BenQ ZOWIE XL2540: ultraschneller 24,5″ Gaming-Monitor mit 240 Hz im Test

      BenQ ZOWIE XL2540: ultraschneller 24,5″ Gaming-Monitor mit 240 Hz im Test

      24,5 Zoll, Full HD, 1 ms Reaktionszeit, Sichtschutz und native 240 Hz: Der BenQ ZOWIE XL2540 geizt nicht mit Eigenschaften, die ihn zum perfekten Monitor für 1080p-Gaming und eSportler machen sollten. Ob das Paket insgesamt überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

      Das gefällt uns

      • 240 Hz
      • S-Switch und Fokusblenden
      • gute Verarbeitung
      • intuitive Bedienung

      Das gefällt uns nicht

      • "nur" Full HD
      • Kein Free- oder G-Sync
      • hoher Preis

      Ihr könnt es euch schon denken, ein Gaming-Monitor mit diesen Eigenschaften wird einem natürlich nicht hinterhergeworfen. Für aktuell 489,- € (Stand 25.01.2018) wechselt der Monitor in unserem Shop den Besitzer. Kommen wir wie immer als erstes zu den technischen Rahmenbedingungen.

      Technische Daten

      Wenn wir uns die Spezifikationen näher anschauen, dann wird schnell klar, dass der BenQ ZOWIE XL2540 vollends für die Gaming-Zielgruppe entwickelt wurde. Mit einer nativen Refresh Rate von 240 Hz, „Fokusblenden“ und 1 ms Reaktionszeit klingt der BenQ sogar nach dem heiligen Gral für gut betuchte Profi-Gamer.

      BenQ ZOWIE XL2540 bei notebooksbilliger.de

      Technische Daten BenQ ZOWIE XL2540 (9H.LFNLB.QBE):

      • 24,5“ TN Panel im 16:9 Format (mit LED-Hintergrundbeleuchtung)
      • 1920 x 1080 Pixel Full HD Auflösung
      • mattes Display
      • Blickwinkel: 170° horizontal / 160° vertikal
      • Refresh Rate: 240 Hz (nativ)
      • Reaktionszeit: 1 ms (Grey to Grey)
      • Kontrast: 1000:1 (statisch) / 12.000.000:1 (dynamisch)
      • Helligkeit: 400 cd/m²
      • Color Vibrance, Black eQualizer, Low Blue Light, Flicker Free, S Switch
      • Videoanschlüsse: 2x HDMI, 1x DisplayPort, 1x DVI-D
      • Sonstige Anschlüsse: 3x USB (2x Downstream, 1x Upstream), 1x Micro-USB (für den S Switch), Kopfhöreranschluss (Line-Out, Mic-In)
      • Energieeffizienzklasse: B
      • Gewicht: 7,5 kg (mit Standfuß und Fokusblenden)

      Anschlüsse

      Die Video-Anschlüsse des ZOWIE XL2540 wurden wie bei den meisten Monitoren auf der Rückseite nach unten ausgerichtet positioniert. Der Gaming-Monitor verfügt über gleich vier dieser Anschlüsse, darunter 2x HDMI, 1x DisplayPort 1.2 und 1x DVI-DL. Dazu kommen zwei USB-Anschlüsse an der linken Monitorseite, die ihr nutzen könnt, wenn ihr den Monitor via mitgeliefertem USB-Kabel (Upstream) an euren PC anschließt. Auf der linken Seite findet ihr außerdem zwei 3,5 mm-Klinkenstecker (Line-Out, Mic-In) und die BenQ-typische ausziehbare Halterung für Kopfhörer. Der Monitor besitzt keine internen Lautsprecher, ich würde jedem Gamer (und auch allen anderen) allerdings so oder so ans Herz legen, lieber etwas Geld in ein vernünftiges eigenständiges Soundsystem zu investieren.

      Neben dem Stromanschluss gibt es auf der Rückseite noch eine Vorrichtung zum Anbringen eines Kensington-Lock, einen Micro-USB Anschluss für den S Switch und einen weiteren Klinken-Anschluss, mit dem ihr euren PC mit dem Monitor verbinden müsst, um die seitlichen Klinkenstecker nutzen zu können.

