Blickdicht vs. Transparenz: IT-Hersteller verraten langsam mehr

Apple iPhone Umweltbilanz

CO2-Bilanz des iPhone 5s, Quelle: Apple.com

Wer bewusst Notebooks, Tablets und Smartphones einkaufen will, hat es schwer: Die Hersteller verraten nur wenig bis nichts über Zulieferer und Auftragsfertiger. Die Computerzeitschrift c’t veröffentlicht nun einen Transparenz-Bericht und zieht eine halbwegs positive Bilanz: Die IT-Unternehmen öffnen sich. Allerdings langsam. Als erstes IT-Unternehmen überhaupt legt HP die Namen der Metallschmelzen offen, die ein Teil der Lieferkette sind.

Positiv erwähnt die c’t neben HP auch Dell und Apple. Apple nennt die Namen der Auftragsfertiger sowie Zulieferer und legt umfassende Informationen über die CO2-Bilanz seiner Produkte vor. Kein Wunder, schreibt heise.de, da Apple ja im Gegensatz zu Herstellern wie Samsung und Lenovo weit weniger Produkte anbiete.

Andere IT-Unternehmen zeigen sich jedoch auch darüber hinaus wesentlich verschlossener: Das Schlusslicht bildet HTC, das in der von heise.de veröffentlichten Liste als einziges Unternehmen nicht einmal die CO2-Bilanz seines Unternehmens veröffentlichen kann oder will. Es bleibt also noch viel zu tun, bis ein Transparenz-Bericht diesen Namen auch verdient. Im Moment fällt er noch ziemlich blickdicht aus.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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2 Antworten auf Blickdicht vs. Transparenz: IT-Hersteller verraten langsam mehr

  1. avatar Simon Tank sagt:

    Apple und manch anderer Hersteller mag zwar alles schön offen darstellen, ich finde aber das man auch die Langlebigkeit der Produkte dazuzählen muss.
    Wenn man sich z.B. ein Apple Laptop Kauft was kann man daran austauschen? Mann muss ihn jedes mal einsenden für Akku, RAM oder weitere defekte.
    Bei einem billigen Medion/Acer/usw… hat man Glück wenn er 2 Jahre lebt und kauft sich dann einen Neuen.
    Wenn man sich dann wiederum business Modelle von Lenovo/HP anschaut, diese kann man meist nach 5 und mehr Jahren immer noch einwandfrei benutzen und kann selbst ohne viel Aufwand Teile nachbestellen. Oder Sogar die 3-5 Jahre alten Modelle gebraucht kaufen. Und diese Halten locker mit der Aktuellen Technik mit.

    Ich habe einen Gebrauchten Lenovo T61 der dieses Jahr seinen 7ten Geburtstag feiert und top in Form ist. Ich habe den Lüfter einmal ausgetauscht und den Akku, kann man alles noch bei Lenovo oder auch Ebay neu kaufen.

    Leute sollten einfach mehr darauf achten ihre Produkte zu pflegen und nicht immer dem neusten Trend hinterher laufen und jedes Jahr ein neues iPhone 4, 4s, 5, 5s oder Samsung S2, S3, S4 kaufen.
    Desweiteren kann man auch gebrauchte Produkte die man nicht mehr braucht weiter verkaufen/verschenken. Und die Andere Seite wer z.B. einen neuen PC Bildschirm braucht kann auch vor dem Kauf schauen ob er diesen Gebraucht kaufen kann.

    Ich finde hier sind nicht nur die Unternehmen die Umwelt Zerstörer, sondern auch der Kunde!

  2. avatar Reisender sagt:

    Schön, dass sich in dieser Richtung langsam was tut. Das sich Apple recht auskunftfreudig zeigt, hat mich jedoch überrascht.

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