BenQ SW2700PT: Günstiger Monitor für Grafiker und Fotografen
  • Größe/Auflösung
  • max. Bildwiederholrate
  • Reaktionszeit
  • 27''/2560*1440px
  • 76 Hz
  • 5 ms

BenQ SW2700PT: Günstiger Monitor für Grafiker und Fotografen

Der BenQ SW2700PT ist ein Monitor, der sich in erster Linie an Fotografen und andere User, die farbkritische Arbeiten zu erledigen haben, richtet. Neben einer sehr guten Abdeckung von Adobe RGB und anderen Farbräumen, bietet er viele Ergonomiefunktionen und zahlreiche Anschlüsse. Ich habe ihn mir ein paar Wochen auf den Schreibtisch gestellt und ihm im Alltag auf den Zahn gefühlt.

Das gefällt uns

  • tolles Display
  • sehr gute Farbraumabdeckung
  • hervorragend Verarbeitung
  • viele Ergonomiefunktionen
  • viele Anschlüsse

Das gefällt uns nicht

  • etwas altbackenes Design

Vorweg aber wie immer die technischen Daten meines Testgerätes.

Technische Daten BenQ SW2700PT

Paneltyp 27″ (69 cm) entspiegeltes IPS-Panel im 16:9 Format (mit LED-Hintergrundbeleuchtung)
Auflösung 2560×1440 Pixel, WQHD-Auflösung
Blickwinkel 178° horizontal / 178° vertikal
Aktualisierungsrate 76 Hz
Reaktionszeit 5 ms (Grey to Grey)
Kontrast 20.000.000,00 : 1
Helligkeit 350,00 cd/m²
Ergonomiefunktionen Neigung: -3,5 bis +20°
Schwenkwinkel: 35°links/rechts
130mm höhenverstellbar
Videoanschlüsse 1x DisplaPort 1.2
1x HDMI 1.4
1x DVI-D
3x USB 3.0 (1x up, 2x down)
Sonstige Anschlüsse Stromanschluss, Kensington Lock, SD-Cardreader, Kopfhöreranschluss
Energieeffizienzklasse C
Gewicht 8,3 kg (mit Standfuß)
Preis ca. 750 Euro*

Lieferumfang und Montage

Im Lieferumfang sind der Monitor samt Standbein und Standfuß enthalten. Dazu gibt es reichlich Kabel: Stromkabel, DisplayPort auf Mini-DisplayPort, USB-Upstream -Kabel und ein DVI-Kabel. Es ist also alles dabei, war ihr braucht, um alle Funktionen sofort nutzen zu können. Natürlich gibt es noch ein wenig Zettelkram und eine CD mit Anleitungen und Treibern.

Der Aufbau an sich ist nicht besonders schwierig. Ihr steckt das Standbein an der Rückseite des Displays ein und setzt den Fuß am Standbein an und zieht eine Flügelschraube an. Dabei solltet ihr das Standbein festhalten, denn der Fuß sieht nicht nur massiv aus. Er ist es auch und von daher recht schwer. Der Vorteil bei der ganzen Sache: Der Monitor ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen und Nachschwingen ist de facto nicht vorhanden.

benq sw2700pt

Etwas kniffeliger bzw. hakeliger ist die Blendschutzhaube anzubringen. Die hat insgesamt fünf Teile. Zunächst verbindet ihr die oberen Teile mit den Seitenklappen. Anschließend setzt ihr sie am Monitor an und schiebt sie nach unten. Die Seitenteile rasten dann in kleinen Halterungen ein. Dabei müsst ihr euch auf euer Gefühl verlassen, weil die Halterungen selber nur schwer zu sehen sind. Die oberen Stücke fixiert ihr auf kleinen Klettstreifen, die auf der Oberkante sind. Zum Schluss legt ihr die obere Mittelplatte auf und schiebt sie auf die Seitenteile.

Alles in allem seid ihr mit der Montage in zehn bis 15 Minuten durch.

