Bruchfeste pOLED-Displays von LG: Massenproduktion soll im Sommer starten

LG-Chem-Plastic-Based-Truly-Flexible-OLED-Light-Panel-_w_600

Viele dürfte das kennen: Einmal nicht aufgepasst, schon ist das Smartphone vom Tisch gerutscht und durch den Sturz das Bildschirmglas gesplittert. Sieht nicht schön aus, teilweise funktioniert der Touchscreen nicht mehr und eine Reparatur ist oftmals sehr kostspielig.

LG möchte dem ganzen jetzt ein Ende setzen und hat dafür sogenannte pOLED-Displays entwickelt. Statt die OLED-schicht in Glas einzugießen, bestehen die Komponenten komplett aus bruchsicherem Kunststoff.
Dadurch wird das Display zudem flexibler, sodass zukünftig auch weitere gebogene oder gar direkt flexible Geräte möglich sind. Vor allem aber splittern die Displays nicht mehr, wenn das Gerät herunter fällt, was wohl das Erfreulichste an der neuen Entwicklung ist. Es gibt aber natürlich noch weitere Vorteile: Im Vergleich zu normalen Glas-basierten OLED-Displays sind die Plastik-OLED-Displays nur noch halb so dünn und deutlich leichter. Wie dünn das ist, zeigt sich mit einem Blick auf ein herkömmliches LED-Displays, das mit rund 2 mm Dicke knapp vier Mal so dick ausfällt wie ein Plastik-OLED-Display.

lg-p-oled_w_600

Die Technik soll sich aber nicht nur auf Smartphones beschränken, sondern zukünftig auch in weiteren Geräten wie Wearables (Smartwatches etc.), Tablets, Notebooks und gar Fernsehern zum Einsatz kommen. LG stellt sich hier z.B. roll- oder faltbare PCs vor. Aber dafür müssten natürlich auch die eigentlichen Komponenten flexibler werden.

Ein paar Hürden gibt es aber auch noch zu überwinden: Die neuen pOLED-Displays bieten nicht die gleiche Farbgenauigkeit, Energieeffizienz und Helligkeit wie bisherige OLED-Panels. Aber hier wird sich LG hoffentlich auch noch etwas einfallen lassen, um die Darstellungsqualität weiter zu steigern.

Die Massenproduktion der Displays soll bereits im Juli diesen Jahres starten, sodass wir sicher auch bald erste Smartphones mit dem neuen Display sehen werden. Das LG G Flex 3 wäre beispielsweise ein mehr als geeigneter Testkandidat dafür. Schließlich setzte auch bereits das erste G Flex auf ein flexibles Plastik-OLED-Display. Dort allerdings eher als „Proof of concept“ – also als Beweis, dass diese Technik realisierbar ist .

lg-p-oled-future_w_600

Ich denke wir werden basierend auf den pOLED-Displays in den kommenden Jahren wirklich spannende Geräte sehen, die zudem noch deutlich widerstandsfähiger sein werden.

Quelle: Tom’s Hardware

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Bruchfeste pOLED-Displays von LG: Massenproduktion soll im Sommer starten"

Benachrichtige mich zu:
avatar
avatar
Gast
DragonGamer

The heck… Rollable TV? O_O‘
Wofür ist das im Heimgebrauch nochmal gut? xD

avatar
Gast
werner

@DragonGamer: Das lässt sich wie eine Dialeinwand (antike Technik des letzten Jahrtausends, schon mal gesehen ?) z.B. an der Decke montieren und bei Nichtgebrauch in der Kassette verstauen. Sprich: Nur vorhanden wenn nötig und dann in Schrankbreite.

avatar
Gast
Cihan Boz

Man könnte es auch auf Litfaßsäulen verwenden 🙂