      Lieferumfang

      Im Lieferumfang ist alles enthalten, was ihr braucht, um den Monitor anzuschließen und direkt loszulegen. Stromkabel, DisplayPort-Kabel und Upstream-USB 3.0 Kabel (Typ A-B) sind direkt mit an Bord. Außerdem erhaltet ihr zwei Fokusblenden (seitlicher Sichtschutz), den S Switch, eine Staubschutzhülle sowie ein Benutzerhandbuch in gedruckter Form. Auf der mitgelieferten CD finden alle Glücklichen, die noch ein optisches Laufwerk besitzen, neben dem Treiber noch eine simple Kalibrierungshilfe und das Benutzerhandbuch.

      Das umfangreiche Zubehör zum Zowie XL2540 (ohne Standfuß und Fokusblenden)

      Lieferumfang BenQ ZOWIE XL2540:

      • BenQ ZOWIE XL2540 Gaming-Monitor
      • DisplayPort Kabel
      • USB 3.0 Kabel
      • S Switch
      • Fokusblenden
      • Staubschutzhülle
      • Netzkabel
      • Bedienungsanleitung
      • CD mit Treiber und Bedienungsanleitung

      Montage

      Die Montage des Standfußes ist die gleiche wie bei fast allen BenQ-Monitoren und sehr einfach gestaltet. Die Halterung wird in die Bodenplatte gesetzt, leicht gedreht und anschließend mit einer Schraube fixiert. Ihr benötigt aber kein Werkzeug, denn die Flügelschraube lässt sich mit dem Daumen drehen. Anschließend hebt ihr das Panel von oben in die dafür vorgesehene Aussparung und drückt es von unten fest, bis es einrastet. Jetzt müsst ihr den Monitor nur noch mittels beiliegendem Kabelwerk mit eurem PC verbinden.

      Falls ihr die beiden Scheuklappen am Monitor befestigen wollt, solltet ihr euch dafür jedoch einen Schraubenzieher besorgen. Sinn der Fokusblenden ist übrigens, sich besser auf die jeweiligen Inhalte konzentrieren zu können. Inwieweit dies wirklich notwendig ist, müsst allerdings ihr entscheiden. Die Gummieinsetzer, die sich ab Werk in den Löchern für die Montage der Ohren befinden, sind jedenfalls prädestiniert dafür, schnell abhanden zu kommen. Einmal angebracht, solltet ihr die Ohren daher vermutlich dauerhaft montiert lassen.

      BenQ ZOWIE XL2540 bei notebooksbilliger.de

      Design/Verarbeitung

      Der ZOWIE XL2540 kommt im klassischen BenQ-Design daher und unterscheidet sich optisch nicht wirklich von seinen Kollegen. Klar, das Design hat sich bewährt und ist funktional, ein optisches Highlight erwartet euch aber nicht. Positiv: Die bei Gaming-Monitoren relativ gängige matte Oberfläche ist nicht so angreifbar für Kratzer und Fingerabdrücke wie diverse Hochglanz-Gehäuse, außerdem wirken Metall-Sockel und Kunststoff-Panel durch das einheitliche Erscheinungsbild wie aus einem Guss.

      Auf der Hinterseite hat BenQ am oberen Rand das rot glänzende Logo der ZOWIE-Serie eingelassen. Ferner ist die Rückseite um das Verbindungsstück zum Panel in einer gemusterten und strukturierten (carbon-ähnlichen) Hochglanz-Oberfläche gehalten. Praktisch: Am oberen Ende der Halterung befindet sich ein Griff, um den Monitor einfach transportieren zu können. Das untere Loch ist gut dafür geeignet, um normalerweise anfallendes Kabelwirrwarr um den Monitor in den Griff zu bekommen. Die Verarbeitung ist wie von BenQ zu erwarten sehr gut. Zur Wertigkeit passt auch das hohe Gewicht von 7,5 kg inklusive Standfuß und Fokusblenden.

