BenQ TH681 Full-HD-Beamer im Test: Wohnzimmer wird zum Kino-Saal

BenQ Beamer TH681 Aufmacher
Erst vor kurzem konnte ich in München im Rahmen der CeBIT-PreView  den neuen Full-HD-Beamer von BenQ ansehen. Rechtzeitig zum Wochenende war dann auch das Testsample bei mir angekommen. Der Test des TH681-Projektors stand somit bei mir am Wochenende auf dem Programm und mein Wohnzimmer wurde zum Kino-Saal. Mit seinen 3000 ANSI-Lumen liefert der Beamer selbst in heller Umgebung ein farbintensives und kontrastreiches Bild auf meine 1,80 Meter breite Projektionsfläche.

Mit dem TH681 hat BenQ einen vielseitigen Projektor geschaffen, der nicht nur für Präsentationen, sondern auch für die Wiedergabe von Sportsendungen, Spielen oder 3D-Blu-ray-Filmen ausgelegt ist. Die eingebaute Lampe kommt von Philips und soll im Smart Eco Modus rund 6500 Stunden lang halten.

Der Projektionsabstand betrug wie immer 280 cm, die Projektionsfläche wurde voll ausgenutzt. Als Videoquellen dienten ein IPTV-Receiver der Deutschen Telekom oder ein Multimedia-Player von Raidsonic. Alle Videoquellen liefern eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full-HD). Der TH681 Beamer könnte sogar eine Bilddiagonale von über 7,5 Meter erzeugen, was ich in meinen Räumlichkeiten nicht gerade praxisgerecht umsetzen konnte: Den Beamer habe ich im Esszimmer aufgebaut, sodass der Abstand zur Leinwand rund 6 Meter betrug. Das Bild vom Beamer füllte jetzt nicht nur die Leinwand aus, sondern die komplette Fensterfront. Die Bilddiagonale konnte ich nur schätzen, da das Bild auf der rechten Seite durch ein Bücherregal und den Kamin abgeschnitten wurde. Geschätzt war das Bild jetzt 5 Meter in der Diagonale.

BenQ Beamer TH681 Anschlüsse

Anschlüsse des BenQ TH681 Beamers

Alle Anschlüsse befinden sich beim BenQ TH681 auf der Rückseite. Was ich vermisse, ist eine USB-Buchse für die direkte Wiedergabe von Filmen, Musik oder Office-Dateien. Eine direkte Wiedergabe ohne Zuspieler ist beim TH681 nicht möglich.

Die Soundausgabe erfolgt über den internen 10-Watt-Lautsprecher, der jedoch nur bedingt zur Wiedergabe von Musik und Filmton geeignet ist. Bei Sportsendungen, wo Ihr meist nur den Kommentator hört, ist der Klang akzeptabel. Auch bei diesem Beamer heißt es: Musik-Sendungen solltet Ihr mit dem Projektor meiden.

Die Einstellmöglichkeiten des BenQ TH681 sind sehr übersichtlich in mehreren Menüs aufgeteilt. Diese lassen sich über die Fernbedienung gut bedienen. Voraussetzung: Ihr steht oder sitzt direkt vor dem Beamer. Der IR-Empfänger befindet sich auf der Vorderseite des Projektors, gleich neben der Lampe. Sitzt Ihr, wie ich, hinter dem Beamer, überträgt die Fernbedienung das Signal nicht, da der direkte Sichtkontakt zum IR-Empfänger fehlt. Es bleibt einem dann nur übrig, die Bedienelemente auf der Oberseite des Beamers zu verwenden.

Innerhalb der Settings lassen sich zig Einstellungen vornehmen, die auch bei hellen Räumen ein akzeptables Bild liefern. Selbst für farbige Wände lässt sich das Bild optimieren.

Zum Testen der 3D-Funktionalität benutzte ich einen Film von Entertain. Hierbei wurde das Bild vom IPTV-Receiver im „Side-by-Side-Modus“ ausgegeben. Der Beamer unterstützt auch die 3D-Darstellung in Oben/Unten. Für die 3D-Darstellung benötigt Ihr eine optionale Shutterbrille, die eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz unterstützt. Die mir vorliegende BenQ-Brille muss man zunächst über USB aufladen. In dunklen Räumen ist das 3D-Bild sehr realistisch. Nachmittags konnte ich die 3D-Funktionalität nicht nutzen, denn das Sonnenlicht störte und ich empfand das Bild als sehr unruhig, sodass ich den 3D-Test abbrechen musste. Erst mit abgedunkeltem Wohnzimmer verschwand das Flackern.

Bei den Temperaturmessungen am BenQ TH681 fiel mir vor allem der Messwert auf der Vorderseite auf. Hier zeigte mein Messgerät stolze 91 Grad Celsius. Hierbei fand die Messung auf dem Kunststoffgehäuse statt. Ich konnte fast das schmelzende Plastik riechen. Die anderen Temperaturmessungen lagen hingegen im Rahmen.

Der Geräuschpegel des Beamers war im Test akzeptabel. Nach einem anfänglichen Aufheulen des Lüfters, sank der Pegel deutlich. Da der Lüfter nach vorne arbeitet, fiel mir dieser im Test nie unangenehm auf.

