Update: Sony verkauft VAIO-PC-Sparte!

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Update vom 06.02.2014:  Nach diversen Berichten in den letzten Tagen hat Sony jetzt den Verkauf seines PC-Geschäfts offiziell bestätigt. Die VAIO-Sparte wird von der Investorengruppe Japan Industrial Partners (JIP) für einen derzeit unbekannten Betrag übernommen. Der Deal soll bis Ende März 2014 in trockenen Tüchern sein.

Sony gibt an, mit diesem Schritt die Planung, das Design und die Entwicklung von PC-Produkten vollständig einzustellen. Die Herstellung und der Verkauf von VAIO-PCs soll ebenfalls nach Auslieferung des Line-ups für das Frühjahr 2014 beendet werden, wobei Kunden auch nach dem vollzogenen Ausstieg Sonys aus dem PC-Markt weiterhin Support erhalten sollen. Gründe für die Entscheidung gebe es mehrere, unter anderem die „drastischen Veränderungen des globalen PC-Marktes“.

Der japanische Elektronikriese will sich im Mobilgerätemarkt ganz auf sein bestehendes Portfolio aus Smartphones und Tablets konzentrieren. Der künftige Besitzer des VAIO-Geschäfts JIP wird zunächst PCs unter der Marke VAIO in Japan verkaufen und 250 bis 300 Sony-Mitarbeiter übernehmen. Die weiteren Einzelheiten des Verkaufs der VAIO-Sparte gestalten sich so, wie es das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei bereits zuvor berichtet hatte.

Originalartikel vom 05.02.2014: Sony plant offenbar den Ausstieg aus dem PC-Geschäft. Laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei soll der Elektronikriese den Verkauf der VAIO-Sparte an die Investorengruppe Japan Industrial Partners prüfen. Unabhängig von Nikkei informieren außerdem Reuters und das Wall Street Journal unter Berufung auf Insiderinformationen über diesen potentiellen Sensationsdeal, was die Spekulationen im Internet natürlich weiter anheizt.

Von Seiten Sonys gab es bis zuletzt keine konkreten Anzeichen, die einen Rückzug aus dem Geschäft mit Windows-PCs nahelegen würden. Klar ist aber auch, dass die VAIO-Sparte seit Jahren Verluste einfährt. Der Elektronikriese selbst hat sich heute überraschend zu den Berichten geäußert und diese dabei nicht dementiert. In einer offiziellen Sony-Stellungnahme heißt es laut The Verge nur, das Unternehmen prüfe weiterhin diverse Optionen für die PC-Sparte. Darüber hinaus gebe es jedoch derzeit nichts anzukündigen. – Ein klares Dementi sieht anders aus.

Ungeachtet Sonys eigenen Angaben, will Nikkei bereits Einzelheiten zu dem vermeintlichen Deal mit der Investorengruppe erfahren haben. Demnach könnte der Verkauf der PC-Sparte Sony einen Betrag im Bereich von 390 bis 490 Millionen US-Dollar einbringen. Aus der VAIO-Gruppe soll nach Abschluss des Geschäfts ein neues Unternehmen entstehen, von dem Sony einen kleinen Anteil (rund 5 Prozent) hält. Außerdem werde der Markenname VAIO vermutlich weiter verwendet. Künftige VAIO-Produkte sollen jedoch nur noch in Märkten angeboten werden, in denen die Marke einen hohen Bekanntheitsgrad genießt – allen voran der japanische Markt.

Die Spekulationen rund um den potentiellen Ausstieg Sonys aus dem PC-Geschäft kommen zu einer Zeit, in der der gesamte PC-Markt kräftig schwächelt. PC-Absatzzahlen sind rückläufig, an Wachstum ist seit Jahren nicht zu denken. Das liegt vor allem daran, dass Endverbraucher immer häufiger zu einem neuen Smartphone und/oder Tablet anstelle eines Desktop-Computers beziehungsweise Notebooks greifen. Sony selbst ist zudem finanziell angeschlagen und steckt mitten in einem großangelegten Umstrukturierungsprozess, der das Unternehmen wieder flexibler, innovativer und schlagkräftiger machen soll.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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6 Kommentare auf "Update: Sony verkauft VAIO-PC-Sparte!"

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Schade, det Sony macht wirklich jeile Notebooks, leider nur zu teuer, wah? Für mich jibts bisher ken Jerät det en PC vollständig erstetzen kann.
Tschussi

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[…] trennt sich von seiner Traditionsmarke Vaio und steigt aus dem PC-Geschäft aus. Damit werden die aktuellen Modelle wohl die letzten Sony-Notebooks sein, die noch zu haben sind. […]

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[…] CES 2014 vorgestellt und gelangte wenige Wochen später in den internationalen Handel. Da Sony im Februar angekündigt hat, seine Vaio-Computer-Sparte zu verkaufen, handelt es sich bei dem […]

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[…] werden, dass ein Großteil des Milliardenverlustes in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Vaio-PC-Sparte steht, den Sony im vergangenen Februar angekündigt hatte. Vor der Verkündigung dieser […]

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[…] Marktbedingungen zu kämpfen, was unter anderem den japanische Konzern Sony dazu bewegte, aus dem Geschäft auszusteigen. Die Situation schienen für Samsung allerdings weniger angespannt, zumal das […]

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[…] von Sonys Aibo sein, der gebraucht zu teilweise horrenden Preisen gehandelt wird. Anfang 2014 verkaufte Sony seine Traditionsmarke Vaio an die japanische Investorengruppe JIP. Die kündigte im […]

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