      Auffälliges Zowie-Logo auf der Rückseite

      Der Monitor bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten, um das Panel genau nach eurer Sitzposition auszurichten. Ihr könnt ihn jeweils 45 Grad nach links oder rechts drehen, 14 cm in der Höhe verstellen, -5 bis +20 Grad neigen sowie die Pivot-Funktion nutzen. Alle Einstellungsmöglichkeiten wurden zudem mit Skalen gekennzeichnet, damit ihr ihn nach einem Transport schnell wieder nach eurer gewohnten Position ausrichten könnt. Er lässt sich natürlich auch mit einer VESA-Halterung (10 x 10 cm) an der Wand befestigen.

      Die sechs Bedientasten am unteren rechten Bildschirmrand

      Die sechs Bedientasten (fünf Bedientasten, eine Power-Taste) wurden am rechten unteren Rand positioniert und sind dadurch gut erreichbar. (Der nervige Ton beim Drücken lässt sich ausschalten.)

      Menü

      Für viele Gamer ist eine logische und intuitive Menüführung bei einem Monitor sehr wichtig, um gewisse Einstellungen und Presets schnell erreichen zu können und sich nicht ewig in Menüs aufhalten zu müssen. Mit dem beiliegenden S Switch könnt ihr Einstellungen sehr schnell und komfortabel ändern. Statt an den kleinen Monitor-Tasten herumzudrücken, nutzt ihr den S Switch und surft mittels Scrollrad und „Zurück“-Taste durch den Menübaum. Die Auswahl der Menüpunkte folgt direkt über das Scrollrad, wobei man sich erst etwas an die Bedienung gewöhnen muss, um bei der Bestätigung nicht versehentlich zu scrollen oder anders herum.

      Der S Switch erleichtert die Bedienung erheblich

      Unter den voreingestellten Presets gibt es zwei FPS- und einen RTS-Modus. Des Weiteren gibt es drei Spielerprofile, unter denen ihr eigene Presets erstellen und speichern könnt. Abseits der Gaming-Presets gibt es noch eine Movie-Einstellung für die Multimedia-Nutzung.

      Mehrere Bildmodi stehen ab Werk zur Verfügung

      Mit dem Schnellmenü könnt ihr – wie der Name schon verrät – zügig zwischen den Presets wechseln, außerdem lassen sich Color Vibrance und Black eQualizer anpassen und das Menü aufrufen. Ganz cooles Feature: Ihr könnt den Schnellmenütasten auch andere Einstellungsfunktionen zuweisen.

      Sicherlich, das Menü ist im Vergleich zu anderen Herstellern kein Revolution, die Bedienung mit dem S Switch macht es aber deutlich angenehmer und einfacher, den Monitor an die individuellen Präferenzen oder bestimmte Spiele anzupassen.

      Display

      Kommen wir zum Herzstück des Monitors: der eigentlichen Bildqualität des Panels. Nachdem ich ein bisschen mit den Einstellungen herumgespielt und den Black eQualizer reduziert habe, wurden die Farben gut und kräftig dargestellt. Auch der Kontrast ist wie zu erwarten sehr gut. Klar, die Full HD-Auflösung (1920x1080px) ist mittlerweile Standard und bei 24,5 Zoll noch akzeptabel, WQHD wäre aber auch schön gewesen. Der Black eQualizer ist eher für (Taktik-)Shooter wie CS:GO zu empfehlen, in denen man bspw. Camper in dunklen Ecken besonders schnell identifizieren möchte. Bei Singleplayer-Rollenspielen würde ich ich ihn der Atmosphäre halber abschalten.

      24,5 Zoll Panel mit 240 Hz

      Bei den Blickwinkeln wird schnell klar, dass es sich um ein TN-Panel handelt. Bei einem Winkel von ca. 130° vertikal und horizontal dunkelt sich die jeweils hintere Kante sichtbar ab. Verschiebungen und Farbinvertierungen sind aber nicht sichtbar, auch unabhängig davon, von welchem Winkel aus man das Display betrachtet. Dank der matten Oberfläche gibt es außerdem keine störenden Reflektionen. Die schmalen Kanten um das Display herum sind zudem angeschrägt, damit man aus jedem Blickwinkel das komplette Bild einsehen kann und das Bild sich nicht auf dem Rahmen spiegelt.

