Belkin WeMo Switch im Test

Ein Testbericht mit mindestens 500 Wörtern ist ja nicht viel, aber über eine WLAN-Steckdose? „Naja das kann ja noch spannend werden“, dachte ich mir und war dann doch schnell überrascht wie viele Details in so einem kleinen Produkt stecken können, die am Ende für den einen oder anderen WOW-Effekt sorgen.

Der WeMo Switch von Belkin kommt in einer stabilen, einfachen und hochwertigen Verpackung daher. Und auch das Gerät selbst wirkt schlicht und gut Verarbeitet. Es liegt eine kurze 4-schrittige Gebrauchsanweisung in 6 Sprachen bei, die auch nicht länger sein braucht.

  • WeMo App in iTunes laden
  • WeMo Switch in die Steckdose stecken
  • iPhone mit dem freien WeMo-WLAN verbinden und die App starten
  • den dortigen Anweisungen folge leisten und alles läuft perfekt

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Die App zeigt alle WLAN-Netze an, die von dem WeMo-Switch gefunden wurden. Man muss also nur das richtige auswählen,  wenn nötig das Kennwort eingeben und schon ist das Gerät mit dem Nötigsten eingerichtet, der Rest ist optionaler Bonus – allerdings sehr gut durchdachter Bonus. Zum Beispiel kann man sich nach der Einrichtung die WLAN-Daten auf dem iPhone speichern und muss sie dann bei weiteren neuen Geräten nicht komplett mit dem Kennwort neu erfassen. Man kann seinem Switch dann noch einen aussagekräftigen Namen geben und mit einem Foto versehen, damit man auch bei mehreren Geräten immer direkt das richtige ein- bzw. ausschaltet.

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Und da sind wir auch schon genau bei der eigentlichen Aufgabe des Gerätes: Sachen ein- bzw. ausschalten. Und das klappt recht ordentlich und zuverlässig. Man kann zum einen einfach durch drücken des Powerbuttons in der App den entsprechenden Switch ein- oder ausschalten. Zum anderen aber auch Zeiten zu denen sich der Switch ein oder ausschalten soll. So kann man jeden Abend um 18 Uhr die Leselampe einschalten, aber sie selber ausschalten wenn man sie nicht mehr braucht, oder einfach mal das Radio an machen wenn man Musik hören möchte, aber es immer spätestens um 20:15 ausschalten lassen, weil man danach eh an den Fernseher möchte und die Zeit so auch nicht vergisst. Wer sein leben noch stärker einem einheitlichen Rhythmus unterziehen möchte, kann neben der Ein-/Ausschaltregel auch ein Zeitintervall einstellen, sodass die Kaffeemaschine immer nur von 14 Uhr bis 14:30 Uhr läuft!

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Ihr merkt schon, dass es bisher doch nur eine nerdige, mit 49 Euro gut bezahlte Zeitschaltuhr ist. Aber der eigentliche nützliche Teil kommt ja auch jetzt erst. Denn das Gerät läuft ja über das WLAN und sofern das WLAN auch einen Internetanschluss hat, kann euer iPhone auch mit dem Switch kommunizieren, wenn ihr nicht zu Hause seid. Also könnt ihr zum Beispiel schon mal bequem von unterwegs den PC starten kurz bevor ihr zu Hause ankommt.

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Die Steckdose Up-to-Date zu halten ist auch einfach gelöst. Belkin entwickelt die Firmware stetig weiter und macht sie mit immer mehr Routermodellen kompatibel. (Bei meinem Cisco WRT-54-GL mit DD-WRT als Firmware lief alles von Anfang an ohne Probleme) In meiner knapp zweiwöchigen Testphase wurde ich auf zwei neue Firmwareupdates hingewiesen. Das Updaten ist schnell, leicht und zuverlässig mit einem Klick erledigt. Beim Starten der WeMo App wird geprüft, ob für einen der Switches eine neue Firmware verfügbar ist. Falls ja wird eine Push-Mitteilung an das iPhone gegeben und man kann sich für oder gegen das Update entscheiden. Im Falle eines Update lädt sich der Switch die Firmware herunter und startet einmal kurz neu. In meinen Testfällen war der Switch dann nach ca. 3 Minuten wieder betriebsbereit.

Abschließend fasse ich die Eigenschaften noch einmal zusammen:

+ Einfach und schnell eingerichtet

+ problemlos und schnell auf weitere Geräte erweiterbar

+ überschaubare Geräteauflistung in der App

+ Auch unterwegs zuverlässig steuerbar

+ gut erkennbar ob der Switch aktuell an oder aus ist durch animierten Powerbutton.

+ auch ohne die App bedienbar durch Ein-/Ausschalter am Switch

+ Einfache Ein-Click-Versorgung mit Updates

+ Hilfe, FAQ, und Community-Forum direkt aus der App aufrufbar.

Ob ihr einen sinnvollen Grund findet um den WeMo Switch zu verwenden liegt ganz an euch. Ich kann euch nur sagen: „Er läuft sehr zuverlässig und ich bin glücklich, dass ich endlich nicht mehr in mein Wohnzimmer gehen muss um den Receiver und den Scart-Funksender auszuschalten, wenn ich im Schlafzimmer meinen Fernseher ausmache.“

P.S. Als ich der Testbericht geschrieben habe, war die WeMo-App nur für das iPhone verfügbar. Mittlerweile gibt es auch eine Beta-Version im Play Store.

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4 Kommentare auf "Belkin WeMo Switch im Test"

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Gast
chris

Hört sich ja ganz nett an, aber wie funktioniert der Zugriff aufs Heimnetz, wenn ich unterwegs bin?

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Gast
Steckdose

„Chris“
ich glaube das funktioniert dann garnicht.

MfG
Steckdosen

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Gast
Bremer

Also laut Belkin kann man es von überall steuern.
Das ist auch der einzige Grund warum ich es kaufen würde.
Sonst kann ich auch Funktstekdosen benutzen!!!

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Gast
Bremer

Habe den Link hier noch mal.
http://www.belkin.com/de/p/P-F7C027/