Falls ihr den SW2700PT wieder auseinandernehmen wollt, löst ihr mit einem Druck auf einen kleinen Knopf auf der Rückseite das Standbein wieder vom Display.

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BenQ SW2700PT bei uns im Shop

Design und Verarbeitung

Das Design ist typisch BenQ. Es ist nicht besonders modern, aber gut durchdacht. Die Displayränder sind für heutige Verhältnisse geradezu riesig. Aber sie stören in keiner Weise. Der SW2700PT soll halt keine Schönheitspreise gewinnen, sondern als Arbeitsgerät glänzen.

Die Frontseite ist schlicht. Außer dem BenQ-Schriftzug und einer kleinen LED vorne rechts, die euch anzeigt, ob der Monitor an ist oder nicht, gibt es nichts, was euch vom Bildschirm ablenkt. Finde ich gut. Finde ich richtig gut.

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Durch die „Scheuklappen“ wirkt der Monitor ziemlich massiv und deutlich größer als er tatsächlich ist.

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An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Es gibt keine Kanten, keine unregelmäßigen Spaltmaße. Es gibt keine Dinge, die knarzen oder quietschen oder hakelig sind. Der Monitor lässt sich bequem mit einer Hand drehen oder in der Höhe verstellen und neigen. Macht ihr das nicht, steht er einfach nur fest und bewegungslos an seinem Platz.

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Im Standbein ist eine kleine Öffnung, so dass ihr die Kabel geordnet nach hinten wegführen könnt. Im Fuß hat der SW2700PT eine runde Aussparung. Die ist für den OSD-Controller, damit der euch nicht auf dem Schreibtisch im Weg herumliegt, wenn ihr ihn nicht braucht.

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Wer in hellen Räumen arbeitet, wird sich über die Blendschutzhaube freuen. Die schirmt seitliches Licht vom Display ab und ermöglicht euch so ohne störende Reflektionen an eurer Arbeit zu sitzen. Es ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Aber gerade dann wenn man farbgenau Arbeiten muss, ist es eine echte Erleichterung.

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Anschlüsse

Bei den Anschlüssen lässt sich BenQ beim SW2700PT nicht lumpen. Auf der Rückseite habt ihr neben dem Stromanschluss einen Anschluss für den OSD-Controller, einen 3,5mm Klinkenanschluss, einen DVI-D-Anschluss, einmal HDMI, einmal DisplayPort 1.2 und einen USB-Upstream-Anschluss. An der linken Seite befindet sich noch ein USB-Hub mit zwei USB 3.0-Anschlüssen und ein Cardreader.

Die Anschlüsse auf der Rückseite führen allesamt nach unten weg. Wenn ihr den Monitor an der Wand befestigen wollt, könnt ihr das mittels einer 100x100mm VESA-Halterung machen.

Ergonomiefunktionen

Hier punktet der SW2700PT richtig. Ihr könnt den Monitor um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen, ihn bis zu 35° nach links/rechts schwenken und von -3,5° bis +20° neigen. Damit könnt ihr ihn optimal auf eure Arbeitsumgebung einstellen.

Bei den Ergonomiefunktionen zeigt sich, dass BenQ sich beim SW2700PT Gedanken gemacht habt. Ihr habt nämlich am Fuß und am Standbein Markierungen, so dass ihr den Monitor immer wieder schnell auf eure bevorzugten Einstellungen bringen könnt, wenn er einmal verstellt wurde. Bei der Höhenverstellung gibt es zudem einen kleinen Pin, den ihr auf eure Wunschhöhe verschieben könnt. So müsst ihr euch nicht merken, wie der Monitor eingestellt war.

Wer mag, kann sich den Monitor auch hochkant aufstellen, denn es ist eine Pivot-Funktion vorhanden. Die Blenschutzklappen können ihren Daseinszweck dann allerdings nicht mehr rechtfertigen, da sie dann eine Seite frei lassen würden. Auf die müsst ihr in dem Fall also verzichten.

Menü

Das Menü bedient ihr über fünf kleine Tasten an der Unterseite des Monitors oder über den OSD-Controller.