      Auch bei der Ausleuchtung leistet sich der ZOWIE XL2540 so gut wie keine Schwächen. Die Verteilung der Helligkeit ist gleichmäßig und auch bei sehr dunklen Inhalten wird – selbst bei 100 Prozent Helligkeit – kaum Clouding an den Bildschirmrändern deutlich.

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      144 Hz und 240 Hz

      Das Alleinstellungsmerkmal des ZOWIE XL2540 bildet natürlich die Unterstützung von bis zu 240 Hz. Da ich persönlich Gamer bin und zuhause einen 144 Hz-Monitor von BenQ zum Zocken nutze, haben mich die 240 Hz natürlich sehr neugierig gemacht. Für schnelle Shooter kann ich euch einen 144 Hz Monitor nämlich wärmstens empfehlen. Im Vergleich zu 60 Hz wirkt das Gameplay mit 144 Hz deutlich flüssiger – und ja, ich gehörte vorher auch zu den Personen, die das anhand der Berichte von 144 Hz Monitor-Besitzern nicht so richtig glauben wollten. Der Sprung zu 240 Hz ist allerdings, zumindest für meine 144 Hz-gewöhnten Augen, mit bloßem Auge so gut wie nicht wahrnehmbar.

      Hinsichtlich unserer Monitor-Tests gab nichts zu beanstanden: Alles lief in Verbindung mit der Radeon RX Vega 64 unseres Testsystems sehr flüssig und es traten weder Ghosting, Tearing noch Treppeneffekte bei den Spielen auf. Beim UFO-Test wurden minimale Ghosting-Effekte nur bei sehr schnellen Bewegungen sichtbar, dies ist aber vermutlich selbst für professionelle eSportler beim Spielen nicht wahrnehmbar. Bei „normalen“ Monitoren fallen die Schlieren bei diesen Geschwindigkeiten des Tests jedenfalls sehr deutlich aus. In diesem Video könnt ihr euch die Unterschiede zwischen den einzelnen Hz-Werten noch einmal im Vergleich anschauen.

      Fazit

      Wer auf der Suche nach einem High-End Gaming-Monitor mit umfangreicher Ausstattung, sehr hoher Reaktionsgeschwindigkeit und einer Vielzahl sinnvoller Funktionen ist, sollte zuschlagen. Der BenQ ZOWIE XL2540 erlaubt sich keine Fehler und überzeugt mit praktischen Einstellungsmöglichkeiten und dem komfortablen S Switch. Für mich wäre es der perfekte Monitor für professionelles Online-Gaming wie bspw. bei CS:GO oder League of Legends, wenn ich nicht schon einen 144 Hz-BenQ zuhause hätte.

      Was gibt es für mich als langjährigen BenQ Gaming Monitor-Besitzer Negatives zu sagen? So richtig nichts. Da man beim Zocken sowieso alleine vor dem Monitor sitzt, ist die durchschnittliche Blickwinkelstabilität vernachlässigbar. Die Fokusblenden sind für mich zudem eher nette Spielerei als wirklich notwendig und natürlich sollte man die Anzeigeeinstellungen noch an die persönlichen Vorlieben und das jeweilige Spiel anpassen. Mit einem Preis von aktuell 489,- € ist der ZOWIE XL2540 leider auch kein Schnäppchen.

      In meinen Träumen arbeitet BenQ übrigens bereits an einer (für Normalsterbliche dann unbezahlbaren) curved 35″-Version mit UWQHD im 21:9-Format.

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      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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      Finde es schade, dass wir solch hohe Bildwiederholraten derzeit nur bei Full-HD Monitoren wiederfinden. Würde mir wünschen, dass zumindest im 4k Bereich einmal Bildwiederholraten von mehr als 60 Hz vorherrschen würden.

      Dennoch scheint der Monitor aber perfekt für competitive Shooter geeignet zu sein. Die meisten zocken ja sowieso nicht in der nativen Auflösung 😀