Nach Nutzung des Beamers müsst Ihr ihn noch stehen lassen, denn das Belüftungssystem läuft noch rund 2 Minuten nach. Danach schaltet sich dieses mit einem recht lauten Piepton ab. Meine erneute Temperaturmessung zeigte jetzt „nur“ noch 46 Grad Celsius.

BenQ Beamer TH681 Aufmacher3

Quelle: Enders Game Trailer in Full-HD

Das Wochenende war mal wieder viel zu kurz, um alle meine Filme über den BenQ TH681 testen zu können. Das, was ich sah, überzeugte mich. Selbst tagsüber konnte ich Live-Sendungen der ARD in HD über den Beamer gut betrachten. Schade ist, dass der TH681 Projektor keinen integrierten Player besitzt. So musste ich meinen Multimedia-Player beziehungsweise meinen IPTV-Receiver als Zuspieler nutzen.

Bei der 3D-Darstellung hatte ich bei hellem Wohnzimmer ein stark flatterndes Bild mit der Shutterbrille, sodass ich das Zimmer abdunkeln musste. Der Sound hat mich beim BenQ-Beamer nicht vom Hocker gerissen. Der interne Lautsprecher quälte nicht nur meine Ohren, auch meine Katzen waren von dem Sound nicht angetan. Bei einem Projektionsabstand von 2,80 Metern füllt der Beamer die 180 cm breite Leinwand von Medium voll aus. Der TH681 könnte sogar ein Bild von über 7,5 Meter erzeugen, aber dazu fehlen mir die Räumlichkeiten. Ich brachte es lediglich auf eine Diagonale von schätzungsweise 5 Metern.

Das Video zeigt verschiedene Quellen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Der Sensor meiner Kamera ist leider bei Dunkelheit sehr träge und daher sind einige Stellen unscharf. Das lag nicht am Beamer, sondern an der Kamera.

Technischen Daten vom BenQ TH681 Beamer (Herstellerangaben)

Projektionssystem DLP
Max. Lebensdauer Lampe
  • 4000 Stunden im Normalmodus
  • 6500 Stunden im Smart Eco Modus
Natürliche Auflösung Full-HD, 1920 x 1080
Helligkeit 3000 ANSI Lumen
Kontrastverhältnis 13.000:1
Seitenverhältnis wählbar 4:3, 16:9, 16:10
Anzeigegröße 114 – 762 cm
Schnittstelle
  • Composite Video: 1 x RCA Cinch
  • S-Video: 1 x Mini Din 4 pin
  • Audio: 1 x Stereo Mini Jack / 1 x L/R Cinch
  • RGB: VGA-Analog 2 x D-Sub 15 pin (shared with component)
  • HDMI: 1 x HDMI
  • USB: 1x Typ mini B
  • RS232- Schnittstelle: 1x D-Sub 9 pin
  • RGB VGA-Analog: 1 x D-sub 15 pin
  • Audio out: 1 x Stereo Mini Jack
Abmessungen / Gewicht 312 x 104 x 244 mm / 2600 g
Betriebsgeräusch 28/32 dBA (Normal-/ECO-Modus)
Besonderheit 3D-fähig über HDMI, 1,3x manueller Zoom

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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10 Antworten auf BenQ TH681 Full-HD-Beamer im Test: Wohnzimmer wird zum Kino-Saal

  1. avatar Daniel sagt:

    Wieder ein toller Testbericht. Danke

  2. avatar Rockstarrr sagt:

    Dass kein USB-Anschluss und kein integrierter Media-Player enthalten ist hat mich doch stark gewundert.
    Die 91 ° C im Betrieb laden dann wenigstens zum Spiegeleier zubereiten ein 😉 Nach dem Motto: „Wenn der kleine Hunger kommt…“

  3. avatar Dirk hofmans sagt:

    Waren die hohe temperaturen in eco mode oder in maximum lichtintensitat? Grussen aus belgien!

  4. avatar Dirk hofmans sagt:

    @rockstarr: ein ideales gerat fur „the hunger games“. 🙂

  5. avatar Dirk hofmans sagt:

    Ist die 2x speed des colorwheel nicht zu langsam fur cinema?

  6. Pingback: Beam Me Up! | Grob. Gröber. Gröbchen.

  7. avatar Romanus Lüke sagt:

    Habe mir ihn auch gekauft , bin sehr zufrieden, jedoch beim testen einer PP Präsentation musste ich feststellen, daß ich mit der Fernbedienung nicht „weiterklicken“ kann…:(
    Wo liegt der Fehler im detail ?

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  10. avatar Heinz sagt:

    So richtig verstehe ich den Sinn des Screenshots nicht:
    – blaustichig (Original ist so)
    – Screenshot wurde mit Fotosoftware veraendert, oder bildet den BenQ 1280×719 ab?

    An Hand des Screenshots (der ausserdem sehr weich wirkt) kann man, meiner Meinung nach, nicht die Abbildungseigenschaften des BenQ einschaetzen.

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