Nutzt ihr die Tasten ist die Menüführung etwas umständlich, weil es, abgesehen vom vollständigen Menü-Überblick, keine Taste zum Zurückgehen gibt. Ihr müsst also in den Schnelleinstellungen das Menü immer beenden und dann wieder aufrufen. Drei der Tasten könnt ihr euch frei belegen.

Mit dem Controller ist das bequemer. Ihr habt drei verschiedene Tasten, die ihr frei belegen könnt. Dazu gibt es noch vier kleine Cursortasten und einen Auswahlknopf. Mehr Tasten braucht es auch nicht, um schnell und komfortabel durch das Menü zu scrollen. In den Grundeinstellungen sind die drei Benutzertasten des Controllers mit verschiedenen Farbmodi belegt: Adobe RGB, sRGB und Schwarz-weiß.

Das Menü an sich ist übersichtlich und gut strukturiert und kommt mit einer sehr guten deutschen Benutzeroberfläche. Letzteres ist ja leider keine Selbstverständlichkeit

Display

Das Display kommt mit seinen 2560x1440x auf einen PPI-Wert von 109. Das ist vollkommen in Ordnung und sorgt für gestochen scharfe Inhalte. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr auf seitliche Monitor-Blicke steht: Die Farben dunkeln nur minimal ab. Da ist also alles so, wie es sein soll.

Die Ausleuchtung ist gleichmäßig und auch die Farbwiedergabe lässt nichts zu wünschen übrig. Alle Farben sind knackig, ohne übertrieben zu wirken. Auch an den Schwarzwerten gibt es nichts zu meckern. Mehr gibt es zum Display an sich nicht zu sagen. Es ist schlicht und ergreifend ein gutes Display.

In Sachen Farbraumabdeckung macht der SW2700PT keine halben Sachen. 100% sRGB ist nichts Außergewöhnliches bei einem IPS-Panel. 98% Adobe RGB und 92% NTSC heben ihn allerdings von den anderen Monitoren in unserer Datenbank ab. Diese Werte schafft kein anderer Monitor, den wir bisher getestet haben. Für alle, die mit farbkritischen Inhalten zu tun haben, macht das den SW2700PT zu einem interessanten Gerät.

benq sw2700pt farbraumabdeckung

Das Display ist werksseitig bereits kalibriert. Wenn ihr die Kalibrierung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal vornehmen wollt/müsst, könnt ihr das mit dem auf der mitgelieferten CD enthaltenen Programm „Palette Master“ machen. Alternativ könnt ihr es euch auch an dieser Stelle herunterladen.

Fazit BenQ SW2700PT

Der BenQ SW2700PT ist ein Monitor, an dem es nichts zu meckern gibt. Die Verarbeitung ist hervorragend, an Anschlüssen ist alles Wichtige vorhanden und das Display ist hervorragend.

benq sw2700pt

In erster Linie richtet er sich an professionelle User, für die ein farbgenaues Arbeiten unerlässlich ist. Wenn das also euer Anwendungsfall ist, macht ihr mit diesem Monitor nichts falsch. Derzeit* bekommt ihr den BenQ SW2700PT für etwas unter 750 Euro. Damit ist er deutlich günstiger als viele andere Monitore für Grafiker und Fotografen.

BenQ SW2700PT bei uns im Shop

Stand: 25.01.2019

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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Bleibt noch hinzuzufügen, dass der Monitor hardwarekalibrierbar ist. Die durch beispielsweise einen Spyder ermittelten Farbprofile werden so direkt in den Monitor geladen und dort verwaltet. Dieses Feature sucht man in der Preisklasse sonst vergebens.

Ich habe den Monitor nun bereits seit 2 Jahren im Einsatz und bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Ein großer Negativpunkt stellt für mich noch das Farbmanagement unter Windows dar. Trotz Kalibrierung und korrekter Farbprofile unter Windows, werden die Farben auf dem Benq bei mir etwas übersättigt und rotstichig dargestellt. Hier bin ich seit Langem schon auf Lösungssuche…