZ!Repeater 2400 auch als WLAN-Access-Point einrichten und ihn via LAN mit dem Router verbinden. Die Einrichtung ist unabhängig von der Nutzung AVM-typisch kinderleicht und klappt auch problemlos ohne die vorbildliche Anleitung.

      AVM Fritz!Repeater 2400

      Für alle mit Empfangsproblemen beim heimischen WLAN ist ein WLAN-Mesh generell sehr empfehlenswert. Es muss nicht mal die FRITZ!Box 7590 sein. Der FRITZ!Repeater 2400 funktioniert mit allen WLAN-Routern, die den Funkstandard 11a-b-g-n-ac unterstützen. Die Einrichtung gelingt innerhalb der AVM-Familie jedoch am einfachsten.

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      *Stand: 01/2020

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      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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      3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

      1. Ich habe den Repeater an meiner Fritzbox 6590 Cable. Ich war itter entäuscht weil es schlechter lief als mit meinem TP Link RE 500 ohne Mesh. Nachdem ich das hier abgeschaltet hatte ging es Prima

        „zur Verbesserung der Datenübertragung dürfen WLAN-Geräte automatisch zwischen den 2,4- und 5-GHz Frequenzbändern sowie zwischen mehreren FRITZ!-Produkten im Mesh gesteuert werden.

        Diese Funktion benötigt den gleichen Namen des WLAN-Funknetzes (SSID) auf beiden WLAN-Frequenzbändern der FRITZ!Box bzw. der Mesh-Repeater.“

        Wenn der Haken entfernt wird habe ich durch eine 40 cm dicke Tragende Wand immer noch 140 mbit wo vorher nur maximal 60 kamen mit dem TP Link der ebenfalls Mu MiMo konnte.

      2. Auch mich hat der 2400 leider nicht zu 100% überzeugen können. Wenn ich diesen Artikel hier vorher gelesen hätte, hätte ich mir diesen Repeater nicht gekauft. Wie man oben schön erkennen kann, ist er im Download oftmals schwächer als der 1750E. So ist es auch bei mir. Während der 1750E bei mir die volle Download-Geschwindigkeit meines Internet-Anschlusses noch mühelos bedienen kann, so fehlen exakt am selben Standort beim 2400 ca. 7% im Vergleich zum 1750E. Die Stärken im Upload des 2400, die man oben aus der Grafik herauslesen kann, kann auch ich bestätigen. Während der 1750E beim Halten der maximalen Upload-Geschwindigkeit meines Internet-Anschlusses immer noch ein bißchen rumgeeiert hat, hält der 2400 im Upload sehr konsequent den Max-Speed. Getestet habe ich das mit der aktuellsten Firmware 07.19-77563. Also: Wer aus seinem ADSL- kostengünstig einen SDSL-Anschluß machen möchte, ist mit diesem Gerät wirklich sehr gut bedient. *LOL* 😉

      3. Ich kann nur jedem von dem 2400 abraten. Habe (hatte) drei meiner 1750 gegen 2400 getauscht, in der Hoffnung das die Reichweite und Geschwindigkeit besser wird (obwohl es mit den 1750 nicht schlecht war). Leider sind die 2400er nicht wirklich zuverlässig. Teilweise hängen die sich einmal pro Tag auf, so dass wenn man Glück hat eine WLAN Verbindung zustande kommt, aber dann keine Internetverbindung da ist, oder aber das den 2400 gar kein WLAN sendet. Auf der Benutzeroberfläche der F!B sieht man den 2400 meistens noch, doch wenn man auf diese dann per IP Adresse zugreifen möchte, dann kommt ein Timeout und man kann nicht auf den 2400 zugreifen. Einfache (aber blöde) Lösung; Neustart. Auch mit dem Handover hat der 2400 Probleme, der WLAN Klient Bleibt so lange an der F!B 7590 oder dem 1750 bis er das WLAN Netz verliert um sich dann an dem 2400 anzumelden, der schon lange wesentlich näher ist und einen WLAN Vollausschlag anzeigt. Zwischen F!B 7590 und 1750 klappt das Handover einwandfrei und der WLAN Klient nimmt immer das Gerät das die bessere WLAN Anbindung bietet. Auch die Labor FW für den 2400 bringt da absolut keine Besserung.
        Vielleicht liegt das ganze daran, dass ich alle Repeater als WLAN Access Point betreibe (mit GBit Netzwerk Kabel an der F!B) und nicht als Mesh Repeater, aber dann sollte es die Funktion als WLAN Access Point nicht geben.
        Fazit: Nach über 20 Jahren Treuer AVM Kunde bin ich so sauer und überlege mir mein ganzes System umzustellen, weg von AVM.

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